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AJOURE´ Men Magazin Mai 2018

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Interview mich mit

Interview mich mit meinen 130 Kilo schonmal durchsetzen. AJOURÉ: Wo hast du hier zuerst gewohnt? Direkt Wedding, wo du heute noch bist? Massiv: Ja. Ich lebe immer noch im Wedding. Ich habe hier alle Menschen kennengelernt und zum ersten Mal einen richtig guten Döner hier gegessen und habe mich wohlgefühlt (lacht). Aber geh doch mal in Pirmasens einen Döner essen. Das kannste vergessen. AJOURÉ: Du bist als Rapper erfolgreich und bekannt, jetzt auch noch als Schauspieler in der Rolle Latif Hamady bei „4 Blocks“. Hoffst du, dass weitere Aufträge für TV reinkommen, oder willst du es lieber beim Rappen belassen? Massiv: Für mich ist alles, was zu mir passt, auch gut. Ob das Film oder Musik ist mir egal. Aber das Drehbuch muss stimmen. Das Geld alleine interessiert mich nicht genug. Da muss alles andere auch passen. AJOURÉ: Wie viel mehr oder weniger Spaß hat das Schauspielern im Vergleich zum Rappen gemacht? Massiv: Rappen ist schon etwas Besonderes für mich. Das war der Startschuss für mich. Etwas Schönes in meinem Leben, was einfach meine Aggressionen rauslässt. Bei der Schauspielerei ist es so, dass du etwas ablieferst, dann nach Hause gehst und erst Monate später weißt, ob das, was du da gemacht hast, gut oder schlecht war. Beim Rappen lieferst du ab, kannst es am selben Tag noch hören und dann direkt schauen, was du vielleicht noch ändern möchtest. Beim Film geht das so nicht. Zumindest ist das meine erste Erfahrung. AJOURÉ: Schreibst du deine Songtexte selbst? Massiv: Ja. Ich schreibe sie alle selbst. AJOURÉ: In welche Situation musst du dich versetzen, um neue Texte zu entwerfen? Massiv: Also bei mir ist es so, dass ich immer Bock habe zu schreiben. Wenn ich anfange zu schreiben und in einen Flow reinkomme, dann vertiefe ich mich in das Szenario, bau mir meine eigene Welt und nutze alles, was ich gesehen, gehört oder selbst erlebt habe. Ich lasse da alles mit einfließen. Ich kann mich da komplett gehenlassen. AJOURÉ: Wieso hast du deine Sprache in den Texten verändert. Keine Schimpfwörter mehr und so? AJOURE MEN MAGAZIN SEITE: 54 | MAI 2018 Massiv: Auch ich bin älter und reifer geworden. Und wenn ich draußen auf den Straßen Bilder mit Kids mache, wo eventuell die Eltern noch daneben stehen, dann sollen die, wenn sie mich googeln, sehen, dass auch ich mich verändert habe. Vielleicht dann sogar eine Art Typ sehen, den man als Vorbild nehmen kann. Ich denke, ich habe jahrelang harte Musik gemacht, wurde indexiert, hab Wellen gemacht und hatte eine Atmosphäre, die ihresgleichen sucht. Jetzt versuche ich zwar trotzdem diese Härte beizubehalten, aber gleichzeitig eher für Motivation zur Aufmunterung der Kids zu sorgen, dass die aufstehen und zur Schule gehen. AJOURÉ: Drei kurze Fragen – drei kurze Antworten: Berlin ist hart, weil… Massiv: es mit Abstand das Härteste in Deutschland ist. Berlin ist für mich die beste Stadt Deutschlands, weil… Massiv: es die einzige Stadt ist, wo du Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag um zwei Uhr nachts in einer Seitenstraße zwischen 30 Dönerläden raussuchen kannst, welche Soße du willst (lacht). Berlin und ich haben gemeinsam, dass… Massiv: wir weltoffen und multikulturell sind. AJOURÉ: Du machst harte Musik und spielst eine sehr harte Rolle. Hast du trotzdem so etwas wie eine Herzensangelegenheit, für die du alles stehen und liegen lässt? Massiv: Ich bin da immer für alles offen, was in diese Richtung geht. Gerade in unserem Internet-Zeitalter, wo man etwas Gutes tun kann, indem man einfach nur seine Reichweite nutzt. Für solche Dinge setze ich mich tatsächlich gerne ein. Auch wenn ich mal einen Neffen von irgendjemandem im Krankenhaus besuchen kann, dem es vielleicht sehr schlecht geht, dann mache ich das natürlich. Aber sowas poste ich dann nicht. Ich mache das aus Überzeugung und weil es für diese Person etwas bedeutet. Das muss man dann nicht an die große Glocke hängen, wie vielleicht andere das machen. Ich finde, wenn du spendest, solltest du es aus Überzeugung tun und nicht, um dich danach auf den Social-Media-Kanälen gut hinzustellen. AJOURÉ: Was kommt 2018 von dir, neben der 2. Staffel von „4 Blocks“? Massiv: Mein neues Album „M10 / 2“ kommt im September raus, wo auch viele Titel für „4 Blocks“ dabei sind. AJOURÉ: Herzlichen Dank für das tolle Interview Massiv: Sehr gerne! Fotos: Farido Davis

Fotos: Fotograf Name Credits usw. AJOURE MEN MAGAZIN SEITE: 55 | MAI 2018