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ei Wechssler stets mit

ei Wechssler stets mit WV (= Werkverzeichnisnummer) angegeben. Auch wenn die vorliegenden Zeichnungen aus dem Nachlass nicht signiert sind, so dient doch der Vergleich mit den Katalognummern des Werkverzeichnisses der Absicherung und Einordnung ins Oeuvre von Fries. Die Aspekte, unter denen die vorliegenden Papierarbeiten betrachtet werden sollen, ergeben sich aus den Beobachtungen, die bei der Bearbeitung der Originale gemacht werden konnten. Mit ihnen gewinnt man manch erhellenden Einblick in die Arbeitsweise des Künstlers, damit quasi auch in einige seiner Ateliergeheimnisse. Primär geht es hier um Landschaftsdarstellungen, denn auf diesem Gebiet hat Ernst Fries vorrangig gearbeitet und eine große Meisterschaft erlangt. Zunächst geht es um die Frage nach Kopien, die Fries nach fremden Vorlagen angefertigt hat. Kopien nach älteren Vorlagen, oftmals Druckgrafik älterer Meister, waren gang und gäbe in der künstlerischen Ausbildung, insbesondere der Landschaftsmaler des 19. Jahrhunderts und davor. Aufschlussreich ist aber auch die Häufung von Kopien nach Zeichnungen von Künstlerkollegen, wie zum Beispiel Heinrich Reinhold (1788 – 1825) – ebenfalls Landschaftsmaler -, die sich auch bei Fries finden. 2 Der zweite Aspekt betrifft den Umgang mit Bäumen und deren Individualität bzw. Funktion innerhalb einer Komposition. Die Bandbreite reicht hier vom detailreichen Studium eines einzelnen Baumes bis hin zum abstrakten Zeichen, das beispielsweise nur in der wolkigen Form von Kronen noch an Laubbäume erinnert. Seltener findet man eine besondere Baumart spezifiziert. Die dritte spannende Frage gilt der Umarbeitung eines Motivs von der Studie/Naturaufnahme vor Ort hin zum eingeengten, „komponierten“ Ausschnitt. Es ist zu diskutieren, ob Fries die gleiche Ansicht zweimal vor Ort unterschiedlich gezeichnet hat oder ob er im Nachhinein einen Ausschnitt aus einem größeren Zusammenhang, den er vor Ort studierte, für eine bildmäßige Fassung später herauskopiert hat? Schließlich geht es um die Charakterisierung von Arbeiten, die er zweifellos erst im Anschluss an seinen Italienaufenthalt ausgeführt hat, – sei es zum einen die Studie aus der Umgebung von Heidelberg, sei es zum anderen die farbige Ausarbeitung eines italienischen Motivs in bildmäßiger Fassung analog zum komponierten Gemälde. 16

Folgende Zeichnungen sind Gegenstand meiner Betrachtungen (die Nummern beziehen sich auf den Katalog): 1 Rheinlandschaft mit Burg Sooneck, 24. Juni 1819 Pinsel in Grau über Bleistift auf chamoisfarbenem Velin, 27.3 x 45.9 cm Bez. links unten mit brauner Tinte: „Hoheneck am Rhein, Juny 1819“ Wasserzeichen: F H F 5 Rocca di Mezzo, vicino a Civitella mit Blick auf die Monti Ruffi. In der Ferne das Bergdorf Rocca Canterano, um 1819 Feder in Grau, grau laviert, über leichter Bleistiftzeichnung auf cremefarbenem Velin, 15.5 x 21.4 cm (Maße der Darstellung) Darüber: Zwei Landschaftsskizzen von der Rheinreise Juni 1819, Bleistift, 23.0 x 26.0 cm Blattgröße gesamt: 43.5 x 25.9 cm Verso: Zwei einzelne Bäume in Blatthöhe nebeneinander, Bleistift Bez. verso rechts vom linken Baum in Bleistift: „In der Natur viel dichter als da“ 6 “Bey Geislingen, 1819” – “Geislingen, 1819”. Geislingen aus der Ferne, mit dem Ödenturm oberhalb der Stadt (2 Ansichten übereinander) Pinsel in Grau über Bleistift auf grauem Papier, 40.3 x 29.9 cm Verso oben: Blick durch die Hauptstrasse von Geislingen, Bleistift Verso unten: Altarnische, Bleistift Bez. recto jeweils links unten in Bleistift: „Bey Geislingen Novemb. 1819“ (oben), „Geislingen Novemb. 1819“ (unten) 9 Studienblatt mit Laubbäumen und Füchsen, um 1820 Bleistift auf gelblichem Velin, 44.8 x 27.4 cm Wasserzeichen: Initialen F H F (Wechssler S. 389) Nach Wechssler benutzte Fries dieses aus einer deutschen Papiermühle stammende Papier bis Herbst 1823 11 Burgruine Hohenstein bei Bad Schwalbach im Taunus, 3. Juni 1821 Bleistift auf chamoisfarbenem Velin, 23.8 x 32.5 cm 13 Lagerndes Paar am Fuß einer Burgruine Feder in Braun, braun laviert, über Bleistift auf Bütten, 17.0 x 21.4 cm Verso: Sitzende junge Frau mit langem, weiten Rock, den Kopf auf die gefalteten Hände gestützt, im Profil nach rechts, Bleistift Bez. verso unten links von späterer Hand in Bleistift: „Ernst Fries 1801 – 33“ Wasserzeichen: Fragment einer Traube 14 Königssee bei Berchtesgaden, September 1821 Bleistift auf cremefarbenem Velin, Bleistift umrandet, 28.9 x 44.6 cm Wasserzeichen: Turkey Mill J Whatman 1817 15 Studie zu einer Zwillingstanne, September 1821 Feder in Schwarz über Bleistift, teilweise sichtbare Umfassungslinie in Bleistift am Oberrand, auf chamoisfarbenem Zeichenkarton, 32.3 x 32.0 cm 16 Freistehende Laubbäume in der Nähe eines Bauernhauses, 1821 Feder in Grau, grau laviert, über Bleistift auf chamoisfarbenem Büttenkarton, 32.0 x 39.7 cm 17

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    33 Brunnen am Weg vor einer römisc

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    43 Studie einer verknorpelten alten

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    66 Capri, um 1844. Feder in Braun u

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    67 Ischia, Küstenlandschaft, Somme

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    69 Concordia-Tempel, Agrigent, Somm

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    76 Felsige Küste mit kleinem Boot

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    78 Küstenstreifen bei Palermo, Som

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    80 Studie mit Bäumen und Büschen,

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    82 Landschaft mit Kirche bei Syraku

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