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AZUBI BASICS Ostwestfalen

Azubi Basics - Das große Handbuch für den künftigen Auszubildenden mit vielen wertvollen Tipps zum Berufseinstieg

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cHEcKLISTE vor Ausbildungsbeginn Bald ist es so weit und du steigst ins Berufsleben ein. Du freust dich sicher und bist vielleicht ein bisschen aufgeregt. Doch bevor es richtig losgeht, brauchst du einen kühlen Kopf, um noch ein paar wichtige Dinge zu erledigen. Hast du schon eine Kontoverbindung? Bist du krankenversichert? Wie steht es um deine Steueridentifikationsnummer? Bereits vor dem Ausbildungsstart werden diese und noch weitere Nachweise sowie Dokumente von dir benötigt. Deshalb haben wir für dich eine Checkliste zusammengestellt, die du rechtzeitig abarbeiten solltest, denn sobald du deine Ausbildung beginnst, wirst du kaum noch Zeit dafür haben. Hier erfährst du, worum du dich vor Beginn deiner Lehre kümmern musst ... BanKKonto Ohne Moos nix los. Wenn du noch kein Bank- oder Girokonto haben solltest, dann ist es jetzt höchste Eisenbahn. Schließlich braucht der Arbeitgeber zu Beginn deiner Lehre deine Kontonummer, damit du dein Ausbildungsgehalt überwiesen bekommst. Suche dir eine geeignete Bank aus und eröffne ein Konto. Viele Banken bieten ein kostenloses Azubi- Konto mit Extras an. Vergleichen lohnt sich. versicherungen Von allen die wichtigste ist die gesetzliche Krankenversicherung. Sobald du eine Lehre aufnimmst, fällst du aus der Familienversicherung raus und musst dich selbst versichern. Wenn du krank werden solltest, dann übernimmt die Krankenkasse Arztbehandlungen und bezuschusst Arzneimittel. Des Weiteren empfiehlt sich eine Haftpflichtversicherung, die für Schäden an Gegenständen oder Personen aufkommt. Frag deine Eltern, ob sie eine haben, dann bist du wahrscheinlich bereits bei ihnen mitversichert. Falls du ein Auto brauchst, um zu deiner Ausbildung zu fahren, dann benötigst du eine Kfz-Versicherung für die Zulassung. Diese ist zu Beginn jedoch recht teuer. Bitte einfach deine Eltern, ob sie das Auto für dich anmelden können. sozialversicherungsausweis Wenn du dich krankenversichert hast, erhältst du den Sozialversicherungsausweis. Zur Sozialversicherung zählen Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung. Von deiner Bruttoausbildungsvergü- tung werden die Beiträge vom Ausbildungsunternehmen dafür abgezogen. Auf dein Konto bekommst du das Nettogehalt. Den Sozialversicherungsausweis brauchst du bereits zum Ausbildungsbeginn. steueriDentiFiKationsnummer Wenn du deine Steueridentifikationsnummer nicht kennst, dann kannst du diese auf der Webseite des Bundeszentralamts für Steuern abfragen. Diese musst du angeben, wenn du deinen Ausbildungsvertrag abschließt. Dein Arbeitgeber braucht sie für deine elektronische Lohnsteuerkarte, damit er gegebenenfalls die Lohnsteuer von deinem Ausbildungsgehalt abziehen kann. polizeiliches Führungszeugnis Für bestimmte Berufe brauchst du ein polizeiliches Führungszeugnis. Mit dieser Bescheinigung weist du nach, dass du keine Vorstrafen hast. Gegen eine Gebühr kannst du es dir bei der Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung ausstellen lassen. gesunDheitsBescheinigung unD gesunDheitszeugnis Für einige Berufe, und falls du unter 18 Jahre alt bist, brauchst du eine Gesundheitsbescheinigung, die deine gesundheitliche Eignung bestätigt. Diese kannst du dir beim Hausarzt ausstellen lassen. Beim Gesundheitszeugnis hingegen handelt es sich um eine Belehrung im Sinne des Infektionsschutzgesetzes und du brauchst sie, wenn du mit Lebensmitteln zu tun hast. Dieses erhältst du beim örtlichen Gesundheitsamt. [72]

