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91. Spengler Cup Davos - Jahrbuch 2017 (30-er Jahre)

Spengler Cup Davos 2017 : Der ganze Stolz der Schweiz Mit der Teilnahme der Schweizer Nationalmannschaft ist der Spengler Cup in seiner 91. Auflage ein weiteres Stück gewachsen. Der Stolz der Eidgenossen wird in der Altjahrwoche im Bündnerland zu Hause sein und soll das ganze Land emotional verbinden. Sportlich gilt der Fokus des Teams den Olympischen Spielen. Bevor am 10. Februar im südkoreanischen Pyeongchang das olympische Eishockeyturnier mit Schweizer Beteiligung beginnt, nutzt die eidgenössische Auswahl den Spengler Cup in Davos als Prüfstein für den grossen Auftritt. Und immer wenn die Schweizer Eishockeymänner als Nation im Einsatz sind, blickt ihnen auch Hansruedi Bächinger auf die Kufen. « Ich bin ein stolzer Schweizer », erklärt der 54-jährige Poststellenleiter aus Arosa. Seine Passion ist das Reisen. Sein Bekenntnis zur Schweizer Eishockeyequipe führt Bächinger stets an die Austragungsorte der Weltmeisterschaften. Egal ob im Stadion, auf der Fanmeile oder in der Fernsehübertragung – « Bächi » sticht mit seiner orangefarbenen Perücke sofort ins Auge. Eishockey verbindet Eines haben der Spengler Cup in Davos und die Eishockey-WM gemeinsam. « Der Zusammenhalt unter den Fans ist einfach genial », spricht Bächinger von grosser Freundlichkeit unter den Eishockeyanhängern der verschiedenen Teilnehmer. Früher wurden zahlreiche : Hansruedi Bächinger: Dank der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft spazierte er gar in Moskau. Unterschriften der Nationalspieler auf einer grossen Schweizer Fahne gesammelt, heute zählt neben der ständig wachsenden Sammlung von Programmheften pro Jahr ein Fotobuch zu seinen Reliquien. « Mein ganzer Stolz ist der Retrodress mit der Nummer 23 von Thierry Paterlini, mit dem die Schweizer bei der WM in Québec gespielt haben. Dieser Dress kommt mit zu jeder WM », erinnert sich Bächinger an seinen Besuch in Kanada – dem Mutterland des Eishockeys. Neben der Schweiz ist mit dem Team Canada auch eine Auswahl von kanadischen Spielern beim diesjährigen Spengler Cup vertreten. Nationalmannschaft macht Spass Das Schweizer Eishockey hat sich in jüngster Vergangenheit stark verbessert, und von der höchsten Niederlage in der Geschichte – am 30. Januar 1924 Nico Hischier rockt NHL-Draft Ein Schweizer als Nummer eins Das hat die Welt noch nie gesehen – Runde eins, Pick eins geht an einen Schweizer. Der junge Walliser Nico Hischier wird das Schweizer Eishockey nachhaltig erfreulich verändern. Beim NHL-Draft 2017 sicherten sich die New Jersey Devils den 18-jährigen Stürmer. Zum ersten Mal wurde ein Schweizer als « First Pick » gewählt und übertrumpfte mit diesem historischen Erfolg auch Landsmann Nino Niederreiter, der im Jahr 2010 von den New York Islanders an fünfter Stelle des Drafts gezogen wurde.

2017: DAS SIND DIE TEAMS 37 verlor die Schweiz gegen Kanada mit 0 : 33 – will freilich niemand mehr etwas wissen. Bei der letzten WM konnten die Kanadier von den Eidgenossen in die Knie gezwungen werden: In der Verlängerung sicherte Fabrice Herzog ( 22-jähriger Stürmer des ZSC Lions ) den « Eisgenossen » den 3 : 2-Erfolg. Jetzt zählt Olympia! Und wie lange die Träume von der ersten olympischen Medaille der Eishockeymänner seit 1948 ( damals in St. Moritz ) geträumt werden dürfen, könnte sich bereits beim Spengler Cup in Davos ein wenig abzeichnen. Auf jeden Fall ist es dem Nationalmannschafts-Coach Patrick Fischer gelungen, den Appetit einer ganzen Nation zu wecken. Abgesehen davon, dass die Nationalmannschaft Bächinger eine gute Portion Spass vermittelt, ist der Familienvater auch im täglichen Leben tief mit dem Eishockeysport verbunden. Seine drei Söhne spielen im Nachwuchs und der Vater fungiert bei den Heimspielen des EHC Arosa als Speaker. « Der eine Club ist etwas erfolgreicher, dafür ist der andere Ort noch eine Spur schöner », kommentiert Bächinger den « Clinch » zwischen den zwei Bündner Feriendestinationen Davos und Arosa. Zwar ist die Einladung der Schweizer Nationalmannschaft für den Spengler Cup nichts Neues – zuletzt trat die nationale Auswahl im Jahr 1979 an –, garantiert dem Traditionsturnier in seiner 91. Auflage jedoch auf jeden Fall zusätzliche Brisanz. : Patrick Fischer ( rechts ), von 1999 bis 2003 Spieler des Hockey Club Davos, kehrt als Schweizer Nationaltrainer zum Spengler Cup zurück, zusammen mit seinem Assistenzcoach Christian Wohlwend. : Die Schweizer Nationalmannschaft will in Davos als Einheit auftreten und damit die Schweizer Fans zum Jubeln bringen.