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Fieberkurve

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Studer Koller Studer Koller Studer Koller Studer Koller Studer Mathias Lartigue Fieberkurve zu Koller. Kennsch dä? Meint Pater Mathias. Koller steht auf und betrachtet sich den Pater genauer. Ich kenn ihn vo Géryville her. Ich han bii ihm biichtet. Und früehner? Nei. Wie heissisch? Zerscht han ich Koller gheisse, denn Cleman. Als Cleman bin ich riich gsi. Und denn han ich eim siini Papier abkauft und bi als Giovanni Collani i d Legion iiträtte. Aber eigentlich heiss ich Koller. Victor Alois Koller. Das isch miin richtige Name. Dä dört behauptet, dass er diin Brüeder Max isch. Es isch scho richtig. De Max isch unter d Pfaffe gange. Aber das dört isch ned de Max. Dem han ich biichtet …stimmt au wider ned. Er het mich uusgfroget. Und ich han ihm müesse d Charte schlo… und ich ha dir jo verzellt: Biim Charte schlo muess ich d Wohrheit… Das isch im Septämber gsi vom letschte Johr. Do isch der Brief a d Josepha z Basel scho wäg gsi. D Fieberkurve, miis Teschtamänt. Füfzäh Johr nach miim Tod het die ander, d Sophie, d Häx us Bärn nüt meh chönne mache. Verjährt, alls verjährt. Und d Josepha z Basel, das isch e gueti gsi. Dere han ich welle e chlii Dankbarkeit zeige. Das han ich dem dört verzellt. Und plötzlich isch miin Brüeder Jakob do gstande… bim Achmed…ich han müesse mit… hetti sölle bii der Josepha z Basel d Fieberkurve wieder hole… wil… dört isch der Plan, wo de Schatz… Wart emol. – Capitaine Lartigue. Ich verlange, dass s Gepäck vo dem dört untersuecht wird! Nei! – Es isch ned d Sach vom Aaklagte, Sache z verlange! Holed das Gepäck. Zwei Legionäre holen das Gepäck. © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. - 57-

Mathias Lartigue Lartigue Lartigue Lartigue Koller Mathias Ich muess doch proteschtiere. Ich bin en Gottesmaa. Ich stand underem Schutz vo de heilige Katholische Chile, ich bi nur ihre verpflichtet! Es goht ned a, dass a me Prieschter, wo uneigenützig i der Wüeschti würkt, dass… das Misstraue isch doch gar ned nötig: De Beschuldigti stoht doch scho fescht… ich… ich proteschtiere ufs… Rueh! Die Zwei Legionäre kommen mit je einem Koffer zurück. Schlüssel! Pater Mathias tut, als hätte er nicht gehört. Pfaff! Der Schlüssel Lartigue gibt den zwei Legionären einen Wink, sie stellen sich einigermassen drohend neben Pater Mathias. Pater Mathias rückt den Schlüssel heraus. Einer der Legionäre öffnet die beiden Koffer. Der erste enthält nichts von Interesse, der zweite eine verrostete Kassette. Capitaine Lartigue öffnet sie und leert den Inhalt auf den Tisch: Papiere, mit Siegel. Capitaine Lartigue schaut sie durch. Gültigi Kaufverträg. Landchäuf… beglaubiget vom arabische Büro… rächtsgültig, ohni Zwiifel… verchauft an en gwüsse Cleman Alois Victor. De bin ich. Und ich ha d Ländereie miiner Tochter vererbt, und em Kanton Bärn… Jawohl… de dört het sie welle stähle. Das Land isch mit Gäld kauft worde, wo gstohle isch. Vo de Mannesamann-Brüedere. Üsen Orde het der Uuftrag, die Papier… vom Kriegsminischterium… ich ha de Uuftrag für die Mission übercho… wil… de Max Koller, wo i üsen Orde iiträtte isch, isch miin Fründ … wäge dem han ich au siini Papier übercho. Und das Diebesguet do… © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. - 58-

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Aegerten – Brügg – Studen
Dorfnachrichten 4/2012 - Aegerten