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19. FNP-Änd., Stadt

19. FNP-Änd., Stadt Bad Arolsen, STT Mengeringhausen Umweltbericht mögliche Quartierstandorte oder Jagdgebiete (betrifft bau- und anlagebedingte Auswirkungen) sowie Transfer- oder Jagdflüge (betriebsbedingte Auswirkungen) gegeben sein können. Die Potenzialabschätzungen zum Vorkommen weiterer Arten des Anhang IV, für die keine eigenständigen Untersuchungen durchgeführt wurden, erfolgten auf Grundlage von Informationen zu Habitatansprüchen und Verbreitungsgebieten durch ausführliche Daten- und Literaturrecherchen sowie der gegebenen Biotopausstattung. Für die einzelnen Taxa wurden hierbei v. a. folgende Werke herangezogen: • Säuger ohne Fledermäuse (BFN 2003, 2004, 2006, 2007; GALL & GODMANN 2003; BITZ 2003) • Amphibien (AGAR & FENA 2010, BFN 2003, 2004, 2006, 2007, 2009B) • Reptilien (AGAR & FENA 2010; BFN 2003, 2004, 2006, 2007, 2009B; KOLLING ET AL. 2008, NICOLAY & ALFERMANN 2003A, B) • Tagfalter und Widderchen (BFN 2003, 2004, 2006, 2007, 2009B; HMUELV 2009) • Libellen (BFN 2003, 2004, 2006, 2007, 2009B) • Käfer (BFN 2003, 2004, 2006, 2007, 2009B; GEISER 1998) • Weichtiere (BFN 2003, 2004, 2006, 2007, 2009B) Nach derzeitigem Kenntnisstand sind keine nicht ausräumbaren Hindernisse durch den Besonderen Artenschutz bekannt. Schutzgut Boden Das Schutzgut Boden als Lebensgrundlage für Menschen, Tiere, Pflanzen und Bodenorganismen erfüllt unterschiedlichste Funktionen im Naturhaushalt. So ist es z.B. für die Wasser- und Nährstoffkreisläufe, die Filterung und Pufferung, die Stoffumwandlung, die Grundwasserschutzfunktion sowie als Archiv der Natur- und Kulturgeschichte von besonderer Bedeutung. Standortbeschreibung und Bewertung des derzeitigen Zustands Nach Angaben aus dem Forsteinrichtungswerk für den Stadtwald Bad Arolsen (HESS. FORSTAMT DIEMELSTADT 2006) bilden im Wesentlichen Mittlerer Buntsandstein und Unterer Buntsandstein die geologischen Ausgangsgesteine. Darüber haben sich Böden aus einer oder mehreren Schuttdecken gebildet. In Abhängigkeit vom Ausgangssubstrat sind die Bodenarten unterschiedlich. Im Mittleren Buntsandstein dominiert Sand als Hauptfraktion. Im Unteren Buntsandstein kommen daneben auch wesentliche Lehm- und Tonanteile vor. Die oberste Bodenschicht (das Decksediment) weist häufig strukturverbessernde Lößlehmanteile auf. Aus dem Löß stammen Schluffanteile mit Schwerpunkt in der oberen Bodenschicht. In Abhängigkeit vom Ausgangsmaterial, dem Gelände und der Exposition haben sich im Plangebiet unterschiedliche Bodentypen gebildet. Es überwiegen jedoch Braunerden und Parabraunerden. Nach den Angaben aus dem Landschaftsplan der Stadt Bad Arolsen (BÜRO ASP GMBH 2004) sind die Braunerden über dem Unteren und Mittleren Buntsandstein zum Teil podsolig oder podsoliert, d.h. es hat eine Umlagerung metallorganischer Verbindungen durch sickerndes Wasser stattgefunden. Parabraunerden finden sich vorwiegend an den unteren Hängen entlang der Bachtäler sowie an ostexponierten Hängen. Die Böden im Plangebiet haben eine durchweg mittlere Nährstoffversorgung, sind vorwiegend skelettarm, tiefgründig und gut wasserspeichernd. PNL – Planungsgruppe für Natur und Landschaft, Raiffeisenstr. 5, 35410 Hungen, Tel.: 06402/512540 Seite 34

