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Halbinsel Malaka - wilde Staemme

: 148 WILDE STAEMME VON

: 148 WILDE STAEMME VON MALÄKA. nang berfimpat 3ku hendak nin tSnah. Ben sgdjdjuk dälam bädan, djängan rüsak, djängan binäsa dalam badan, beri sgdjdjuk dingin di dalam badan aku ini. Die Unfälle, welche gebannt werden sollen, sind das Niederfallen der Bäume auf die unterstehenden, fällenden Männer, Selbtsverwundungen mit den Werkzeugen Pärang und Beliyong, Anfälle wilder Thiere; mit den Krankheiten ist das Fieber gemeint. Ist der Zauber gesprochen, so werden Pärang und Bsliyong, nachdem letzterer wieder in seinen Griff eingefügt ist, dem Eigenthümer zurückgegeben, oder wenn er selbst die Beschwörung vollzog, von ihm zurückgenommen. Dann wird eine Lichtung geschlagen von D als Mittelpunkt im Umkreis von sechs „Deppa" im Durchmesser. Die kleineren Bäume und das Unterholz werden mit dem Pärang umgehauen, die grösseren mit dem Beliyong. Ist dies geschehen, so werden Pärang und Beliyong sieben Mal im Rauch bei F im Kreise herumgedreht, jedoch ohne dass dabei etwas gesprochen wird. Dann kehren Alle nach Hause zurück. Der Eigenthümer der Geräthe beginnt seine eigentliche Arbeit am folgenden Tage. Uebrigens ist es nöthig, dass die Beschwörung für die Werkzeuge eines Jeden einzeln vorgenommen wird. Warum die Lichtung gerade sechs „Depa's" im Durchmesser haben muss, wissen die Orang „Blandass" selbst nicht mehr. 2. Der Feuerzauber „Neeyoot oomak".') Der Feuerzauber wird, vollzogen, wenn das gefällte Holz genügend ausgetrocknet ist, um verbrannt werden zu können. Die Männer, Weiber und Kinder versammeln sich Mittags an irgend einem offenen Platz an der windfreien Seite des gefällten Holzes. Hier wird der „Sungkoon" aufgestellt, dessen Rauch über eine halbe Kokosnuss - Schale voll Kokosnuss Oel streicht. Ehe aber letzteres in die Schale gefüllt wird, werden noch zwei oder drei Blätter des „Akker Simplas" ') hineingelegt. Das Oel heisst: Minyäk (Oel) brängsong. ') Nun wendet sich der Beschwörer, der, wie früher, entweder ein Speziahst, wie in der ahen Zeit, oder, wie gewöhnlich heutzutage, ein Mann sein muss, der die nöthige Sachkenntniss besitzt, mit dem Gesicht nach Osten — der aufgehenden Sonne zu, führt die Schale mit Oel an seine Lippen und spricht folgenden Segen über sie Äh keelät dee längit dee boohoomey äkoo nn'ok ISpas brängsong ^pee nn'ök bäkkar oomär Jikoo mow mängil powang naing brimpat äkoo mow mängil angin toojoe penyuroe toojoe sep^ngkät rnangil angin pooting bleeong." Die Uebersetzung des Originals lautet: „Ah lightening from the sky to the ground I want to set fire in antagonism (to the timber). I want to burn this fallen timber, I desire to call the four ruling spirits, I wish to call the spirits of the winds from their seven places, their seven heights. I call the whirlwind." In der gewöhnlichen Schreibung: „Äh kilat di längh di buhümi*) äku hgndak pßrangsang äpi hgndak bäkar hüma, aku mau manggil päwang nang bgrgmpat äku mau manggil angin tüdjoh pgndjüri tüdjoh sgpangkat, manggil angin püting bgliyong. Die Naturkräfte werden beseelt gedacht von gewissen bösen Geistern, welche sie zum Schaden der Menschen verwenden. Die Kräfte selbst sind keine Hantu's. Wind und Blitz stiften nur gelegentlich Schaden: dies ist dann stets das Werk der Hantu's. Wird aber ein Hantu durch einen mächtigen Zauber gebannt, darf er den besprochenen Blitz nicht ableiten von dem gewünschten Zweck — nämlich das Holz in Brand zu stecken — zum Schaden dass er also einen Menschen trifft. Die Winde werden in der Siebenzahl gedacht, einer über dem anderen. „Drei" und „sieben" sind ') [Mal. MSniyup hüma.] 2) [vgl. oben S. 104, 106, 116. Die auf der Oberfläche rauhen Blätter werden, wie oben beschrieben, von den örang Hütan gebraucht, um die kegelförmigen Flugpfropfen am Ende der Sumpitan-Pfeile zu glätten. Die Blätter sollen also andeuten; man erwarte von dem Feuer, dass es den unebenen Boden glätte.] ') [Mal. Minyak perangsang.] *] [Bemerkenswerthe alte Form, welche die Aspiration des Sanskritwortes Bhümi erhalten hat.]

