Aufrufe
vor 5 Jahren

Stand 31.12.2004 - ecfs

Stand 31.12.2004 - ecfs

Banken-Symposium

Banken-Symposium transaktionen weiter Teile der Sparkassenorganisation. Jedoch weist die dwpbank AG mit weiteren Mandanten aus dem genossenschaftlichen Finanzverbund und dem Bereich der Privat- und Geschäftsbanken eine sektorübergreifende Anteilseigner- und Kundenstruktur auf. Hieran zeigt sich, dass die Regionalbegrenzung zwar im Kundengeschäft erfolgt, jedoch bei nachgelagerten Tätigkeiten nicht zwingend notwendig ist. Vielmehr bietet sich hierdurch die Möglichkeit zur Realisierung erheblicher Kosteneinsparungspotenziale, so dass sich der WLSGV offen für eine sektorübergreifende Zusammenarbeit im Unterbau zeigt. Das Sorti- ment des Deutschen Sparkassenverlages ergänzt den organisatorischen Unterbau der west- fälisch-lippischen Sparkassen. Hinsichtlich der aktuellen wettbewerblichen Herausforderungen ging Herr Dr. Gerlach auf die Bedeutung des Wegfalls von Anstaltslast und Gewährträgerhaftung ab dem 19. Juli 2005 ein. Dies führt in Zukunft zu einer zunehmenden Kapitalmarktorientierung, die mit einem Ausbau der Sicherungsfondssysteme einhergeht. Zudem hat der WLSGV als erster Sparkassen- verband ein Rating erhalten. So wurde der WLSGV von Moody’s auf „Aa3“ eingestuft und auch der Wegfall der staatlichen Haftungsgarantien besitzt für das Rating – Angaben von Moody’s zufolge - keine Relevanz, wodurch der Verband frühzeitig auf die Anforderungen des Kapitalmarktes eingestellt ist. Eine weitere Herausforderung, die es zu bewältigen gilt, liegt in der demographischen Ent- wicklung der deutschen Bevölkerung. So werden die Überalterung und Schrumpfung der Bevölkerung enorme Rückwirkungen insbesondere auf das Privatkundengeschäft der Spar- kassen haben. Beispielsweise wird infolge des Bevölkerungsrückgangs das Geschäft mit Immobilienfinanzierungen rückläufig sein, da weniger Bautätigkeit bzw. Nachfrage nach Wohnraum zu erwarten ist. Aufgrund eines schrumpfenden Wirtschaftswachstums und der zahlreichen Unternehmensnachfolgen bestehen ebenfalls erhebliche Aufgaben im Firmen- kundengeschäft der kommunalen Sparkassen. Vor diesem Hintergrund stellte Herr Dr. Gerlach eine Prognose für den Zeitraum von 2004 bis 2006 auf, welche die Wirkung auf die Rentabilität der westfälisch-lippischen Sparkassen unter der Annahme einer leicht rückläufigen Bestandsentwicklung bei Einlagen und Krediten und eines vom Markt erwarteten Zinsniveaus verdeutlicht. Im Einzelnen wird das Zinsniveau entsprechend der Forward Rates antizipiert und die Bestände an Einlagen und Krediten neh- men um jeweils 1,5 % pro Jahr ab. Für den Personalaufwand wird eine Zunahme - bspw. aufgrund von Tarifsteigerungen - von jährlich einem Prozent erwartet, wohingegen von ei- nem Rückgang der Sachkosten infolge eines Sachkostenmanagements um ebenfalls ein Prozent pro Jahr ausgegangen wird. Im übrigen ordentlichen und außerordentlichen Bereich sowie beim Eigenkapital- und Depot A-Bestand ergeben sich annahmegemäß keine absolu- ten Veränderungen. In der Prognoserechnung bewirken diese Annahmen, dass die Cost- Income-Ratio (CIR) von 63,4 % auf 67,2 % ansteigt, während die bilanzielle Eigenkapital- rentabilität vor Steuern von 12,1 % auf 8,6 % sinkt. Eine der Ursachen für diese negativen Rentabilitätswirkungen, die Herr Dr. Gerlach angesprochen hat, liegt in der Notwendigkeit einer Ausweitung der teureren Bankenrefinanzierung. 30

