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Halbinsel Malaka - wilde Staemme

35 WILDE STAEMME VON

35 WILDE STAEMME VON MALÄKA. örang „ßlandass" zurück, ßärtjanggei mit den übrigen fuhr weiter. Nachdem Börtjanggei „Jowar" verlassen hatte, kam er dahin, wo jetzt Malaka liegt. Damals gab es noch keine Einwohner dort, das Land war mit dichtem Wald bedeckt. Sie machten, da das Land ihnen gefiel, eine Lichtung und nannten den Platz Pengkalan Tampüi. ') Bgrtjanggei machte sich nun mit seinem Pgnglima und einigen Begleitern auf, um sich das innere Land zu beschauen. Er gelangte mit seinen Leuten dorthin, wo heute „Klang" steht, und dort verschwand Bgrtjanggei und ward nie mehr gesehen. Seine Leute kehrten nach Pengkalan Tampüi zurück.^) Bgrtjanggei hatte, ehe er Pengkalan Tampüi verliess. Hang Tüa zum ßatin des Ortes gemacht. Hang Tüa baute selbst ein Haus auf dem Hügel, welcher die heutige Stadt Malaka überragt. Eine grosse Ansiedlung wuchs empor, und in wenigen Jahren hatten sie sich bis Günung „Ledong" ') ausgedehnt. Ein sumpfiger Platz wurde in eine Keladi-Kultur verwandelt und Paya KSladi *) genannt. Nicht weit davon stand eine grosse Obstbaum - Pflanzung Düsun Bfisar in voller Reife. Sie war von den örang „Blandass" einige Jahre vorher angelegt. Als Hang Tüa sah, dass für das Anwachsen der Örang „Blandass" der Raum zu eng wurde, machte er sich eines Tages nach dem Süden (Djöhor) auf, um sich das Land dort zu besehen. Die „Benar- Benar" hatten sich südlich ausgedehnt den Fluss Muar entlang, welcher ein wenig südlich von Malaka mündet. Nachdem sich Hang Tüa einige Zeit umgeschaut hatte, machte er eine grosse Lichtung nahe dem Ort, wo jetzt die Stadt Muar steht und nannte sie Benar Dalam („der innere Platz'') und eine kleinere an der Meeresküste, wenige Meilen südlich von der grossen, und gab ihr den Namen „Benar" Laut „Jagon".') Viele der Wald-Blandass gingen nach Benüa-Dalam, aber die „Benar-Benar" zerstreuten sich iheils im Waldgebiet, theils an der Küste. Eines Tages fuhr eine Prahu der Malaien von Kedah die Küste entlang. Sie schauten nach neuem Land aus, und als sie die Lichtung bei Pengkalan Tampüi („Pankallan Tampoie") sahen, landeten sie dort und baten um Wasser und Gemüse. Im Hause des Batin wurden sie gut aufgenommen. Als sie aufbrachen, fragte einer von ihnen den Batin nach dem Namen der Ansiedelung; während dieser Frage standen die beiden, der Batin und der Malaie, neben einem grossen Baum und da der Batin glaubte, er werde nach dem Namen des Baumes gefragt, erwiedert er: Kayu „Lakhor", nannte also den Namen, unter welchem er bei den örang „Blandass" bekannt war. Die Malaien bestiegen ihre Prahu wieder und kehrten in ihr Land zurück, aber nur um ihrem Radja von dem schönen Land, welches sie gesehen hatten, Bericht zu erstatten. So erschienen sie denn bald wieder mit einer Flotille von Prahu's und ihr Führer begehrte das Land, welches die Örang „Blandass" besassen. Da es ihnen verweigert wurde, kam es zur Schlacht, in welcher die örang „Blandass" geschlagen wurden. Sie flohen in die Gegend, wo jetzt Malaka Pindah steht; am nächsten Morgen setzten sie ihre Flucht in nördHcher Richtung fort. ') Im Original: PankalLin Tampoie „tlie T. tree's by the side of a river. [Mal. Tampüi: eine Mango-Art.) -) Hierzu macht Herr Vauglian Stevens die folgenden Bemerkungen: I am not given to „theorizing" preferring hard