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Editorial - Quickborn. Vereinigung für niederdeutsche Sprache und ...

Editorial - Quickborn. Vereinigung für niederdeutsche Sprache und ...

Rezensionen steiht he

Rezensionen steiht he dor: Wolfgang, de Transvestit, de hier al mol för sien niee Rull öben wull. Een Knall-Effekt, de dütt dösig Theaterstück denn doch noch een besünnern Schlag gifft. Dat nu an’t End dat nochmol an de Döör pingelt, hest du di wohrschienlich al dacht. Jo, nu kümmt de wohre Britta rin (woans heet de denn nu? Is dat nu Eva Schöne?), een schmucke, frische Deern, mit de de Ool nu noh Las Vegas afdüsen will. As ick hier nu graad den Schlußpunkt setten wull, keek ick tofällig op dat BILD-Blatt dat de Minsch dor güntöber opslogen harr, un de fette Öberschrift full mi in’t Oog: Rentenexperten warnen: Die Alten beuten die Jungen aus! – Awers ick meen: Nu man nich gliek allemann op de Olen dol! Ohn de geef dat doch ok so’ne bunten Theaterstücken nich! Cord Denker P.S. För den Fall, dat op de Ohnsorg- Bühn mol wedder Gebuurtsdag fieert ward, wull ick dorop henwiesen, dat „Viel Glück und viel Segen“ ok op Plattdüütsch vörliggt in dat Noordelbisch Gesangbook vun 2001, Nr. 225: „De Freid is togegen. Wi wünscht di den Segen. Dien Hart schall sik högen. Gott stah di to Siet!“ C.D. Tein Tein Joor Joor Joor Schummerstünn Schummerstünn Se hebbt mit 4 Vörstellen in dat Krügersche Huus anfungen. Nu sünd dat 8 Termine an Freedag un Sünnobend in de Vörwiehnachtstied. Inlodt ward in de Theaterwarksteed vun de Nedderdütsche Bühn in Geesthacht. 104 Tokie- 66 ker passt in den Ruum und meisttieds sünd de Korten in een poor Stünn weg. Bi de Nohmiddags-Vörstellen gifft dat Koffee un sülvstbackd Koken, obends Brood un Beer orer Wien. Sünd de Töllers leddig, geit dat los mit Musik und lütte Sketche. Dor ward denn Möbel up de lütt Bühn stellt, för jedeen Stück wat anners. Dor sitt denn ton Bispill op een Siet, mit Blick up een open Döör, de Vadder up de Telefonbank, in de Eck steiht ’n lütt Schapp. He telefoneert mit sien Fründ. De sitt mit den Rüch to em an een Disch, ’n Lamp steiht dor up, he hett dat Radel vun de Zeitung upslaan. Met eer Saak kummt se nich recht to Putt, wieldat de Vadder jümmer wedder sien Söhn beropen mutt, de achter de Döör Dummtüch mokt. De Mannslüd an’t Telefon kummt meist in Striet, wokeen nu den annern anropen hett. Arne Kloodt speelt all lang Johrn up de grote Bühn, wo de Nedderdütschen twee Stücken in’t Johr mookt. Mario Freese is betto man eenmal dor bi west. För Leon Kloodt (8), den Söhn vun Arne, duert dat wiss noch mit de grote Bühn, man dat Talent hett he all wiest in dat Sück „Beter as all de annern“. Mit lute klore Stimm verkloort he Sarah Meier (8), de sick to em up de Goornbank sett, watt he allns beter kann as de annern in sien Öller. De Sketch is vun Marianne Kurtz schreben, se hett ook dat Leit vun de Nedderdüütsche Bühn in Geesthacht. Bi de Schümmerstünn köönt se all mol dorbi ween, so as Cheyenne Goldhahn (12) dat nu all sössmal weer. Dieter Jebens mookt eegens „Bühnebau“, ditmol hett he schauspeelert, jüst so as Sabine Böhn, de annertieds de Maske mookt. Dorbi

weer’n ok wedder Joana Land-Zwengel (20), Annika Grimm (19) und Kim Treffan (22). Se sünd all dree bi de Schümmerstünn anfungen un stoht nu af un an met op de grote Bühn. Dit Tosomenspeel vun Jung un Old, Anfänger un erfohren Lüüd, mit Klönsnack und Musik, mookt de Schümmerstünn jedeen Johr to’n Beleevnis. Christl Twenhöfel Düsse Düsse letzte letzte Sommer Sommer „Düsse letzte Sommer“ spielt in den Achtzgerjahren in einem fiktiven norddeutschen Dorf „Lichtenbüll“. Das Stück liegt seit über zwanzig Jahren im Mahnke-Verlag vor, wird aber kaum gespielt. Es handelt vom Selbstmord eines jugendlichen Schwulen – der Hauptfigur „Momme“. Dieser lebt zunächst unbeschwert in einer idyllischen Dorfwelt und bereitet sich, als ca. Achtzehnjähriger, auf die Übernahme seines väterlichen Bauernhofs vor – getragen von Liebe und Stolz seiner Eltern und der Anerkennung der Dorfgemeinschaft. Als aber der Aussteiger „Hannes“ auf Besuch ins Dorf zurückkommt, gerät alles ins Wanken: „Momme“ und „Hannes“ verlieben sich ineinander und werden in ihrer ersten Umarmung vom Altbauer „Arens“ im Moor beobachtet und sofort im Dorf diffamiert. Für „Momme“ lösen sich nicht nur seine Freundschaft zu „Beate“ auf, sondern auch alle im Kindesund Jugendalter gewachsenen Beziehungen im dörflichen Leben. In einer Traumszene von „Momme“ mitten im Stück kommt beklemmend zum Ausdruck, wie die Dorfidylle zerstört wor- Rezensionen den ist und das wahre Gesicht der Menschen offenbar wird: Der schlafende „Momme“ wird auf einer abgedunkelten Bühne gespenstisch umkreist von seiner Familie, seinen bisherigen Freunden und anderen Dorfbewohnern, die mit flackernden Laternen in den Händen den „Momme“ umrunden und bedrohen. Als sein Vater und andere erwachsene Dorfbewohner – Wirt, Onkel, Nachbar – versuchen, „Momme“ mit pseudo-medizinischen Argumenten und mit Gewaltandrohungen von seinem homosexuellen Weg abzubringen, schneidet dieser sich am Ende die Pulsadern auf. Das ist wahrhaftig eine mutige Vorlage für eine Jugendtheatergruppe. Allerdings ist das Stück eben eigentlich gar kein Jugendtheaterstück, obwohl die Hälfte der Rollen von Jugendlichen gespielt werden. Ich muss sagen, dass ich mit der Erwartung nach Brake gefahren war: es wird sicher wieder eine gelungene Aufführung mit der Jugendgruppe von Frau Scharf geben, aber das Stück ... naja, das Stück ist vielleicht schon etwas „alt“ – weil es heutzutage wohl doch schon unwahrscheinlich ist, dass ein Jugendlicher auch auf einem Dorf wegen Schwul-Sein in den Tod getrieben wird. Aber schon nach wenigen Minuten der sorgfältig geplanten und vorbereiteten Aufführung – auch bei Licht, Bühne, Moor- und Weser-Strand-Ausstattung vor der Bühne – wurde man hineingezogen in diese doppelbödige Atmosphäre des Liebens und Hassens, des Verschweigens, Vertuschens, Andeutens und der Großmäuligkeit und Engstirnigkeit. Da die Frisuren und die 67

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