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Fieberkurve

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Fieberkurve 17. Rekapitulation Glauser sitzt am Tisch und schaut sein Manuskript durch. Glauser Guet. Zwei toti Fraue, eini z Basel, eini z Bärn. Die einti het e Tochter, d Marie, die ander het Gäld. Und denn no die toti vom “Wilde Ma”, d Ulrike Neumann. En Fingerabdruck wo ned passt. Es Teschtmänt. Ölfälder z Gurama. En Hellseherkorporal, en wiisse Vatter, en tote Geolog, de Stiefbrüeder vom wiisse Vatter. Und zmittst drin de Studer. De Grossvatter, de Maa vo der Hedy, wo sich i d Marie… het er sich würklich i sie verlueget? – Ällwä de scho! – De grossi Fall. Er muess uf Marokko, de Studer, zu de Legionäre, de frömde. De Frömdeleginäre, zu de Frömde, i d Frömdi. Ohni de Schutz vom Amtshuus z Bärn, de gölete Böde… de… das isch guet eso. Zerscht: Paris. Madelin. Glauser steht auf und spielt. Studer Bonjour Monsieur Madelin. Madelin Ah, Bonjour Studère, qu est-ce qu’il y a? Studer Ich bruuche Informatione. Madelin Mais bien sûr, Stüdère. Studer Die Mannesmann-Brüedere, die wo hiigrichtet worde sind. Madelin Da muss ich im Kriegsministerium nachfragen. Studer Vous avez des … eh … hend Sie Beziehige? Madelin Mais bien sûr, Stüdère. – Übrigens, dieser Koller, der ist jetzt in der Fremdenlegion, heisst dort Despina. Studer Aha. Madelin Also, Stüdère, morgen Abend bei mir. Glauser Aber won er dört isch, de Studer, biim Madelin vor de Huustüre, isch ken Madelin ume. Alls Chlopfe nützt nüt. © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. - 35-

Stimme Glauser Stimme Was macht er denn? Denn goht er ebe zum Godfrey. Und dört erfahrt er, dass der Madelin wüetig isch, wil die im Kriegsminischterium dänket, der Studer siigi en Spion. Verdacht: de Studer wett de verschwundeni Schatz vo de Mannesmann-Brüedere sueche. Der Godfrey weiss alls über s Mannesmanns, de Godfrey chan alls. Er bsorgt em Studer en falsche Name, en falsche Pass, e neui Identität: Joseph Foucher, Inspectör de la Sûreté. So. 18. Maries Brief Glauser setzt sich und beginnt zu schreiben. Auch Marie taucht auf und schreibt. Auch Studer tritt auf. Er zieht einen zerknüllten Brief aus der Manteltasche. Glauser und Marie Lieber Vetter / Onkel Jakob. Ich weiss, dass du den Brief erhalten wirst, denn du bist ein kluger Mann. Ich bin sehr froh, dass du die grosse Reise machst, denn allein kann ich mit der ganzen Sache nicht fertig werden.” Studer I d Frömdi, zu de Frömde. De Frömde Legionäre. Glauser und Marie Aber ich gebe dir Rendez-vous in Gurama. Studer liest. “Sei also zur Stelle! Aber nicht vor dem 25. Januar. Und mach dir keine Sorgen, wenn du mich dort nicht antriffst. Ich werde erscheinen, wenn es nötig sein wird. Inzwischen kannst du dich dort mit dem Beherrscher des Postens unterhalten. Er heisst Lartigue und stammt aus dem Jura. Sei herzlich gegrüsst von deiner Adoptivnichte … Marie.” Mulet! Chum do hi! © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. - 36-

Friedrich Glauser - guidle
Literarische Hommage an Friedrich Glauser - Integrierte Psychiatrie ...
Dorfnachrichten 4/2012 - Aegerten
Aegerten – Brügg – Studen