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Lebens.Haus Magazin 04/2018

Wir möchten mit Dir ins Gespräch kommen, über Themen, die in unseren Leben wichtig sind: Leben Heute - Meditation - Kreativität - Spiritualität - Genuss

i Kurze

i Kurze Meditationsübungen 10 Geräusche 10 Geräusche – ein Meditationsspiel für die Ohren Die besten Ideen für unseren Blog finde ich in der Regel nicht, wenn ich danach suche. So auch bei dieser Übung, die ich auf Reddit gefunden – und nicht gesucht! – habe. Hier schreibt der User kaihatsusha folgendes: „I have a short meditation „game“ I play when out on walks. I call it juuon, 十 音 , or Ten Sounds. Sit somewhere, close your eyes, and identify ten different sources of sounds you hear. It usually starts close by, like people talking or walking past. Then it gets progressively farther away. Cars, birds, a train or plane far far away. Then subtler sounds like a bee or the wind. Order doesn’t matter, but you can’t leave or open your eyes until you have ten different sources.“ Übersetzt heißt das: Ich suche mir einen Ort, an dem ich ungestört einige Minuten lang die Augen schließen darf. Ich schließe meine Augen so lange, bis ich zehn verschiedene Geräusche gefunden habe. Genau das Richtige für mich: „Gamification of Meditation“ – ich mache ein Spiel daraus! Mein Selbstversuch im eigenen Garten Ich setze mich auf die Sperrholzbank in meinem Garten. Ich erwarte, dass ich es schaffe: Hier gibt es viel zu hören. Ich schließe die Augen. Ich öffne die Ohren. • Das erste Geräusch… ist leicht: Ein Vogel schreit. Was für einer? Ich weiß es nicht. • Das zweite Geräusch… das Rascheln der Blätter im Wind. • Das dritte Geräusch… ein Flugzeug, hoch im Himmel. • Das vierte Geräusch… leises Hühnergegacker aus dem Nachbarsgarten. • Das fünfte Geräusch… mein sich anpirschender Kater, passenderweise mit Namen „Echo“. Dann herrscht Stille. Das Spiel scheint jetzt nicht mehr ganz so leicht. Oder ist es doch nicht wirklich ruhig? Wieder ein Vogel – der gleiche Ruf. Zählt das? Wahrscheinlich nicht. Ich denke zu viel und höre wieder hin. • Das sechste Geräusch… nicht meditativ, nicht laut, aber trotzdem da: Die Spülmaschine brummt durch das angelehnte Küchenfenster. • Das siebte Geräusch… läuft da nicht, fast unbemerklich, direkt im Wohnzimmer, das an den Garten angrenzt, der Computer? • Das achte Geräusch… Glockenläuten, es muss wohl 12 geworden sein. Danke dafür. • Das neunte Geräusch… Ich erinnere mich an den Ausgangstext: Das Brummen und Summen der Insekten an der Kräuterschnecke ist eigentlich unüberhörbar. Erst jetzt fällt es mir auf. Das beruhigt mich. Schon neun Geräusche gefunden. Ich merke, wie sich mein Atmen beruhigt. Auch das zehnte Geräusche werde ich wohl noch finden, als es in mein Bewusstsein drängt. • Das zehnte Geräusch… mein nun ruhiger Atem, der mich die ganze Zeit über begleitet hat. 31 - Lebens.Haus Magazin April 2018

