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SOCIETY Magazin/Ausgabe 370

WIRTSCHAFT - POLITIK - DIPLOMATIE - WISSENSCHAFT - KULTUR - LEUTE

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SOCIETY EIGENEVENT WIRTSCHAFTSWANDERUNG Landeshauptmann von Tirol, Günther Platter und CEO von café+co, Gerald Steger, umringt von den Exzellenzen Der Mythos Streif in Kitzbühel Bereits zum siebten Mal erlebten hochrangige Manager und Diplomaten die Wirtschaftswanderung in den Kitzbüheler Alpen. Über 200 Top- M a n a g e r und internationale Diplomaten trotzten, mit Landeshauptmann Günther Platter an der Spitze, am 17. September dem einbrechenden Herbstwetter und folgten dem Ruf der bereits siebten Wirtschaftswanderung, die sich diesmal dem „Mythos Streif“ widmete. Nach sechs erfolgreichen Jahren in Fieberbrunn war heuer erstmals Kitzbühel der Schauplatz der Veranstaltung, die ganz im Zeichen des Optimismus stand und sich bewusst den Synergien zwischen Sport und Wirtschaft widmete. Dafür findet sich wohl kaum ein besseres Beispiel als die legendäre Streif: Das einzigartige Abfahrtsrennen wird seit 1959 übertragen Herbert Rieser in den Startlöchern und mittlerweile verfolgen rund 550 Millionen Seher auf sechs Kontinenten die spannenden Momente der ORF-Liveübertragung, die einen wichtigen Werbeeffekt für die Destination Österreich bewirkt. Jährlich werden rund 7,5 Millionen Euro in das Rennen investiert, um den Athleten beste Bedingungen und rund 85.000 Besuchern einzigartige Erlebnisse zu bieten, berichteten Kitzbüheler Ski Club-Präsident Michael Huber und Kitzbühel Tourismus- Präsidentin Signe Reisch. „Die Streif ist eine Visitenkarte für Österreich wie auch die Kaffeekultur. Beides trifft bei der Wirtschaftswanderung aufeinander“, so café+co CEO Gerald Steger. • AUSZUG AUS DER GÄSTELISTE Botschafter: Salahaldin ABDALSHAFI, Botschaft der Palästinensischen Gebiete, Roland BIMO, Botschaft von Albanien, Valery VORONETS- KY, Botschaft von Belarus, Kairat SARYBAY, Botschaft von Kasachstan, Ismatullo NAS- REDINOV, Botschaft von Tadschikistan, Eve KÜLLI-KALA, OSZE-Ständige Vertretung von Estland Wirtschaft: Sberbank Deutschland Wladimir P. MATWE- JEW, Tiroler Tageszeitung-Marketingleiter Norbert ADLASSNIGG, Unternehmer Johannes AUSSERLANDSCHEIDTER, Wirtschaftskammer Tirol-Präsident Jürgen BODENSEER, Mediaprint-Geschäftsführer Axel BOGOSZ, GEBRO Holding-CEO Pascal BROSCHEK, Bergbahn AG Kitzbühel-Chef Josef E. BURGER, Wirtschaftskammer Kitzbühel- Bezirksstellenleiter Balthasar EXENBERGER, RISE-CEO und Universitätsprofessor Thomas GRECHENIG, Casino Kitzbühel-Direktor Gerhard HEIGENHAUSER, BFI Wien-Geschäftsführerin Valerie HÖLLINGER, Kitzbüheler Ski Club-Präsident Michael HUBER, Bundesweinkönigin Christina HUGL, Salesianer Miettex-Marketingleiter Reinhard IDL, Rauch Fruchtsäfte-Manger Marcel KILGA Fotos: café+co 22 | SOCIETY 2_2016