dEr AuSBILdungSvErTrAg – die wichtigsten Fakten! Du hast es geschafft! dein Vorstellungsgespräch war super erfolgreich und jetzt hältst du deinen Ausbildungsvertrag stolz in den Händen. Gut gemacht! Was musst du nun beim Abschluss beachten, welche Unterlagen benötigst du und was muss alles im Ausbildungsvertrag stehen? Nimm den Vertrag zunächst mit nach Hause und lies ihn in Ruhe durch, bevor du ihn unterschreibst. Damit du nicht vor lauter Bäumen den Wald übersiehst, erfährst du in diesem Beitrag die wichtigsten Aspekte zu deinem Ausbildungsvertrag. wer unterschreiBt Den vertrag? Der Vertrag muss noch vor Beginn deiner Ausbildung schriftlich geschlossen werden und sowohl vom Ausbilder als auch von dir unterschrieben werden. Falls du noch minderjährig bist, dann unterschreiben ihn deine Eltern für dich. Wende dich bei Fragen umgehend an dein unternehmen. Der Ausbildungsvertrag wird anschließend an die zuständige Stelle, z. B. die Handwerkskammer oder die Industrie- und Handelskammer, geschickt. Nachdem kontrolliert wurde, ob der Vertrag den gesetzlichen Anforderungen entspricht, beispielsweise dass der Betrieb über die Ausbildereignungsqualität verfügt, wird er registriert, abgestempelt und an dein Ausbildungsunternehmen zurückgesendet. So kannst du sicher sein, dass alles korrekt ist. Ein Exemplar bleibt im unternehmen und das andere erhältst du. was muss Drinstehen? Diese wichtigen Punkte müssen laut Berufsbildungsgesetz im Ausbildungsvertrag festgehalten sein: • Berufsbezeichnung mit Ausbildungsinhalten und zeitlicher Abfolge der Ausbildung • Ausbildungsort • Dauer und Beginn der Lehre • Maßnahmen, die gegebenenfalls außerhalb des unternehmens durchgeführt werden • Gesamtarbeitszeit: täglicher Arbeitsbeginn und Arbeitsschluss • Dauer der Probezeit • Höhe der Ausbildungsvergütung und Zahlungszeitpunkt • Anzahl der urlaubstage • Regelung der Kündigung worauF muss ich achten, wenn ich noch minDerJährig Bin? Wenn du noch unter 18 Jahre alt bist, unterliegst du dem Jugendarbeitsschutzgesetz. Das bedeutet, dass du erst deine Ausbildung aufnehmen darfst, wenn du dem Ausbildungsunternehmen eine ärztliche Erstuntersuchungsbescheinigung vorgelegt hast. Damit sollen mögliche gesundheitliche Schäden durch deine Tätigkeiten vermieden werden. Dieser Nachweis darf höchstens 14 Monate alt sein. Im letzten Quartal des ersten Lehrjahres musst du zu einer Nachuntersuchung gehen, falls du in dieser Zeit die Volljährigkeit noch nicht erreicht haben solltest. welche DoKumente Benötige ich Für meinen arBeitgeBer? Mit der Bewerbung hat dein Ausbildungsunternehmen schon deine Zeugnisse und Nachweise erhalten. Weiterhin brauchst du deine Steueridentifikationsnummer, eine Mitgliedsbescheinigung deiner Krankenkasse, den Sozialversicherungsausweis, gegebenenfalls ein Gesundheitszeugnis oder ein polizeiliches Führungszeugnis sowie den ärztlichen Nachweis über deine gesundheitliche Eignung, falls du minderjährig bist. Zudem nennst du dem Ausbilder deine Bankverbindung, dein Geburtsdatum und deine Religionszugehörigkeit. Letztere braucht er lediglich für die Abgabe der Kirchensteuer. [73]