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Hamburger Morgenpost Ausgabe vom 22.08.2014 (Vorschau)

● ● 12 HAMBURG

● ● 12 HAMBURG Freitag, 22. August 2014 Gleichstellung Mogelpackung des Senats Keine zwei Wochen ist es her,dassder Senatdie steigende Zahl weiblicher Aufsichtsräte bejubelte. Eine Anfrage der Linken ergab nun: Die angebliche Verdopplung der Quote ist eine Mogelpackung. Anfang August hieß es, seit Antritt des SPD-Senats im März 2011 habe sich die Quote von 15,9 Prozent auf 29,4 Prozent verdoppelt. Diese Zahlen sind nicht korrekt. Denn: EinigeFrauen sitzen gleich in mehreren Aufsichtsräten. So sind die 201 Aufsichtsrätinnen in Wirklichkeit nur 75. Die aufgefräste Wand des Bunkers Forsmannstraße: Wochenlang waren Lärm und Schmutz gigantisch. Anwohner gingen auf die Barrikaden. Kellogg Müsli-Riesezieht nach Hamburg Hamburg wird zur Müsli- Hochburg: Der Kellogg- Konzern will nach Informationen des „Weser-Kuriers“ seine Zentrale von Bremen nach Hamburg verlegen. Rund 100 Mitarbeiter sind betroffen, ihre Arbeitsplätze wandern nach Hamburg. Hintergrund des Kellogg-Wechsels ist die Zusammenlegung zweier Marktbereiche: „Germanics“ und „Nordics“ werden künftig gemeinsam betreut –und Hamburg ist der bessere Standort für das Skandinavien-Geschäft. Krankenhaus-Report Immer mehr psychisch Kranke Immer mehr Hamburger werden wegenpsychischer Erkrankungen stationär behandelt. Laut des Barmer- Krankenhausreports wurden im vergangenen Jahr rund 17 Fälle je 1000 Versicherte behandelt. Hamburg liegt damit 13,5 Prozent über dem Bundesdurchschnitt(15 Fälle). Nur in Bremen gibt es noch mehr Fälle (22). Im Gegensatz dazu stehen die Klinikaufenthalte. Die Hamburger müssen grundsätzlich selten ins Krankenhaus (6,5Prozent weniger als im Bundesdurchschnitt). WB Fotos: Röer,hfr Bunker-Abriss: Jetzt spricht der Investor Winterhude Reaktion auf Anwohner-Proteste: „Lernen aus unseren Fehlern“ VonOLAF WUNDER Der Abriss des Bunkers an der Forsmannstraße hat heftige Proteste ausgelöst. Die Anwohner beschwerten sich so massiv über Lärm und Staub, dass ein vorläufiger Baustopp verhängt wurde (MOPO berichtete). Jetzt meldet sich Stefan Wulff (48), Geschäftsführer der Baufirma Otto Wulff, zuWort. Er entschuldigt sich: „Wir werden alles tun, um künftig die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.“ Die Firma Otto Wulff hatte vor zwei Jahren den Bunker erworben, um auf dem Grundstück ein Wohngebäude mit 38 Luxuswohnungen zu errichten. Das Unternehmen beauftragte das Hamburger Abrissunternehmen Wilko Wagner, den Bunker zu beseitigen. Dasseszuderart schlimmen Lärm- und Staubemissionen kommen würde, damit hatte Geschäftsführer Wulffnicht gerechnet. „Das warmit Wilko Wagner anders besprochen“, so Wulffzur MOPO. Jetzt werde gehandelt, versichert der Bauunternehmer.„Der Bunker wirdkomplett mit Schallschutzgerüsten eingehüllt, und zwar auf der Vorder- und der Rückseite. Wir gehen davon aus, dass wir den Lärm auf diese Weise so reduzieren können, „Ich habe großes Verständnis für den Ärgerder Anwohner.“ Bauunternehmer Stefan Wulff dasswir die Grenzwerteeinhalten.“ Diese Vorgehensweise sei am Dienstag bei einem Treffen von Vertretern beider Firmen mit der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt vereinbart worden. Wulff sagt, dass sein Unternehmen in den nächsten Jahren zwei weitere HamburgerBunker abreißen will: in der Methfesselstraße (Eimsbüttel) und in der Eggerstedtstraße (Altona). Wulffversichert, dasseraus den Erfahrungen, die er mit dem Forsmannbunker gemacht habe, Lehren ziehen werde –sodass eshoffentlich nicht erneut zumassivenProtesten kommt. „Das Problem beim Bunker Forsmannstraße ist, dass die Mauern di- rekt an die umliegenden Häuser grenzen“, so Wulff. „Deshalb müssen wir dort fräsen –was eben mit Lärm und Staub verbunden ist.“ Freistehende Bunker seien einfacher zu beseitigen. „Dort machen wir Lockerungssprengungen. Das heißt, es macht Investor Stefan Wulff (48) will den Abriss-Lärm reduzieren. zwei, drei Mal Rums –und dann brauchen wir die losen Betonteile nur noch wegzufahren.“ Die Beeinträchtigungen für die Anwohner seien bei diesem Verfahren weitaus geringer.

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