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Bachelorarbeit Christoph Kaffatos - Fakultät 06 - Hochschule München

Bachelorarbeit Christoph Kaffatos - Fakultät 06 - Hochschule München

Medizintechnischer

Medizintechnischer Kenntnisstand 2.3. Koronare Herzerkrankung Die koronare Herzerkrankung zählt zu den häufigsten Erkrankungen des Menschen überhaupt. Hauptursache ist eine Arteriosklerose 13 an den Koronararterien. Zu Beginn der Erkrankung sind im Normalfall keine klinischen Symptome vorhanden, obwohl bereits Funktionsstörungen und Fetteinlagerungen in der Gefäßwand vorliegen [15]. Stadien der Arteriosklerose: Bei einer Arteriosklerose lagert sich zunehmend mehr Fett in die Gefäßwände ein. Dadurch verkalken sie und verlieren ihre Elastizität. Im Verlauf einer Arteriosklerose wird die Innenhaut der Arterien durch die Ablagerungen stetig dicker, wodurch sich der Gefäßdurchmesser immer mehr verengt (vgl. auch Abbildung 4). Die Folge ist, dass das Blut nicht mehr ungehindert fließen kann [17]. Die Arteriosklerose verläuft meist über lange Jahre asymptomatisch. Kommt es zu starken Einengungen der Gefäße oder gar zu Verschlüssen, so resultiert daraus meist eine Funktionseinschränkung oder ein Infarkt [18]. Abbildung 4: Stadien der Arteriosklerose [16] 13 Arteriosklerose: auch Arterienverkalkung genannt Bachelorarbeit: Christoph Kaffatos Seite - 13 -

Medizintechnischer Kenntnisstand 2.4. Behandlungsmethoden der arteriellen Verschlusskrankheit Die durch Fettablagerungen entstandenen Stenosen 14 im Gefäß werden durch verschiedene interventionelle Verfahren behandelt. Man unterscheidet zwischen zwei katheterbasierten Behandlungstechniken, PTA und PTCA. Die PTA-Behandlung findet ihren Einsatz im Wesentlichen bei Verschlüssen und Verengungen der Gefäße der Arme und Beine [19]. Die PTCA-Behandlung wird zur Aufweitung von Verengungen der Herzkranzgefäße eingesetzt [20]. Ablauf einer PTA-Behandlung: Standardmethode, die bei der Behandlung von vaskulären 15 Erkrankungen zum Einsatz kommt, ist die sogenannte Ballondilatation 16 . Dabei wird über einen im Gefäß liegenden Führungsdraht ein Ballonkatheter in die Gefäßverengung vorgeschoben [19]. Unter Röntgenkontrolle kann er in der Gefäßenge genau platziert und beobachtet werden [20]. Durch Inflation 17 des Ballons mit Kochsalzlösung dehnt sich das Gefäß an der betroffenen Stelle aus. Die durch Kalkablagerungen hervorgerufene Verengung wird an den Rand gedrückt. Der Durchmesser des gewählten Ballons sollte darum so groß wie der des gesunden Gefäßes sein [19]. Abbildung 5: Platzierung eines Stents [21] Da auf lange Sicht gesehen die Verengung wieder auftritt, werden sogenannte Stents 18 in das betroffene Gefäß eingebaut (vgl. auch Abbildung 5). Diese werden über den Ballon ins Gefäß eingebracht und dort entfaltet. Stents werden hauptsächlich in Gefäßen mit größerem Durchmesser und hohem Blutfluss eingesetzt, primär im koronaren Bereich [19]. 14 Stenose: Verengung im Gefäß 15 vaskulär: Blutgefäße betreffend 16 Ballondilatation: Aufdehnung verengter Blutgefäße mit Hilfe eines an einem Katheter angebrachten Ballons 17 Inflation: auch Aufschwellung genannt 18 Stent: Gefäßstütze aus Metall oder Kunststoff Bachelorarbeit: Christoph Kaffatos Seite - 14 -

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