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Lebens.Haus Magazin 04/2018

Wir möchten mit Dir ins Gespräch kommen, über Themen, die in unseren Leben wichtig sind: Leben Heute - Meditation - Kreativität - Spiritualität - Genuss

i Kreativität

i Kreativität Zeichnungen, Wörter, Fotos und Zeitungsschnipsel arrangiere und kombiniere. Wenn ich also beispielsweise in einer Zeitschrift auf ein Foto treffe, indem sich Schrift in Glas spiegelt, schneide ich das ziemlich sicher direkt aus und lege es zu meiner „Schnipsel-Sammlung“. So eine Sammlung kann in Momenten ohne große Ideen oder Inspiration zu kreativen Gestaltungen anregen. Sammle doch auch in Deinem eigenen Kistchen: schöne Schnipsel, Blütenblätter, Geschenkpapierreste, Karten, … Und bewahre sie für zukünftige künstlersiche Arbeiten auf. T wie Tun: Einfach Tun und Machen - auch wenn es nur etwas Kleines ist. Ohne zu viel Anspruch und ohne Angst vor dem Versagen. Abschied von der Angst vor dem Versagen. Abschied von der Angst. Abschied vom Versagen. Abschied von einem furchtsamen Teil von mir. Abschied von dem, was eigentlich gar nicht da ist. Was nur in meinem Kopf vorhanden ist: Das imaginäre, potenzielle, mögliche Versagen. Irgendwann. Die Angst vor dem Versagen lähmt und schwächt. Doch was ist wirklich hier? Was ist mir gerade jetzt möglich? Tun und Machen – aber nur etwas ganz kleines. Einen winzigen Schritt. Aber da öffnet sie sich, die Tür. Die Möglichkeit. Die Möglichkeit, kreativ zu sein. Vielleicht sogar ohne Angst. Ich heiße sie Willkommen, die neue Möglichkeit. Und winke dem Versagen heute einmal zu. Ich nehme Abschied. U wie Unbewusstes: Oder: Fantasie, Surreales und unsere Träume können als künstlerische Inspiration dienen. Wie soll das funktionieren? Künstler wie Paul Klee machen es vor: In der Zeit rund um die Erkenntnisse von Psychologen Sigmund Freud rückten unbewusste Vorgänge in den Fokus vieler Wissenschaftler, Intellektueller - und Künstler. Die eigenen Träume und Vergangenheit ernst nehmen und daraus kreativ Schöpfen war ein beliebter Vorgang. So heißen bekannte Gemälde vom Expressionisten und Surrealisten Paul Klee etwa: Traum-Stadt und haben oft etwas Unwirkliches oder Märchenhaftes. Nimm auch Du Deine Träume oder Bilder Deiner Vergangenheit ernst - kannst Du daraus zehren? Dich davon inspirieren lassen? V wie Viertel: mein Viertel, mein Stadtteil, mein Dorf. Erkunde Deine eigene Nachbarschaft und Gegend. Sammle dort neue Eindrücke und mache Spaziergänge nach Deinen eigenen Regeln im gewohnten Umfeld - und Du wirst neue Dinge und Details sehen. Nimm an Kreuzungen etwa immer die Abzweigung, die Du weniger oft benutzt, und sieh, wohin der Weg Dich führt. Oder: Nimm Dein Handy oder Deine Kamera und fotografiere alles Rote, was Deinen Weg kreuzt. Oder: Sammle runde Dinge, die auf dem Boden liegen. Oder: Fotografiere nur blaue Türen, .. Es gibt so viele Möglichkeiten - Du musst nur mit ein bisschen Abenteuerlust losziehen! W wie Wachstum: „Wir werden von dem geformt und gebildet, was wir lieben.“ (Goethe) „Wir wachsen und entwickeln uns im Spiegel unserer Gefühle. Das was wir mögen, lieben, verehren, bewundern ist unser Orientierungspunkt. Man entwickelt sich durchs Leben fürs Leben: die Momente fallen zusammen.“ (Christian Friedrich Hebbel) X wie Xylofon: oder Malen zu Musik. Malen - oder Zeichnen - zur Musik ist eine spannende Möglichkeit, ganz in den Prozess des Kunstmachens zu versinken. Abstrakt zu arbeiten, ohne die Formen und Linien mit Bedeutungen zu füllen, fällt so leichter. Musik überträgt Stimmungen, erzeugt Gefühle und lädt uns auch manchmal dazu ein, kreativ zu werden. Zum Beispiel ganz befreit - Melodie und Töne in Musik mit Farbe und Pinsel in Malerei zu übersetzten. Probiere und experimentiere doch einmal mit ganz verschiedenen Musikrichtungen. Welches ist Deine Lieblings-Kunst-Musik? Ich fand in meiner Studienzeit den instrumentalen Soundtrack zum Film: Die fabelhafte Welt der Amélie sehr inspirierend. Viel anregende Klaviermusik - wunderschöne Melodien. Y wie Yves Klein: oder die Farbe Blau: Was ist Deine Lieblingsfarbe? Als Kind sammelte ich mit meiner Schwester Spielsachen und Dinge in jeder Grundfarbe zusammen. Wir legten erst nur blaue, dann nur rote, und schließlich nur gelbe Funde auf weißes Papier und fotografierten diese streng von oben herab. Mit dem Fotoapparat unserer Mutter. Farbenlehre selbst entdeckt! Diesen Kindheitsversuch zu wiederholen, empfehle ich nun Dir: Sammle Dinge (Geschirr, Stifte, Farben, Schmuck, Lebensmittel) in Deinem Zuhause und ordne sie. Und fotografiere diese. Wie viele Stücke hast Du zusammengetragen? Z wie zurückblicken: Wenn ich nach meiner individuellen künstlerischen Methode suche, hilft es, sich die eigenen Gestaltungen der letzten Jahre und ganz besonders auch der Kindheit und Jugend vor Augen zu führen. So kann ich mich fragen: • Was mache, bastle, forme, gestalte ich sowieso schon immer? • Oder: Mit was beschäftigte ich mich als Kind gerne künstlerisch? • Welche Motive habe ich früher gemalt oder gezeichnet? Waren es immer wieder Menschen oder Autos, Comicfiguren oder Tiere? • Mit welchen Materialien gestaltete ich gerne: mochte ich es beispielsweise, mit Fingerfarben bunt und großflächig zu malen? Oder fertigte ich eher zarte, detaillierte Bleistiftzeichnungen an? 47 - Lebens.Haus Magazin April 2018

