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Halbinsel Malaka - wilde Staemme

Q2 . WILDE STAEMME VON

Q2 . WILDE STAEMME VON MALÄKA. Der Gang der Geschichte im Einzelnen ist nun folgender: „Guntar" war zu jener Zeit der ßütin der Bedüanda in Süngei-Odjong. Die örang „Blandass'' brachten damals ihre Waaren aus den Dschangeln und verkauften sie an „Guntar", welcher so ihr Mittelsmann mit den örang Malayu war. Als Datoh der örang Maläyu wird Kelänong genannt. Nach einiger Zeit aber gelangten die örang Malayu weiter westlich vom Pahang-Fluss weg, um mit den örang Hütan der inneren Wälder Produkte des Urwaldes einzuhandeln, besonders Gahäru *) und Elfenbein, welches sie ihrerseits wieder an die Chinesen und Siamesen auf der östlichen Seite verkauften. Da nun die östlichen örang MalSyu den örang „Blandass" einen viel höheren Preis für diese Artikel boten als „Guntar", so verkauften sie demselben nichts mehr. Aergerhch darüber, drohte er den Örang „Blandass", welche zu ihrer Hülfe die waffentragende Mannschaft der östlich gelegenen Ansiedelungen der örang „Sinnoi" und örang Kenaboi und örang Bersisi herbeiriefen, in Masse vor Guntar's Haus zogen. Beunruhigt durch die grosse Menge, verstellte sich der Führer der Bädüanda und lud die Batin's der örang Hütan zu einer ßerathung ein. Diese willigten ein und lehnten ihre Sumpitan's ') gegen einen Kokosbaum, und „durch das Gewicht der grossen Zahl der Sumpitan's wurde der Baum umgeworfen". Da „Guntar" sich in allen Punkten unterwarf und seine Drohungen zurückzog, zerstreuten sich die örang „Blandass" wieder. WUthend über diese Schlappe machte „Guntar", während er den örang „Blandass" Freundschaft heuchelte, heimliche Gänge zu den „Rowar"- Leuten, von denen eine Anzahl eine lange Zeit die Westküste entlang Handel getrieben hatte, ohne aber irgend eine bedeutende Ansiedelung zu gründen. „Guntar" versprach den „Rowar", wenn sie eine Anzahl ihrer Landsleute herbeirufen und die örang „Blandass" vertreiben wollten, ihnen deren Land und bestimmte Geschenke zu geben. Die „Rowar" nahmen dies an, und bald kam eine grosse Anzahl von ihnen auf die Halbinsel und griffen nächtlicher Weile die örang „Blandass" in ihren Häusern an, indem sie Speere durch die Flur hinein warfen und so die herauseilenden Männer lödteten. Die Weiber und Kinder verkauften sie an die Malaien, welche demnach von dem Anschlag Kenntniss gehabt haben mussten. Die örang „Blandass" versuchten die Eindringlinge zu vertreiben, und in Sfilängor fanden mehrere Kämpfe statt. An einer Stelle war ihr Widerstand von Erfolg. Sie hatten bei ßükit güling batang („Berg der rollenden Bäume") Stellung genommen und rollten Stein und Schutt auf die stürmenden „Rowar" hinab, welche zurückweichen mussten. Da aber die „Rowar" besser bewaffnet waren, tödteten sie viele und führten noch mehr in die Sklaverei ab, und in der Verwirrung flohen die Örang „Blandass" nach allen Richtungen hin, in die Dschangeln, wohin die „Rowar" ihnen nicht zu folgen wagten. Dies ist die Ursache ihrer weiten Zerstreuung und der Vernichtung ihres Stammes und der Verschiedenheit der Sitten der einzelnen Stämme. Hier und da trifft man in dem abgelegenen Hügelland kleine Ansiedelungen verhähnissmässig reinerhaltener Theile des Volkes, aber im Grossen und Ganzen ist das ursprüngliche Leben und die primitiven Sitten aufgegeben oder stark modificirt nur noch gelegentlich in einem Rest erhalten. Der Ueberlieferung nach, soll in der Folge zwischen „Guntar" und den „Rowar" Feindschaft ausgebrochen sein, nachdem alle örang „Blandass", welche nicht zu Sklaven gemacht worden, weit weg geflohen waren. „Guntar" soll sein Versprechen gebrochen haben, worauf die „Rowar" die Etdüanda angriffen, viele Kinder derselben wegfingen und verkauften. Dann segehe die Hauptmasse, mit Ausnahme einiger weniger, welche in Perak und Selängor blieben, in ihr Land zurück. Aber das einmal gegebene Beispiel wurde nicht vergessen, und noch viele Generationen hindurch pflegten die örang Malayu der Halbinsel, obgleich sie keinen weiteren allgemein organisirten Angriff auf die örang „Blandass" unternahmen, bei gegebener Gelegenheit Kinder derselben zu greifen und sie zu Sklaven zu machen. ') Hierin schliesse ich nun die Geschichte der örang Djakun: Als die örang Malayu von Kedah ') [Aquillaria agallochum, Skt. Agaru.] ^ [Die richtige malaiische Form ist Sumpit] '] ,,My man „Irmess'' was a boy so seized and sold and it was only the English occupancy of the Native states (but very few years ago) that put a stop tu the practice. Little wonder, that the Orang tJtan bears but little love to the Malay or that the Malay for his life dare not venture into the forest yet occupied by the remnant of the illused Blandass. Now can you judge as to Baron Maclay's seeing the wild man going as he did with Malays as guides and porters. Going by myself alone, I have sometimes been two or three weaks in the jungle, with the Blandass watching me, unseen before they would venture to me. They feared a trap of my men hidden in the vicinity."