facts, but going over the Blandass story of „Berchangie" does'nt it strike you as looking like an account of a shipwrecked Siamese, who wanting to get back to his own country by the help of the tribe, of which he was made B.itin, persuaded them from fear of the hantu „degoop" to reach the Malay peninsula. He would not stop at the island, but pushed on. That a great Chief, playing so important a part in their history should disappear and no man know how is remarkable. Klang is not far from the rivers running into the Pahang. No difficulty for a Seaman to make a raft and drop down to the east coast, where he would be close to Siamese territory. No mention is made of Berchangie's nationality. If he had been a Chinaman, who wear long nails, surely the „Pigtail" would have been noticed in tradition. I only put this forward because lying at a forest fire, so often, hearing the Blandass going over the story, I could not help noticing it, but the Blandass, when the Suggestion has been made, would not say: yes or no. „lust, what they had heard from their forefathers, that they related as they received it". In the same way the rajah's sorf"from the sky looks like a Mussulman from the Menankabow settlement, who made converts and trouble. It is stränge that, though Blandass stayed at each island, no tradition states, that any of them ever rejoined the Blandass in the peninsula. The Javanese came over, but the Blandass expressly states, that Java had no inhabitants at the time Berchangie landed there and that any after arrivals must have intermarried with the Blandass there. They certainly think the Javanese are some sort of kin to them, though the Javanese do not seem to quite reciprocate the idea. Certainly the Javanese is very like the Blandass in figure and disposition, much more so than the Peninsula Malay. ä) Im Original: Goönong Ledong: Mount-Ophir of the English, in Blandass Goonong: a hill, Ledong: a tiger, that at one moment is Seen as a man and the next as a tiger. This is a Blandass Name. [Die gewöhnliche Orthographie ist Günong l.edang „grosser, ausgebreiteter Berg" vgl. J. Str. Br. As. Soc. 15, i88j, 42,] *) Im Original: „Pyah-kladi" Kladi-swamp. ä) Im Original: Benar „place". Laut „sea", Jagon „friends".

WILDE STAEMME VON MAL&KA. 87 Bei Düsun Besar ruhte der Batin auf einem grossen Stein und nahm Nahrung zu sich. Zum Zeichen, dass das Land sein eigen war, Hess er einen Pöyang holen und machte einen Abdruck seines Fusses und einen Abdruck eines Endes des Geräthes, welches ihm zum Zermalmen des Sirih ') gedient hatte, tief in den Stein, so dass dieselben noch heutigen Tages zu sehen sind. Der Batin hatte zwei erwachsene Söhne -) Hang „Gebat" und Hang „Ketowi"; diese Söhne waren Djenang ') „chiefs in charge" unter ihrem Vater, für die umliegenden Ansiedelungen östlich und nördlich von Pengkalan Tampüi. Zu Muar war ein Batin alam, ein Enkel des Bfirtjanggei. Die fluchtigen Örang „ßlandass" gelangten nun dorthin, wo jetzt der Staat „Djohol" liegt und hier wurde dem Hang Tüa ein Mädchen geboren. Hang Tüa, seine beiden Söhne und die zu Djohol geborne Tochter, sind die ,,Undang Yang Ampat" in Martin Lister's Abhandlung. *) „Hang Tüa" wünschte jedes seiner Kinder zu versorgen, und in der Absicht, die Ansiedelung Djohol der Tochter als Erbtheil zu geben, überliess er das Kind der Sorge seines Penglima und ging dorthin, wo jetzt