Kunst und Alltag Aus solchen Alltags- und Selbstbeobachtungen lässt sich schon viel herausfinden, herauslesen. Und es lässt sich vor allem auch noch heute daran anknüpfen und sich daraus ein eigener künstlerischer Weg formen. Gerade, indem ich mich an meine früheren Interessen, Themen und Arbeiten anlehne und diese erweitere: Beispielsweise indem ich neue Techniken mit alten Themen paare. Außerdem lohnt es sich noch einmal etwas breiter und allgemeiner zurückzublicken und den Fokus von den klassischen künstlerischen Ausdrucksformen wie Malen und Zeichnen wegzubewegen: • Was habe ich in Kindheit oder Jugend sonst gerne Kreatives gemacht – habe ich selbst Geschichten und Abenteuer erfunden und diese aufgeschrieben? • Habe ich stundenlang draußen im Matsch gespielt oder gerne mit Knetgummi kleine Formen geschaffen? • Sind es Naturmaterialien, die mich begeisterten? Brachte ich immer Blätter, Steinchen und Nüsse mit nach Hause? Und dann stelle ich mir die Frage: Was bleibt mir davon bis heute? Welches Material habe ich heute noch gerne in Händen, auch im Alltag? Sind es immer noch die geschmeidigen Wurzeln, die ich von Waldspaziergängen mitbringe? Oder gestalte ich immer wieder Karten und Bilder in meiner Lieblingsfarbe, die mich schon lange begleitet? Vielleicht lohnt es sich auch für Dich, in kreativen Erinnerungen zu kramen. Und alte, fast vergessene Bilder, Tagebücher und Malblöcke wieder hervorzuholen, und diese mit neuem Blick zu betrachten. So kann ich diese als Inspiration für aktuelle künstlerische Gestaltungen heranziehen und mich fragen: • Lassen sich diese früheren Arbeiten in mein Jetzt, meinen Alltag übersetzen? • Sprechen sie etwas in mir an? • An welcher Stelle lohnt es sich, wieder anzuknüpfen? • Oder kann ich sogar einzelne Elemente der alten Gestaltungen ausschneiden, ausreissen und diese weiterverarbeiten? Ganz im Sinne von Pablo Picasso: „Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben.“ Meike Lebens.Haus Magazin April 2018 - 48

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