WIRTSCHAFT INTERVIEW Außenminister Sebastian Kurz mit UNO-Generalsekretär Ban ki Moon und Christoph Leitl 70 Jahre WKÖ SOCIETY sprach mit WKÖ-Präsident Dr. Christoph Leitl über das Jubiläumsjahr 2016 und die Zukunft der österreichischen Exportmärkte. Fotos: photonews.at/Georges Schneider, doris kucera In diesem Jahr feiert die Wirtschaftskammer Österreich gleich zwei Jubiläen – können Sie uns mehr darüber erzählen? Ja, wir dürfen 2016 den 70. Geburtstag der Wirtschaftskammer feiern. Aber 1946 war nicht nur die Geburtsstunde der WKÖ, es war auch der Beginn der Sozialpartnerschaft, die einen maßgeblichen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg und am sozialen Frieden unseres Landes hat. Anlässlich des Jubiläums unterstützt die WKÖ mehrere Sozialprojekte mit insgesamt 70.000 Euro. Eines dieser Projekte ist „Hope For Future“ in Kenia, wo in einer Lehrwerkstätte kenianische Lehrlinge durch österreichische Meister ausgebildet werden. In Österreich wird das Caritasprojekt „Am Himmel“ unterstützt, das sich der beruflichen Integration von Menschen mit Lernschwierigkeiten widmet. Dass das 70-Jahr-Jubiläum der WKÖ mit einem „runden“ Gedenktag ihres Gründervaters zusammenfällt, ist natürlich eine schöne Symbolik. Raab verband die Stärkung der Wirtschaft mit Wertorientierung. Mit dieser politischen Einstellung hat er auch die Sozialpartnerschaft vor 70 Jahren mitbegründet. Damals war sie das Überlebensmodell für das zerstörte Österreich, heute ist sie der Garant für eine erfolgreiche Bewährung unseres Landes in einer herausfordernden globalen Welt. Wie steht es gegenwärtig um den Export als eine der bedeutendsten Triebfedern der österreichischen Wirtschaft? Der Export ist nach wie vor eine der wichtigsten tragenden Säulen unseres Wohlstandes – diese Bedeutung wurde auch schon von Julius Raab erkannt und er setzte die ersten Schritte, um Exportmärkte für österreichische Firmen zu erschließen. Raab hatte vor 70 Jahren die Außenwirtschaftsorganisation der WKÖ gegründet, die heute als Außenwirtschaft Austria mit über 100 Stützpunkten weltweit vertreten ist. Dass der Exportmotor zurzeit ein bisschen langsamer läuft, ist der allgemein schwierigeren weltwirtschaftlichen Lage geschuldet. Dennoch werden wir auch 2016 und 2017 wieder „Alltime highs“ bei den Exporten schaffen. Das zeigt, dass die 55.000 österreichischen Exportunternehmen mit ihren innovativen und qualitativen Produkten sowie Dienstleistungen quer über den Globus auch unter erschwerten Bedingungen Erfolge feiern können. Wo liegen die Zukunftsmärkte für die österreichische Wirtschaft? Österreichs Wirtschaft ist sehr eng mit den Märkten der EU-Mitgliedsstaaten verflochten. Rund 80 Prozent der heimischen Ausfuhren gehen in diese Region. In Zukunft müssen unsere Unternehmen aber verstärkt in Überseedestinationen gehen, denn in Amerika, Asien und auch in Afrika liegt das größte Potenzial für unsere Exportwirtschaft. So legten die österreichischen Ausfuhren seit dem Jahr 2000 innerhalb Europas um rund 75 Prozent zu. Nach Afrika machte das Exportplus in den letzten 15 Jahren jedoch 112 Prozent aus, nach Amerika 160 Prozent und nach Asien sogar 198 Prozent. Dort spielt also die Musik, dort müssen unsere Firmen hin – und wir unterstützen sie dabei. • ZUR PERSON Dr. Christoph Leitl, Präsident des Österreichischen Wirtschaftsbundes und seit 2000 Präsident der Wirtschaftskammer Österreich wurde am 29. März 1949 in Linz geboren. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Leitl absolvierte das Doktoratsstudium in Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. INFO Wirtschaftskammer Österreich Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien Tel. +43 5 90 900 office@wko.at www.wko.at SOCIETY 2_2016 | 23