ecfs Führungsseminar Damit die kommunalen Sparkassen in Westfalen-Lippe weiterhin im Rahmen der mit dem Regionalprinzip einhergehenden Grenzen des eigenen Marktes bestehen können, benötigen sie jedoch auch ein „Fenster zur Welt“. Dieses ist durch eine Verbandsbeteiligung an der WestLB AG gegeben, die einen Partner für die Begleitung der Sparkassenkunden in die wachsenden Regionen der Weltwirtschaft darstellt. Besonders vor dem Hintergrund der Auf- nahme zehn neuer Mitgliedsstaaten in die Europäische Union zum 01. Mai 2004 sowie einem stark angestiegenen Anteil des Auslandsum- satzes gemessen am Gesamtumsatz des verarbeitenden Gewerbes in Nordrhein-Westfalen ist dies von erheblicher Bedeutung. Darüber hinaus ist die Partnerschaft mit der WestLB von Vorteil, weil die kommunalen Sparkassen in der Regel über Freiräume bei der Grundsatz I-Auslastung und damit über ent- sprechend ungenutztes haftendes Eigenkapital verfü- gen. Daher bietet es sich an, Risikoaktiva der WestLB, die höher verzinst werden als die Depot A-Bestände der Sparkassen, an eben diese auszuplatzieren, um ei- nerseits freie Manövriermasse für die WestLB zu gene- rieren und andererseits das haftende Eigenkapital der Sparkassen besser auszuschöpfen. Zudem besteht über die WestLB die Möglichkeit, dem Geschäft mit Finanz- innovationen Auftrieb zu verleihen, um die Passivseite der Sparkassen vielschichtiger zu strukturieren. Abschließend stellte Herr Dr. Gerlach nochmals heraus, dass die Beibehaltung des Regional- prinzips für die kommunalen Sparkassen in Westfalen-Lippe - nicht zuletzt auch aus gesell- schaftlichen Gründen - sinnvoll ist. Jedoch bieten sich durch den Unterbau auch die Chance zur Öffnung nach Europa und damit die Möglichkeit, von wachstumsstarken Märkten zu profitieren. v. l. n. r.: Prof Dr. Bernd Rolfes, Dr. Rolf Gerlach 31

Entwicklung und Stand der Disziplinen Wirtschaftsinformatik und ...
Sicherheits-Check Finanzwirtschaft (PDF) - Simons-Voss
Best of Banking - Bankerjob.net
Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit 2016
er den Stand der Konferenzarbeit auf dem Gebiet ... - Historici.nl
DCG - Regionen und Arbeitskreise (stand: 09/n) Kontaktadressen ...
Hannover-Stand CeBIT 2013 - hannoverimpuls
GrimmCard-Partner rund ums Thema „Auto“ Sparkassen-Leasing
Flyer-Stand 05.05..2011.indd - Sparkasse Trier
Geschäftsbericht 2011HD Stand 2012 06 18 final - Sparkasse ...
Landverkehre, neuester Stand! - Schenker Deutschland AG - DB ...
Landverkehre, neuester Stand! - Schenker Deutschland AG - DB ...
28 Antworten zum Stand des Wissens rund um - Bund Ökologische ...
IMS-Handbuch, Stand Januar 2010 - Berkefeld
Landverkehre, neuester Stand! - Schenker Deutschland AG - DB ...
Besuchen Sie uns in Halle A3 · Stand 141 - ihm-mediaservices.com
Inklusion: aktueller Stand praktische Erfahrungen - Deutsche ...
in unserem Geschäftsbericht 2011 erfahren! - Volksbank Mülheim ...
Aftersales-Befragung - F-Call AG
Fachkräfte – wirklich schon Raritäten? - Sparkassenzeitung
3,99 - Dortmunder & Schwerter Stadtmagazine
Dr. Bernd Walter – Kasseler Sparkasse - Gesamtbanksteuerung