Bezirk Lüneburg

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Schiedsrichter

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Nachwuchs-Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter an der NFV-Sportschule in Barsinghausen.

Aus- und Fortbildung für

50 Nachwuchs-Referees

Regelkunde, Spielpraxis, Persönlichkeitsschulung und

Medienkompetenz standen im Mittelpunkt der Ausbildung

Nachwuchsförderung stand im

Mittelpunkt der ersten beiden

Lehrgänge der Schiedsrichter in

diesem Jahr. Gemeinsam mit Dieter

Bülow vom Schulfußball bildete Benno

Seibel als NFV-Schiedsrichter-Referent

das Ausbildungsteam für einen Schüler-Schiedsrichter-Lehrgang

und betreute

27 Mädchen und Jungen. 26 von ihnen

gelang es, den Stoff für Schiedsrichteranwärter

in wenigen Tagen zu

erlernen, so dass sie am Ende des

Lehrgangs erfolgreich die Prüfung abschließen

konnten. Jetzt erwarten die

14- und 15-jährigen Nachwuchsreferees,

dass sie von ihren Fußballkreisen

schon bald bei den ersten Hallenspielen

der unteren Jugendmannschaften

eingesetzt werden.

NFV-Verbandsschiedsrichterlehrwart

Günther Thielking: „Ich wünsche mir in

diesem Zusammenhang, dass insbesondere

Trainer, Betreuer und Eltern unsere

jungen Nachwuchs-Schiedsrichter engagiert

bei ihrer neuen Tätigkeit unterstützen

und gemeinsam für ein faires Umfeld

in den Hallen sorgen.“

Parallel dazu lief in der Sportschule

ein Lehrgang für Jungschiedsrichter unter

der Leitung von Michael Hüsing und

Stefan Zielsdorf. 24 Jungen und ein

Mädchen waren nach Barsinghausen

angereist, um an vier Tagen in Sachen

Regelkunde, Spielpraxis und Persönlich-

Februar 2013

keitsschulung weitergebildet zu werden.

Im Vortrag, bei einigen Rollenspielen

und im Rahmen von Gruppenarbeiten

konnten sie ihr Wissen zu den Aufga-

ben eines Unparteiischen intensiv

schulen, so dass sie mit noch besseren

Leistungen und neuer Motivation in

die Spiele der Rückrunde einsteigen

werden.

Neben der Arbeit am Text der

Spielregeln, einigen Videoanalysen und

den obligatorischen Prüfungen sorgte

Verbandsschiedsrichterlehrwart Günther

Thielking zum Thema „Soziale Netzwerke

– Fortschritt oder Fessel“ im Rahmen

eines Vortrags für einige interessante

Gedankenspiele. Kritisch setzte er sich

mit der eigentlich positiven Bedeutung

der Begriffe „Sozial“, „Netzwerke“ und

„Freunde“ auseinander. Begriffe, die für

ihn in diesem Rahmen ihren Wert verlieren:

„Wer in sozialen Netzwerken

und Plattformen über viele, viele sogenannte

Freunde verfügt, die auf Grund

verschiedener Verbindungen durch die

Tätigkeit im Fußball bis hin zum Bundestrainer

Jogi Löw und Nationalspielern

wie Mesut Özil und Marco Reus reichen,

der muss sich fragen, was der

Begriff ,Freund‘ hierbei überhaupt noch

bedeutet“, so der Verbandsschiedsrichterlehrwart.

Wer meint, er habe 100

oder 1.000 Freunde, so Thielking weiter,

der habe vermutlich noch nicht

einmal einen richtigen.

Spannend wurde es, als Stefan

Zielsdorf mit seiner Arbeitsgruppe ein

Gruppenfoto in einem sozialen Netzwerk

einstellte und schon wenige Minuten

später die ersten positiven Rückmeldungen

erhielt. „Das finde ich gut.

Ihr leistet tolle Arbeit in Barsinghausen“,

lautete die Nachricht eines

Users, der mehreren Gruppenmitgliedern

völlig unbekannt war. Insofern

ist auch hier das Lernziel erreicht

worden: Wenn man bewusst und

sensibel mit sozialen Netzwerken

umgeht, dann bieten sich für das

Schiedsrichterwesen eine Menge Chancen

für Außendarstellung und Nachwuchswerbung.

Von Marco Haase und Günther Thielking

Gruppenarbeit mit Stefan Zielsdorf (ganz links), der als Unparteiischer der A-Junioren-Bundesliga

aktiv ist und in seinen Semesterferien den Jungschiedsrichterlehrgang zusammen mit Michael

Hüsing (stehend) begleitete. Fotos: Thielking

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