Kathai Magazin 04/2019

kathai

Vor Ihnen liegt die Frühjahrs-Ausgabe des Kathai-Magazins. Information und Unterhaltung zu deutsch-chinesischen Themen auf 122 Seiten. Das sind nochmal 24 Seiten mehr als im letzten Magazin. Kathai hat nunmehr registrierte 40,000 Leser und weitere 5,000 Hefte werden auf Messen verteilt. Für chinesische Verhältnisse ist das nicht ungewöhnlich, aber als rein deutschsprachiges Magazin ein Novum. In dieser Ausgabe machen wir einen Schwenk von der Textilindustrie über die Gesundheit hin zur Food&Beverages-Industrie. Allen drei Themen ist gemeinsam, dass sie direkt mit einer intakten Umwelt korrelieren. Die Durchsetzung der Wasserreinhaltungsgesetze, der Abfall- und Kreislaufwirtschaft, aber auch der Renaturierung (Phoslock, Agro-PV) haben in China an Fahrt aufgenommen. Die Zeit wird zeigen, ob die deutsche Klein- und Mittelständische Industrie daran teilhaben wird. Die Voraussetzungen sind ausgezeichnet. Werden die deutschen KMU mit der Start-Up-Kultur und der Verquickung des Lebens mit der IT in China zurechtkommen? Wir bei Kathai-Media sind da sehr zuversichtlich! Sven Tetzlaff (Asia Editor)

Paradoxerweise wird ihr mehr

„Wahrhaftigkeit“ im Gegensatz zum

dubitativen digitalen Bild (Peter Lunenfeld,

„Digitale Fotografie. Das dubitative

Bild“, 2000) unterstellt. Das

RAW-Bild ist in der Tat sehr roh,

während das analoge Negativ/ Dia

zahllose Interpretation, mit der Filmwahl,

Belichtung, Entwicklung ...

bereits über sich ergehen lassen hat.

Die analoge Fotografie kommt nicht

mit weniger Technik daher, sondern

mit viel mehr davon. Auf analog zu

setzen, ist keine Frage der Technikaffinität

oder gar Technikskepsis, sondern

eine Frage der Affinität zu beinahe

unbegrenzten Möglichkeiten.

Osten trifft Westen -

Jung trifft Alt

Die Firma CHAMONIX Camera Co.,

Ltd. wurde 2004 gegründet. Also

schon im digitalen Zeitalter, aber

noch lange vor der Analogrenaissance.

Yu Xiangs Intentionen für die

Firmengründung habe ich im o.g.

Artikel beschrieben. Ihm ging es

anfänglich darum, eine Kamera zu

schaffen, die all seinen Anforderungen

für Hobby und Beruf entsprach.

Digitalkameras konnten und

können dieses Pflichtenheft nicht

erfüllen.

Anfänglich wurden die CHAMONIX -

Kameras ausschließlich für einen

kleinen, privaten Kundenkreis gefertigt.

Der wuchs immer weiter an –

und dies ohne zusätzliches Marketing.

Der Vertrieb, soweit man überhaupt

davon sprechen konnte,

funktionierte auf Zuruf. Lediglich in

China gab es eine Struktur, die

modernen Aftersales-Anforderungen

entsprach – bis hin zur „Lifetime Warranty“.

Der wichtige europäische Markt

wurde mehr schlecht als recht aus

den USA über einen Zwischenhändler

bedient. Die Möglichkeiten, in

Deutschland eine CHAMONIX-

Kamera zu kaufen, waren stark

eingeschränkt und am besten mit

„rustikal“ zu umschreiben. Hinzu

kam, dass aufgrund des Fehlens einer

strikten Vertriebslinie, sehr viele Individualherstellungen

die Fertigung

verstopften. Es gab erhebliche Wartezeiten.

Grundsätzlich funktionierte

26 KATHAI MAGAZIN Ausgabe 04/ 2019

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