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Taxi Times München - 4. Quartal 2021

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ERFOLG DURCH EIGENINITIATIVE

Das Münchner Taxigewerbe steht vor einer weichenstellenden

Qualitätsfrage: Mit wie viel Wissen werden Neulinge ihre ersten

Fahrgäste befördern? Der Gesetzgeber hat durch den Wegfall der

Ortskunde und die derzeitige Aussetzung der Fachkunde die bisherigen

Hürden nahezu vollständig abgebaut. Führerscheinklasse 3,

möglichst wenig „Strafpunkte“ beim Verkehrszentralregister und

ein Gesundheitsnachweis reichen aus.

Für die beiden Funkzentralen ist das zu wenig. Wer bei ihnen an

der Fahrtenvermittlung teilnehmen will, muss eine Grundausbildung

durchlaufen und hinterher in einer Prüfung beweisen, dass

er gut zugehört und alles verstanden hat. Wir durchleuchten ab

Seite 4 die Inhalte des neuen Kurses, zeigen, welche Art von Ortskunde

nach wie vor unersetzlich ist, und verraten auf Seite 9, was

bei der abschließenden Prüfung abgefragt wird.

Münchens Taxigewerbe beweist mit dieser Eigeninitiative, dass

seine Verbände und Zentralen trotz aller Rivalität dort gut zusammenarbeiten

können, wo gemeinsames Handeln zielführend ist. Es

zeigt darüber hinaus, dass die Branche trotz aller Regularien in der

Lage ist, schnell und zielgerichtet eigene Konzepte umzusetzen.

Die Politik gibt in vielen Bereichen den Weg vor, sie plant den

großen Wandel und hat dafür auch schon ein passendes Wort

kreiert: Transformation. Dieser wird sich auch die Taxibranche

nicht verschließen können. Bei der verkehrs- und klimapolitischen

Transformation wird man am Thema Elektromobilität nicht vorbeikommen.

Das kann man nun bejammern oder aber proaktiv

mitgestalten.

Wer jammert, wird vielleicht bemitleidet, mehr aber nicht. Wer

mitgestaltet, darf dagegen auch eigene Forderungen stellen. Die

IsarFunk Taxizentrale beschreibt auf den Seiten 18 bis 19, warum

sie den „Bundesfahrplan E-Taxi“ des Bundesverbands Taxi- und

Mietwagen (BVTM) unterstützt und sich am Münchner Flughafen

für eine Priorisierung der E-Taxis einsetzt.

Ebenso proaktiv wie bei der Elektromobilität agieren IsarFunk und

der Taxi Verband Bayern (bis vor kurzem noch TVM) beim Thema

Inklusion. Die Beförderung von im Rollstuhl sitzenden Personen

ist ein unterschätztes Geschäftsfeld. Die dafür nötige Umrüstung

wird von der Stadt und dem Landkreis noch bis Ende 2022 mit bis

zu 10.000 Euro gefördert. Auf Seite 20 zeigen wir, wie vielfältig

eine solche Umrüstung vorgenommen werden kann.

Man stelle sich einmal vor: In München fahren elektrisch betriebene

Rollstuhltaxis mit einem staatlichen Anschaffungszuschuss

über 25.000 Euro, gelenkt von einem Taxifahrer, der über eine verlässliche

Grundausbildung verfügt. Diese Art von Eigeninitiative

könnte tatsächlich Erfolg versprechend sein.

INHALT

FAHRERQUALIFIKATION

4 Münchens eigene Fachkunde

6 Wichtige Orts-, wertvolle Fachkunde

9 Prüfung mit versteckten No-Gos

10 Kolumne: Der allerletzte Knopfdruck

TAXIVERBAND BAYERN (TVB)

12 Es gibt ein neues Taxi-Gutachten

13 KVR drängt auf die Inklusionsquote

POLITIK

14 Mindestentgelte für Mietwagen in Leipzig

15 Verlängerung der E-Taxi-Förderung?

16 Schwabinger E-Mobilitäts-Hub

ISARFUNK TAXIZENTRALE

17 In zwei Schritten zum IsarFunk-Fahrer

18 IsarFunk unterstützt Bundesplan E-Taxi

19 E-Taxi: Priorisierung und Zwang

INKLUSION

20 Umrüstentwicklungen für Rollitaxis

BUSSGELDER

22 Neue Strafen im Straßenverkehr

INFEKTIONSSCHUTZ

24 Maske ab – Maske auf

25 Luftreinigung im Taxi

QUERBLICK

24 Taxameter brauchen TSE-System

24 Impressum

– die Redaktion –

TITELFOTO: Adobe Stock / nerthuz

TAXI 4. QUARTAL 2021

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