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Wir hofften jedes Jahr noch ein weiteres Symposium machen zu ...

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Werner

Werner Leinfellner Das Oeuvre Werner Leinfellners ist ebenso beachtlich wie umfangreich. Werner Leinfellner hat mit seinen Arbeiten zur Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie, zur Konfliktforschung und Spieltheorie einen wichtigen Beitrag zur philosophischen Landschaft der Gegenwart geleistet. Er hat in Graz und Wien studiert, wo wir uns übrigens vor etlichen Jahrzehnten im Seminar von Leo Gabriel zum ersten Mal begegnet sind — er war damals mit seiner Habilitation, ich mit meiner Dissertation beschäftigt. Er lehrte dann in Wien am Institut für Höhere Studien, bevor er einem Ruf an die University of Nebraska folgte. Werner Leinfellner war als Gastprofessor an verschiedensten Universitäten tätig, ich erwähne nur Heidelberg, Wien und Taipeh. Er war von 1977 bis 1991 Vizepräsident der Wittgenstein Gesellschaft. Von seinen zahlreichen Ehrungen ist das im Jahre 1994 verliehene Ehrendoktorat der Universität Graz zu erwähnen, ebenso wie seine Zugehörigkeit zu zahlreichen wissenschaftlichen Gesellschaften. Werner Leinfellner hat sich zunächst mit Problemen der Wissenschaftstheorie, der Erkenntnistheorie und der Semantik beschäftigt. Von seinen Büchern auf diesem Gebiet seien nur zwei erwähnt: Struktur und Aufbau wissenschaftlicher Theorien und Einführung in die Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie. Von diesem Buch wurden 65.000 Exemplare verkauft, eine Zahl, zu der ich ihm nur neidvoll gratulieren kann. Werner Leinfellner hat sich intensiv mit komplexen und dynamischen Systemen beschäftigt und im Rahmen der Spieltheorie auch wesentliche Beiträge zur Konflikt- und Risikoforschung geleistet. Zusammen mit Elisabeth hat er auch Forschungen auf dem Gebiet der Ontologie und Semantik betrieben und die Rolle der Wissenschaften und der Technik in unserer Gesellschaft positioniert. Im Gegensatz zu Wittgenstein, mit dem er sich ebenfalls intensiv auseinandersetzte, war er der Meinung, dass die Wissenschaft sehr wohl dazu beiträgt, unsere Lebensprobleme einer Lösung zuzuführen. Ich spiele damit auf das berühmte Wort Wittgensteins an: „Wir fühlen, dass, wenn alle möglichen wissenschaftlichen Fragen beantwortet sind, unsere Lebensprobleme noch gar nicht berührt sind.“ 73

Seine Tätigkeit in der ÖLWG war vor allem im Jahr 1991 wichtig, als es anlässlich der Einladung des australischen Philosophen Peter Singer zu einer schweren Krise gekommen war. Er und Elisabeth haben auch wesentlich dazu beigetragen, dass die Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten sich auch anderen philosophischen Richtungen geöffnet hat. Ein Zeichen dafür ist auch die Einladung an mich, dem Vorstand beizutreten, galt doch Wien lange Zeit als ein der Philosophie Wittgensteins und der analytischen Philosophie ablehnend gegenüberstehendes, ja feindliches Lager, während aus der Perspektive der Wiener Philosophie die analytische Philosophie nur an den sogenannten österreichischen Provinzuniversitäten Wurzeln schlug. Wittgenstein und der Wiener Kreis wurden dementsprechend in Wien lange Zeit nicht beachtet. Ich erinnere mich auch noch an ein von mir moderiertes Streitgespräch zwischen dem heute auch geehrten Rudolf Haller und Erich Heintel in Wien, wo ich mich eher in der Rolle eines Ringrichters fühlte. Inzwischen haben sich die Zeiten geändert und die Offenheit und Dialogbereitschaft innerhalb der Philosophie ist größer geworden. Ich glaube, dass dies ein gutes Zeichen für die Zukunft ist und dass die ÖLWG durchaus auch dazu einen beachtlichen Beitrag geleistet hat. Liebe Elisabeth, lieber Werner, ich gratuliere Euch zu und danke Euch von Herzen für Eure Tätigkeit. Ich tue dies nicht nur als Vorstandsmitglied der ÖLWG, sondern auch in meiner Funktion als Dekan der Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft. Wenn auch Eure Tätigkeit im Vorstand der Gesellschaft zu Ende geht, die philosophische und freundschaftliche Verbundenheit wird ebenso wie Eure vergangenen und zukünftigen Beiträge zum Gedeihen der Gesellschaft bleiben. Laudatio gehalten anlässlich des Ausscheidens von Elisabeth und Werner Leinfellner aus dem Vorstand der ÖLWG, am 29. IWS 2006 in Kirchberg am Wechsel. 74

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