Magazin 198004

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Magazin 198004

Johanniter-Unfall-Hilfe

2800 Helfe r im Übungsei nsatz in Köln

Kampf mit Wind und Wetter

JUH versorgte 60 "Verletzte" nach Flugzeugabsturz

Durch "besondere Ereignisse" in den

östlichen Nachbarstaaten erfolgt ein Abbruch

der diplomatischen Beziehungen

zu diesen Ländern. Sanktionen der

westlichen Staaten werden angekündigt.

Nach immer häufiger vorkommenden

Terroranschlägen subversiver Kräfte im

Regierungsbezirk Köln und der Androhung

von Gewaltmaßnahmen an läßlich

einer vorgesehenen Lagebesprechung

des Bundeskanzlers am 19. 4.1980 in

Köln wird die Bereitstellung von Einheiten

und Einrichtungen des Katastrophenschutzes

der Stadt Köln, die Ein ­

richtung von vier Technischen Einsatzleitungen

(TEL) und eines Hilfskrankenhauses

sowie die Arbeitsbereitschaft für

die Katastrophenschutzleitung durch den

Oberstadtdirektor angeordnet.

Vor dieser Kulisse spielte sich die Katastrophenschutz-Vollübung

1980 im Kölner

Raum ab. Unter Leitung der Berufsfeuerwehr

mußten die Hilfsorganisationen

verschiedene Aufgaben bewältigen:

Von der Bekämpfung eines Waldbrandes,

durch explodierende Munition

verursacht, der Rettung Verletzter bei einem

Zugunglück und einem Flugzeugabsturz

sowie der medizinischen Versorgung

Verletzter in einem Hilfskrankenhaus

auf dem Kölner Messegelände waren

alle beteiligten Organisationen gefordert.

Zweck der diesjährigen Übung war die

Erprobung des Modells einer Katastrophenschutzleitung

(KSL) und der Technischen

Einsatzleitung (TEL). Hierbei

sollte die Koordination und Zusammenarbeit

der verschiedenen Organisationen

sowie die Arbeit der einzelnen Fachdienste

und Einheiten erprobt werden.

So bestand die Aufgabe der Johanniter­

Unfall-Hilfe darin, 60 "Verletzte" auf einem

Campingplatz zu versorgen, Unglücksursache

war ein abgestürztes

Flugzeug.

Samstag, der 19. April, 7.00 Uhr morgens:

In der Unterkunft der Johanniter­

Unfall-Hilfe verwandeln sich 60 Katastrophenschutzhelfer

und der Mitarbeiter einer

Kölner Tageszeitung (als Gast der

Johanniter-Unfall-Hilfe) unter den Händen

geübter Schminker sowie unter Verwendung

von viel Farbe und Plastikmasken

in "Verletzte". Um den Ernstfal

möglichst realistisch zu üben, werden

Verletzungen vom einfachen Bruch bis

hin zu starken Verbrennungen nachge-

-

L

.~

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