Kathai Magazin 04/2019

kathai

Vor Ihnen liegt die Frühjahrs-Ausgabe des Kathai-Magazins. Information und Unterhaltung zu deutsch-chinesischen Themen auf 122 Seiten. Das sind nochmal 24 Seiten mehr als im letzten Magazin. Kathai hat nunmehr registrierte 40,000 Leser und weitere 5,000 Hefte werden auf Messen verteilt. Für chinesische Verhältnisse ist das nicht ungewöhnlich, aber als rein deutschsprachiges Magazin ein Novum. In dieser Ausgabe machen wir einen Schwenk von der Textilindustrie über die Gesundheit hin zur Food&Beverages-Industrie. Allen drei Themen ist gemeinsam, dass sie direkt mit einer intakten Umwelt korrelieren. Die Durchsetzung der Wasserreinhaltungsgesetze, der Abfall- und Kreislaufwirtschaft, aber auch der Renaturierung (Phoslock, Agro-PV) haben in China an Fahrt aufgenommen. Die Zeit wird zeigen, ob die deutsche Klein- und Mittelständische Industrie daran teilhaben wird. Die Voraussetzungen sind ausgezeichnet. Werden die deutschen KMU mit der Start-Up-Kultur und der Verquickung des Lebens mit der IT in China zurechtkommen? Wir bei Kathai-Media sind da sehr zuversichtlich! Sven Tetzlaff (Asia Editor)

Das ist für uns auch heute

noch der Beginn der

Erfolgswelle. Wir lieferten

zwar nur eine kleine

Anwendung im Maßstab der

gesamten Getränkeindustrie,

oder dafuer doch spezifisch

und angesehen. Innerhalb der

Sartoriusgruppe sind wir nur

ein kleiner Bereich, wenn man

mal die Umsatzzahlen sieht.

Dennoch, unsere Reputation

hier ist hoch, man kennt uns

und wenn man von

Bierfiltration spricht, dann

nennt man uns im gleichen

Atemzug.

Kathai: Bekanntlich begann

der Siegeszug des Bieres - in

seiner heutigen Form - 1903

mit der kleinen Germania-

Brauerei in Tsingtao/ Qingdao.

Heute ist Bier das

akzeptierteste Getränk neben

Tee in China - oder?

Modrok: Ja und man kann die

Geschichte heute noch

eindrucksvoll in dem

Brauereimuseum

der

Tsingtao-Brauerei

nacherleben, wo viele Anlagen

aus der Zeit aus Deutschland

zu sehen sind. Das ist mit

Sicherheit einen Besuch wert.

Vor allem, wenn man die

Pionierarbeit der deutschen

Braukunst in China erkunden

möchte. Das Museum

demonstriert eindrucksvoll,

wie schön man alte Anlagen

erhalten kann. Uns deutsche

Braumeister freut dieses

Engagement der Chinesen

sehr und erfüllt mich ein

wenig mit Stolz.

Aber, heute brauen wir ganz

andere Biertypen, als noch

vor über hundert Jahren.

Hinzu kommt die Anpassung

an den chinesischen

Geschmack.

Diese

chinesischen Biere haben

weltweit ihre Fans und

erfüllen einen hohen

Qualitätsstandard.

Neben der Tsingtao-Brauerei

sind alle anderen Brauereien

technologisch auf dem

höchsten Stand. Die können

mit jeder Brauerei in Europa

mithalten. Z. T. sind sie sogar

Trendsetter im Bereich neuer

Technologien.

Kathai: Wenn man in China in

den Supermarkt geht, sind

deutsche Biere sehr

dominant. Meines Erachtens

nehmen die sogar zu. Wie ist

ihre Wahrnehmung?

Modrok: Es gibt in China

einen eindeutigen Trend zu

hochwertigen Bieren. In der

Vergangenheit war Bier das

alkoholische Volksgetränk.

Die letzten Jahre kam hier der

94 KATHAI MAGAZIN Ausgabe 04/ 2019

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