Christopher Achtsamkeitsspaziergang Mehrweg statt Einweg Der Weg ist das Viel Sonntagsspaziergänge sind etwas Schönes. Traditionell ist dieser Spaziergang der ideale Zeitpunkt, um die vergangene Woche Revue passieren zu lassen oder auf die kommenden Tage vorauszublicken. Für uns ist es ein richtiges Ritual! Dass ich heute zum ersten Mal von diesem Ritual erzähle, hat einen ganz bestimmten Grund: Der letzte sonntägliche Spaziergang war gleichzeitg Ritual und doch etwas ganz Neues. Er thematisiert sich selbst – ein Meta-Spaziergang, sozusagen. Wenn es bei Konfuzius heißt, dass der Weg das Ziel ist, dann klingt es mittlerweile etwas abgedroschen. Diesmal steht der Weg aber tatsächlich im Fokus. Der Weg im Singular ist vielleicht die falsche Formulierung. Es sind eigentlich viele Wege, die ich an diesem Sonntag gehe. Der Weg ist nicht das Ziel, der Weg ist auch viel! Der Weg ist schneebedeckt. Dann wieder sandig. Steinhart gefroren – und auf einmal wieder matschig. Auf Stein folgt Gras folgt Sand folgt Moos. Querfeldein und geradeaus. Schattig, sonnig und alles dazwischen. Jeder Schritt klingt anders, jeder Schritt fühlt sich anders an. Viel mehr geht nicht – schaut es Euch selbst an! Achtsamkeitsspaziergang Anleitung – worauf Du beim Spaziergang achten kannst Achtsam zu sein – das heißt für mich, bewusst im Moment zu sein und alle Sinne einzusetzen. • Was siehst Du? Welche Lichtstimmung herrscht? Ich habe zum Beispiel die ersten Schneeglöckchen entdeckt – und mich wahnsinnig gefreut! • Was hörst Du? Die Vögel zwitschern, der Weg knirscht unter Deinen Schuhen, der Wind rauscht. Versuche so viel wie möglich wahrzunehmen. Meine Lieblingsübung: Ich suche mir einen Ort, an dem ich ungestört einige Minuten lang die Augen schließen darf. Ich schließe meine Augen so lange, bis ich zehn verschiedene Geräusche gefunden habe. • Was riechst Du? Ich mag den „Geruch“ von Kälte und frischer Luft. Im Frühling sind es die ersten Blüten – und zur Mittagszeit manchmal auch die herrlichen Düfte, die durch offene Küchenfenster ausströmen! • Was fühlst Du? Den Boden unter Deinen Füßen. Die Sonne auf der Haut. Die Hand Deines Lieblingsmenschen! • Was schmeckst Du? „Wie war Dein Spaziergang – Danke, hat gut geschmeckt!“ Im Frühling findet man eigentlich immer etwas – ein Blättchen wilden Bärlauch, eine Brombeere, Walderdbeeren… Eine tolle Idee ist es, einen bestimmten Weg öfters zu gehen und sich jeweils auf einen speziellen Sinn zu konzentrieren. So erlebst Du ein und den selben Weg völlig anders, völlig neu. Jeder Weg hat so die Chance, ein neues Abenteuer werden. Um es mit Bilbo Beutlins Worten zu sagen: „Die Straße gleitet fort und fort, weg von der Tür, wo sie begann, weit über Land, von Ort zu Ort, ich folge ihr, so gut ich kann, ihr lauf’ ich raschen Fußes nach, bis sie sich groß und breit verflicht’ mit Weg und Wagnis tausendfach. Und wohin dann? Ich weiß es nicht.“ Darum tut mir das Spazierengehen so gut! Beim Meditieren ist es der Atem, der uns im Moment hält. Einatmen – Ausatmen. Das ist alles, worauf es ankommt. In meinem Artikel über unser „Affenhirn“ habe ich es so zusammengefasst: „Ich muss mich nicht unglaublich hart konzentrieren, um meine Gedanken von mir zu halten. Ich kann mein „Affenhirn“ einfach beschäftigen, um nicht ständig sein „yada yada yada“ zu verfolgen. Das Affenhirn möchte nur eine Banane oder – im übertragenen Sinne – mit unserem Atem beschäftigt werden.“ Beim Spazierengehen pendle ich meine Achtsamkeit mit meinem eigenen Schritt ein: Links, rechts, links – das ist genauso leicht wie Ein- und Ausatmen, aber trotzdem genug um mein Affenhirn zu beschäftigen. Die besten Gespräche habe ich häufig dann, wenn ich meinen Körper warm- und meinen Kopf leergelaufen habe. Christopher Lebens.Haus Magazin April 2018 - 32

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