19. FNP-Änd., Stadt Bad Arolsen, STT Mengeringhausen Umweltbericht Die Hauptnutzungsart im Plangebiet ist Wald. Es ist deshalb davon auszugehen, dass die Naturnähe des Bodens hoch ist. Altlasten, Altablagerungen oder Altstandorte sind gemäß den vorhandenen Unterlagen nicht bekannt. Prognose über die Entwicklung des Zustands bei Durchführung der Planung Im Zuge der Realisierung der geplanten Windenergieanlagen kommt es zu Neuversiegelungen, die mit nachteiligen Auswirkungen auf den Boden verbunden sind. Zu den erforderlichen Baumaßnahmen zählen neben der Errichtung der Anlagen die zugehörigen Fundamente und Zuwegungen sowie der Anschluss an das Energienetz und die Telekommunikation (Erdkabel). Die Größe der versiegelten oder in anderer Weise befestigten Fläche sowie der Bereiche, die ggf. einer Bodenverdichtung unterliegen, ist vor allem abhängig von der Anlagengröße und dem Anlagentyp. Für eine erste Einschätzung der dauerhaften Flächenbeanspruchung können Werte aus vergleichbaren Windparks in Waldgebieten herangezogen werden. Demnach kann grob mit einer dauerhaften Flächeninanspruchnahme von ca. 0,5 ha pro Windenergieanlage gerechnet werden. Hinzu kommen die Flächen, die während des Aufbaus und des Transportes der Anlagen temporär in Anspruch genommen werden. Durch die Integration der Transformatoren in das Maschinenhaus der Windenergieanlagen wird die Versiegelung von Flächen reduziert bzw. gemindert. Da auf Ebene der Flächennutzungsplan- Änderung die Anlagenkonfiguration jedoch noch nicht abschließend feststeht, ist der Umfang der Neuversiegelungen bisher noch nicht abschließend bestimmt. Die detaillierte Bilanzierung der Flächeninanspruchnahme erfolgt im nachfolgenden Genehmigungsverfahren gem. BImSchG. Die dauerhafte Zerstörung oder Minderung einzelner Bodenfunktionen ist in der Landschaftspflegerischen Begleitplanung entsprechend zu kompensieren. Die Erschließung der Windkraftanlagen soll über vorhandene ausgebaute Wirtschaftswege erfolgen. Die notwendigen Zuwegungen zu den Standorten sind somit bereits vorhanden. Von den vorhandenen Waldwirtschaftswegen sollen ca. 4 m breite Stichwege auf möglichst direktem und kürzestem Weg zu den Windkraftanlagen abzweigen. Durch die Positionierung der geplanten Anlagen im unmittelbaren Umfeld der vorhandenen Wirtschaftswege und die Orientierung an bestehenden Strukturen bzw. ausgebauten Wegen und Flächen, wird der Flächenverbrauch gering gehalten und der Eingriff in das Schutzgut Boden minimiert. Während der Bauphase benötigen die Transporter für die Anlieferung der Windkraftanlagen in den Kurven eine breitere Wegbreite (6,50 m). Für die Anlieferung werden die Kurven mit einem Außenradius von ca. 28 m angelegt. Weiterhin sind Stellflächen zur Errichtung und Wartung der Anlagen notwendig. Bei der Bauabwicklung werden jedoch auch die Wege temporär als Stellflächen genutzt, was eine geringere Bodeninanspruchnahme bedingt. Als zusätzliche Minimierungsmaßnahme ist die Verwendung wasserdurchlässigen Baumaterials (Schotter) für die Kurven, Wege und Stellflächen vorgesehen. Die Funktionen des Bodens bleiben damit in eingeschränktem Umfang gewahrt. Die geschotterten Flächen der Arbeitsbereiche sind zudem nach Abschluss der Arbeiten zurückzubauen, sofern sie nicht der weiteren Erschließung der Windkraftanlagen dienen. Im Zusammenhang mit den bauzeitlichen Aktivitäten kommt es durch Druckeinwirkungen im Bereich der Kranstellflächen, Vormontageflächen und Zuwegungen zu einer Minderung von Bodenfunktionen. Ein weiterer Flächenbedarf entsteht durch die Errichtung der Kabeltrasse. Dabei bedingt die Verlegung von Erdkabeln in einem kleinflächigen Bereich eine Bodenumlagerung und – durchmischung. Der durch den Bodenaushub für Fundamente, Zuwegungen und Stellflächen PNL – Planungsgruppe für Natur und Landschaft, Raiffeisenstr. 5, 35410 Hungen, Tel.: 06402/512540 Seite 35

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