Süngei Üdjong liegt. Unterwegs geriethen Hang „Gebat" und Hang „Ketowi" in Streit darüber, wer das Land bekommen sollte, durch welches sie reisten, und der Streit endete mit einer Schlägerei, in welcher sie sich gegenseitig lodtschlugen. Da nun „Hang Tüa" seiner beiden Söhne beraubt, erklärte er, dass er nicht weiter wandern wollte, um Wohnsiätten zu suchen, und er nannte den Fluss, an dem er zu jener Zeit stand, Süngei Üdjong. ') Einige Zeit verweilte er dort, aber aus Angst vor den Hantu's „Degup" seiner getödteten Söhne ging er nach Klang. Hier wurde ihm ein Knabe geboren. Es wird von keinem weiteren Angriff berichtet, welcher dem auf Pengkalan Tampüi (Pankällan Tampoie") gefolgt wäre. Eines Tages überschritt der letztgeborne Sohn des „Hang Tüa" auf einem Baumstamm den Fluss; während der Fahrt kaute er Zuckerrohr und warf die ausgekauten Fasern fort. Einige fielen auf den Stamm, einige in den Strom und wurden vom Wasser fortgetrieben. Diese sah der Sohn eines Radja von MSnangkabau, welcher in einem kleinen Boot den Fluss herauf kam. Das Schiff, auf welchem er aus seiner Heimath gekommen war, lag an der Mündung des Flusses. Er hatte wohl ein Wurfnetz bei sich, um Fische zu fangen, hatte aber keine gefunden und war hungrig. Der Ptinghülu, den er bei sich hatte, sah das Zuckerrohr den Fluss hinabtreiben und daraus folgernd, dass Menschen in der Nähe sein müssten, fuhr er in dieser Richtung weiter, bis er den Baumstamm erreichte, und da er die Ueberbleibsel des Zuckerrohres dort liegen sah, verfolgte er die Spur, bis er an das Haus des Baün kam. Einer der Leute, welche er bei sich hatte, war ein Abkömmling der Begleiter des jüngeren Bruders, welcher nach Menangkabau gegangen war, und dies sicherte den Neuangekommenen einen guten Empfang. Während sie auf der Veranda sassen und Sirih kauten, richtete der Malaie seinen Blick auf eine Oeffnung in der Seitenwand des Hauses, durch welches er eine der Töchter des Batin sehen konnte; da er sie zu seiner P'rau zu machen wünschte, fragte er den Batin, ob er Geschenke mit ihm austauschen wollte. Der Batin erwiderte, er sei ein armer Mann, den die Malaien von seinem rechtmässigen Besitz vertrieben hätten und dass er nun nichts besässe. Der Gast antwortete: O, Ihr habt schon etwas! Ihr habt eine Tochter, die ich gern möchte. Die Sache wurde, wie es heut noch Sitte der örang „Blandass" ist, rasch erledigt. Der Gast schickte seinen Penghülu zum Schiff und Hess Geschenke zum Austausch bringen; darauf kehrte er zunächst nach seiner Heimat zurück, um nach wenigen Monaten wieder einzutreffen, die Tochter des Batin zu heiraten. Dem Paare ward ein Knabe geboren. Nach der alten Sitte der Örang „Blandass" hatte die Schwangere ihren Gatten gefragt, welchen Namen das Kind erhalten sollte. Er hatte erwiedert, wenn es ein Knabe wäre, so sollte er „Toh-Mantri" heissen; demgemäss erhielt der Neugeborene den Namen „Toh-Mantri". Seitdem bezeichnet man mit dem Namen „Mantra" (Mentgra) die Örang „Blandass" der Westküste bei Süngei Üdjong und Malaka. ') [d. h. der Areca-NüsseJ -') „Ang" was a „Blandass" equivalent for „Datoh" in Malay. [Mal. Hang, Ang.] 3) [Djänang „Deputy", Lister.] *) [Ampat: fimpat vier.] M. Lister, The Negri Senibilan, tlieir Origin and Constitution J. Str. Br. As. Soc. No 19, 1887 S. 35ff. ^) Im Original: Ujong: „termination".

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