Berliner Kurier 29.09.2018

BerlinerVerlagGmbH

26 SPORT BERLINER KURIER, Sonnabend, 29. September 2018 *

Außenseiter

Jubelnde Unioner –ein

Bild, an das man sich

gern gewöhnen möchte.

Spitzenzweiter

Fünf Gründe, warum der 1. FC Union diese Saison in Sachen Aufstieg ein gewichtiges Wörtchen mitzureden hat

Von

MATHIASBUNKUS

Berlin – Sieben Spiele vorbei,

13 Punkte auf dem Konto.

Rang zwei für die Eisernenn

nach dem ersten Fünftel der

Saison. Der 1. FC Union fühlt

sich als Spitzenzweiter hinter

Aufstiegsfavorit Köln pudelwohl.

Auch wenn die Köpenicker

im Rennen um die

Plätze an der Sonne eher ein

Außenseiter hinter den

Geißböcken und dem HSV

sind. Es gibt klare Indizienn

dafür, dass das keine Momentaufnahme

bleiben muss.

Der KURIER nennt einmal

fünf Gründe.

Die Außenseiterrolle: Als

die Eisernen im Vorjahr den

Aufstieg als Ziel ausriefen, kam

die Truppe mit der gestiegenenn

Erwartungshaltung nicht klar.

Sie zeigte Nerven, als Coolnesss

angebracht war, haderte mit

sich, weil es nicht nach Wunsch

lief und sie unter den eigentlichen

Möglichkeiten blieb.

Dieser Druck, diese lähmendee

Erwartungshaltung sind jetztt

weg. Das beflügelt sichtlich!

Neue Abwehrstabilität:

Fünf Gegentore sind

nicht nur Ligabestwert,

sondern ein

Union-Rekord seit

dem Wiederaufstieg

vor neun Jahren.

Selbst in den Spielzeiten

2016/17

und 2013/14, als

die Eisernen sogar

einen Zähler

mehr auf

dem Konto hatten,

fraßen sie

mit neun bzw.

acht Buden mehr

Gegentreffer. In

der Spielzeit

2009/10 wurden die

Rekord-17-Punkte bei nur

sieben Gegentreffern geholt.

Es ist nicht immer alles Gold,

aber wenn was durchflutscht –

so wie gegen Kiel –, hält Rafal

Gikiewicz die Kollegen weiter

im Match.

Rotation: Trainer Urs Fischer

kann aus einem breiten

Kader schöpfen und macht davon

auch Gebrauch. Vorn

wechseln sich Redondo, Hedlund

und Gogia ab, im Mittel-

Fotos: Imago

feld ackern Hartel, Kroos

und Zulj um die Plätze.

Auch Reichel durfte mal

raus, weil Lenz Gewehr bei

Fuß steht. In absehbarer Zeit

könnte Fischer auch Trimmel

eine schöpferische Pause gönnen,

weil Ryerson sich immer

mehr einbringt.

Sebastian-Polter-Faktor:

Die Rückkehr des Mittelstürmers

gibt Fischer

nicht nur mehr

Möglichkeiten, sondern

dem Team

auch einen Ruck

und den

Glauben

an die eigenen Möglichkeiten.

Andersson kann so entlastet

werden, im Bedarfsfall

könnte sogar eine Doppelspitze

stürmen, wenn es bei engen

Spielständen Bollwerke zu knacken

gilt.

Urs Fischer: Ja, der neue

Trainerspielt absolut auch eine

Rolle. Mit seiner ruhigen, unaufgeregten

Art passt der ehrliche

Malocher wie die

Faust aufs Auge nach

Köpenick. LeiseTöne

sind bevorzugt,

auch wenn er mal

laut werden kann.

Er vergewaltigt seine

Kicker auch nicht in

einem System, sondernschaut,

was am

Urs Fischer

passt mit

seiner Art

perfekt zum

1. FC Union.

besten zu dieser Truppe passt.

Folglich lässt er sie vorerstweiter

im 4-3-33 agieren, wird ande-

wohl erst in der

re Varianten

Winterpause als Alternativen

einstudieren.

ZWEITE LIGA

Kiel–Darmstadt ••••••••••••••••••••••••••••••

4:2

Bielefeld–1. FC Köln •••••••••••••••••••••••••

1:3

Duisburg–Regensburg • •••••••

heute, 13.00

Heidenheim–Bochum ••••••••••

heute, 13.00

Paderborn–Erzgeb. Aue • ••••••

heute, 13.00

Hamburg–St.Pauli • ••••••••••

morgen, 13.30

Sandhausen–Magdeburg • •morgen, 13.30

Dresden–Gr.Fürth • ••••••••••

morgen, 13.30

Ingolstadt–1. FC Union • •••••••••

Mo., 20.30

1. 1. FC Köln 8 21:12 19

2. 1. FC Union 7 11:5 13

3. Hamburg 7 10:10 13

4. Gr.Fürth 7 11:7 12

5. Dresden 7 10:7 12

6. Kiel 8 13:12 12

7. Bielefeld 8 12:13 12

8. St.Pauli 7 12:14 12

9. Bochum 7 13:7 11

10. Regensburg 7 12:11 10

11. Darmstadt 8 10:13 10

12. Paderborn 7 16:14 9

13. Heidenheim 7 10:9 8

14. Erzgeb. Aue 7 8:11 7

15. Magdeburg 7 10:12 5

16. Sandhausen 7 4:10 5

17. Ingolstadt 7 7:15 5

18. Duisburg 7 6:14 2

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