Kradblatt Ausgabe August 2019

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1. Lauf der MotoE

am Sachsenring

Eigentlich hätte die neue elektrische

Rennserie MotoE, ausgestattet mit seriennahen

Energica Ego Corsa Einheitsmotorrädern,

schon ihre ersten Läufe

absolviert, doch bei einem Großfeuer,

auslöst durch ein fehlerhaftes Prototypen-Ladegerät,

brannte im März bei Testläufen

im spanischen Jerez das gesamte

Fahrerlager mit allen 20 Motorrädern,

Werkzeugen, Rechnern usw. komplett ab.

Die Läufe in Jerez und Le Mans mussten

abgesagt werden und fieberhaft arbeitete

man bei Energica und den Zulieferern auf

den Lauf am Sachsenring hin, der am 7.

Juli ihm Rahmen der MotoGP stattfand.

Das Auftaktrennen des FIM Enel MotoE

World Cup auf dem Sachsenring war ein

harter Kampf um den Sieg, an dessen

Spitze vier Fahrer beteiligt waren. Der am

Vortag ausgefahrene E-Pole-Sieger Niki

Tuuli setzte sich mit seiner Ajo MotoE Energica

Ego Corsa gegen Bradley Smith (One

Energy Racing) und Mike Di Meglio (EG

0,0 Marc VDS) durch. Rang vier belegte

Hector Garzo vom Team Tech3 E-Racing.

Aufgrund des nächtlichen Regens und

den gemischten Bedingungen wurde das

Rennen von der Race Direction als „wet

race“ gestartet. Es war der ehemalige

MotoGP-Star Bradley Smith, der die Führung

übernahm als das MotoE-Feld in die

erste Kurve einbog. Der erfahrene Brite

versuchte sich abzusetzen, wurde aber

von Mike Di Meglio ein- und überholt.

Die beiden wechselten mehrmals ihre

Positionen und so konnten der Pole-Setter

Niki Tuuli sowie Hector Garzo, Matteo

Ferrari (Team Trentino Gresini), Alex De

Angelis (OCTO Pramac MotoE) und Xavier

Simeon (Avintia Esponsorama) die Lücke

nach vorne schließen.

In den folgenden Runden wechselten

die ersten drei sich an der Spitze ab und

schufen eine Lücke zum Verfolger. Alles

bereitete sich auf ein spannendes Finale

vor, doch leider führte eine Kollision zwischen

Eric Granado (Avintia Esponsorama)

und Lorenzo Savadori (Team Trentino

Gresini) in der fünften Runde zum Sturz

Savadoris und zu einem vorzeitigen Rennabbruch.

Die Wertung am Ende der fünften

Runde bestimmte so die endgültige Klassifizierung.

Mit Eric Granado auf dem achten

Platz vervollständigten die MotoGP-Ikone

Sete Gibernau (Join Contract Pons 40)

und Nico Terol (OpenBank Angel Nieto

Team) die Top Ten.

„Worte können nicht ausdrücken, wie

aufgeregt ich war, das Eröffnungsrennen

des FIM-MotoE-Weltcups endlich zu

sehen!“, sagte Livia Cevolini, CEO von

Energica. „Unsere Energica Ego Corsa-Maschinen,

die von diesen unglaublich

talentierten Fahrern gefahren werden,

haben eine tolle Show geboten und ich

Motorsport im Rückspiegel

Meet & greet im Paddock, CEO Livia

Cevolini und Kradblatt-Leser Gregor

kann es kaum erwarten, dass das

zweite Rennen beginnt. Wir sind sehr

zufrieden mit dem Verlauf des Wochenendes,

der Leistung der Motorräder und

auch der der Fahrer. Ein großes Dankeschön

geht an alle Beteiligten, an alle

bei Energica, die Tag und Nacht daran

gearbeitet haben und natürlich an alle

Fans, die unglaublich viel Unterstützung

gezeigt haben!“

Das erste MotoE-Podium:

Bradley Smith, Niki Tuuli und Mike Di Meglio

55

Energica und den FIM Enel MotoE World

Cup kann man vom 9. bis 11. August beim

zweiten Lauf auf dem Red Bull Ring in

Österreich wieder in Aktion sehen. Übertragen

werden die MotoGP und MotoE

Läufe von ServusTV. Mehr Infos findet

man online unter www.energicamotor.

com und auf www.speedweek.com.

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