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Hand und Auge

Hand und Auge

Conolly

Conolly und Elliott (1972) fassen grundlegende Beobachtungen zusammen. Die Entwicklung eines den Fingern (und der Handfläche) entgegengestellten Daumens und die Beweglichkeit, besonders des Zeigefingers, sind die Grundlage für den sogenannten “Feingriff” und die Anpassung des Greifvorganges an die Größe und Schwere des Gegenstandes (Kraft- vs. Feingriff). Diese Voraussetzungen sind bei den Primaten und beim Menschen gegeben. Dennoch gibt es eine evolutionäre Kontinuität mit vielfältiger Variation zu anderen Affen und Wirbeltieren. Gewisse Funktionen, wie das Laufen unter Zuhilfenahme der Handfläche, der Finger oder des Handrückens, gehören allerdings nicht mehr zum menschlichen Repertoire. Ein evolutionärer Vergleich läßt uns zumindest eine Reduktionslinie annehmen, die sowohl, was die Form der Hand als auch was ihre Funktionen angeht, vom Menschen zum Primaten, Affen und Wirbeltier führt. 10 Wir werden die Relevanz dieser Reduktionslinie später bei der semasiologischen Analyse von Hand sehen. Abbildung 8 zeigt eine Reihe von Händen aus der Primatenreihe mit der menschlichen Hand in der Primatenlinie. 10 Funktional ist der Übergang wichtiger Verhaltensformen vom Mund auf die Hand wichtig, d.h. der Mund wird entlastet und damit frei für verbale Kommunikation, die Hand muß instrumentelle Funktionen, etwa das Zerkleinern der Speise, übernehmen. Nach Pilbeam (1984: 108) legen die Zähne des Neandertalers (bis 40.000 v. Chr.) es nahe, daß er viele Fähigkeiten, wie etwa das Reinigen von Tierfellen, noch mit den Zähnen erledigte. 35

36 Abbildung 8: Die Hand des Menschen (im Zentrum) und homologe Organe anderer Säugetiere (Primatenlinie unten). Die ontogenetische Entfaltung der Funktionen der Hand geht der Sprache (im Erstpracherwerb) voraus. Conolly und Elliott (1975: 341 f.) unterscheiden die folgenden Phasen der Entwicklung beim Kleinkind: a) Die Phase des unvollständigen Schließens der Hand und die Ziehbewegung (auf Reflexbasis). b) Das visuell kontrollierte Greifen (nach etwa 4 Monaten, der Griff ist noch undifferenziert). c) Der Präzisionsgriff mit Fingern und Daumen (ab dem 8. Monat). Obwohl visuelle Kontrolle und Handmotorik beim Greifen koordiniert sind, wird die visuelle Kontrolle bald globalisiert (z.B. auf Objekte in der Umgebung gerichtet) und die Greif-Bewegung wird automatisiert, wodurch die Wahrnehmung entlastet wird. Die einzelne Hand ist Teil eines größeren Systems: Oberarm, Unterarm, Hand, die linke ist mit der rechten Hand koordiniert und die Bewegungen der vier Gliedmaßen sind in der Gesamtbewegung wiederum strikten Beschränkungen unterworfen. Diese Ebene komplexer Koordinationen zwischen Teilsystemen ist das ideale Anwendungsfeld der Synergetik. Die

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