WILDE STAEMME VON MALAKA. 14g mystische Zahlen bei den örang „Blandass". Der Wirbelwind oder das Produkt mehrerer sich treffender Winde heisst Angin püting beliyong. Das Ende des ßeliyong ist konisch:, püting. Von der konischen Form, in welche die Blätter von diesem Wind zusammengerollt werden, führt derselbe den Namen. Nachdem der Segen gesprochen ist, nimmt jeder seine Rinden- Fackel von der Erde auf, wo sie in der Nähe des „Sungkoon" aufgehäuft worden waren, als sich die Leute zuerst versammelten und taucht das Ende der Fackel in die Oelschale, welche der Beschwörer nach Schluss des Segens wieder auf die Erde gestellt hat. Darauf thun die Frauen das Gleiche und dann die Kinder. Dann händigt Jeder oder Jede der Reihe nach seine oder ihre Fackel dem Beschwörer aus, welcher sie allein in Brand setzen darf an den Kohlen des „Sungkoon". Dann laufen sie auseinander und Jeder zündet das gefällte Holz an so vielen Stellen an als nur möglich. recht Der Zauber wird zur Mittagszeit vollbracht, weil dann Blätter und Zweige von der heissen Sonne ausgetrocknet sind. 3. Der Zaubersegen beim Pflanzen des „Padi" „Penowar padi". ') Nachdem nun der Boden durch das Feuer von allem mit Ausnahme der grossen Stämme gesäubert ist, kann er bei den ersten Regengüssen der nassen Jahreszeit das Saatkorn aufnehmen. Die Männer verfertigen nun zugespitzte Stöcke aus hartem Holz einer besonderen Art („Tamoon"). Es sind einfache Schösslinge oder junge Bäume, so lang und stark geschnitten, wie sie den Kräften des EigenthUmers angemessen sind, abgerindet und an dem dickeren Ende zugespitzt, um ein Loch für die Aufnahme des Samenkorns zu machen. Der Samenvorrath ist in Säcken enthalten, welche in den Hütten aufbewahn werden. Die Weiber legen ihre Pflanzbeutel zurecht und wenn alles bereit ist, schreitet der Beschwörer, der den Segen sprechen soll, bei Sonnenaufgang nach dem Feld, begleitet von allen Männern, Weibern und Kindern, welche sich beim Aussäen betheiligen wollen. An irgend einer nach der Mitte zu gelegenen freien Stelle zieht der Beschwörer mit einem diesem Zwecke dienenden Stab, welcher, wie die Pflanzstöcke, aus „Tamoon" - Holz besteht, einen Kreis um sich, der hinreichend gross ist, um alle Pflanzstöcke und die übrigen ähnlichen in der Skizze auf- ,, , " „ geführten Geräthe aufzunehmen. Die Männer, Weiber und . J^ des . , Originals. _, , ,. Tasche für „-j- Padi. Kinder sitzen ausserhalb desselben in einem weiten unregelmässigen Kreise, der „Kupuk" genannt wird. In der Mitte wird der Stiel der Bunglei- Pflanze, wie bei dem Segen für das Holzfällen, in die Erde gesteckt und nahe dabei auch ein Zweig des „Tamoon" =) Baumes, aus dem die Pflanzstöcke gemacht werden. Der „Tamoon" wird gewählt, weil dieser Baum seine Früchte in einem Kranze direkt vom Stamme aus, in einer Höhe von 2 dem vom Boden an gerechnet und nicht höher, treibt. Wenn der Padi hoch wächst, wird er leicht von starken Windstössen zu Boden gelegt. Man will also symbolisch den Wunsch andeuten, dass der Padi seine Rispen wie der „Tamoon" seine Früchte niedrig treiben möge oder in anderen Worten recht kurzstenglig wachse. Die ßunglei-Pflanze wird gewählt, weil sie von keinem Thiere gefressen wird. Es soll also die Hoffnung ausgedrückt werden, dass die Hantu's den Reis in ähnlicher Weise verschonen sollen. Neben dieser Pflanze wird nun der „Sungkoon" gesetzt und Harz darüber gestreut. Nun werden sieben Löcher gestochen, etwa einen Zoll tief — wie beim Padi- Pflanzen auf dem Felde — vgl. die Skizze. ') [Mal. Pfnäwar pädi.J 2) vgl. S. 142. Der magische oder Zauberstab wird aus demselben Holz verfertigt, weil die Früchte des „Tamoon" wegen ihres geringen Abstandes vom Boden von dem grossblätterigen Laube kleiner Pflanzen überwuchert werden, so dass ein Mann, der den Standort der Früchte nicht kennt, sie vergebens suchen würde.

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