AJOURE´ Men Magazin September 2019

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AJOURE MEN / UNTERHALTUNG

Die Herstellung der Batterien stößt sehr viel CO2

aus. Lithium und Kobalt wachsen nicht auf Bäumen.

Außerdem opfert die Ladezeit eines Elektroautos jede

Menge Zeit auf der Autobahnraststätte. Das hättest

du mit einem „normalen“ Fahrzeug nicht.

Mehr CO2 in der Herstellung

Die Atacama-Wüste in Südamerika ist ein Gewinnungsstandort

für Lithium. Dieses wird für die Herstellung

der Batterien von E-Autos benötigt. Das

Ökosystem des Gebiets wird dabei schwer geschädigt

zurückgelassen. Außerdem ist die Gewinnung

nicht unbedingt gut f ür die Grundwasserbestände

der Erde. Für eine Tonne Lithium verdunsten knapp

2.000 Tonnen Grundwasser.

Kobalt wird ebenfalls für Elektroauto-Batterien benötigt.

In Afrika, genauer gesagt dem Kongo, wird es

unter geradezu gruseligen Arbeitsbedingungen gewonnen.

Diverse Autohersteller haben bereits angekündigt,

nicht mehr aus dem Kongo zu importieren.

Manch deutscher Hersteller benötigt noch ca. 13 Prozent

Kobaltanteil in seinen Batterien. Tesla geht mit

gutem Beispiel voran. Mit unter drei Prozent Kobalt

in den Batterien hat der amerikanische Hersteller die

Nase vorne.

Viele Chemikalien landen auf Deponien, andere

werden als Schadstoffe die Umwelt belasten. Bei der

Herstellung haben tatsächlich Autos, die mit herkömmlichen

Verbrennungsmotoren funktionieren,

die bessere Bilanz in Sachen Umweltfreundlichkeit.

Elektroautos müssen lange laufen

Je länger ein Elektroauto in Betrieb ist, desto eher

lohnt es sich. Was wir mit lange meinen?

100.000 Kilometer lange. So lange muss zum Beispiel

ein E-Golf fahren, bis er in seinem CO2-Ausstoß ein

normales Auto überholt bzw. unterbietet. Erst dann

ist er wirklich grün. Bei normaler Benutzung

solltest du ein E-Auto also

eine große Zeitspanne genießen dürfen.

Die meiste Zeit ihrer Lebensdauer

stehen sie bei den bereits erwähnten

Gutverdienern aber nur in der Garage

herum. Der Wiederverkaufswert ist

dann doch wichtiger.

Selbst wenn Elektroautos in Zukunft

erschwinglicher werden, sind sie immer

noch eine nachhaltige Anschaffung.

Auf die lange Sicht sind die

Elektroschlitten nämlich nach wie vor

die bessere Wahl. Um wirklich umwelteffizient

unterwegs zu sein, benutze

öffentliche Verkehrsmittel oder fahre

innerhalb der Stadt mit dem Fahrrad.

Lohnt es sich, ein E-Auto zu kaufen?

Viele Leute stellen sich die Frage, ob

sich ein Elektroauto überhaupt als Anschaffung

lohnt. Die folgende Checkliste

hilft dir bei deiner Kaufentscheidung.

Wenn du den Großteil dieser

Fragen mit Ja beantworten kannst,

dann ist die Anschaffung eines Elektroautos

eine gute Wahl.

• Wohnst du in einem eher ländlichen

oder Randgebiet einer Stadt?

• Hast du eine Garage, in der eine Ladestation

Platz hätte?

• Planst du das Auto lange zu behalten?

• Wird es dein einziges Auto sein?

Ajouré Tech

So viele Fragen sind es gar nicht. Der

Rest entscheidet sich wie bei jedem anderen

Auto auch. Welche Marke soll es

sein? Gebrauchtwagen oder doch Neukauf?

Wie sieht es mit der Innenausstattung

aus? Es ist also nichts Neues

für dich.

Pro- und Kontraargumente für den

Kauf eines Elektroautos

Du wirst für dich selbst entscheiden

müssen, welche Seite für dich schwerer

wiegt. Fakt ist aber, dass Elektroautos

nichtsdestotrotz einen Einfluss auf die

Mobilität der Zukunft haben.

Pro:

• Auf lange Sicht bessere Umweltbilanz

• Technologie ist zwar nur für den Übergang,

aber wir brauchen sie trotzdem

als Vorreiter für den Wasserstoff

• E-Autos sind leiser

• Kosten für Strom sind billiger als für

Sprit

• Mehr Stauraum, weil die Batterie (z.B.

bei Teslas) unter dem Fahrzeug liegt

Kontra:

• Lange Wartezeiten an der Ladestation

• CO2-Belastung bei wenig Gebrauch

höher als bei Verbrennungsmotoren

• Sie sind teuer

• Niedrige Reichweite

• Seltene Rohstoffe für Batterien erforderlich

AJOURE MEN MAGAZIN SEITE: 93 | SEPTEMBER 2019

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