WILDE STAEMME VON MALAKA. 93 aus Pengkalan Tampüi angriffen, verbündeten sich die Orang Benüa mit dem zu „Benar" Laut „Jagong" mit dem „Benar" Dalam-Volk, und ßatin Älam zog mit ihnen in die Gebirge von Djohor. Als er nun erfuhr, dass die Orang „Blandass" nicht wieder angegriffen worden waren, sondern in Süngei Odjong, Djohol und Klang lebten, entschied er sich zur Vereinigung mit ihnen, aber dieser Plan begegnete Widerstand bei den örang Benüa. Schliesslich marschirle er mit denen, welche ihm folgen wollten, ab und vereinigte sich mit den Örang „Blandass" bei Klang. ') Die in Djohor zurückgebliebenen „Benar Benar" entschlossen sich, südwärts zu gehen, während der Rest der örang „Blandass", welche sich nicht entschliessen konnten, mit Batin Älam's Volk sich zu vereinigen, nach Muar zurückkehrte, wo bald darauf Einwanderer von MSnangkabau ankamen. Die Tradition erwähnt sie fernerhin nicht mehr. Die „Benar Benar" gelangten nach Batu pahat in Djohor, welches damals unbesetzt war. Hier wurden sie aber in der Folge von Männern in Booten angegriffent Diese waren keine örang MalSyu wer sie aber waren, weiss Niemand zu sagen. Die „Benar Benar" flohen die Küste entlang und erreichten das östliche Ende von Djohor. Da sie die Gegend unbesetzt fanden, wandten sie sich landeinwärts und Hessen sich an dem Fluise Sembrong nieder. Hier lebten sie lange in Frieden, Schritt für Schritt sich durch den Urwald nach Nord-Westen zu hindurcharbehend. Hier trafen sie mit einigen Leuten zusammen, welche vor den Batak flohen. Die Flüchtlinge wurden als Freunde aufgenommen und weilten kürzere oder längere Zeit unter ihnen. Wieder ein Paar Jahre später kam eine grosse Rotte örang „Blandass", welche vor den „Rowar" flohen, nach Djohor. Viele von ihnen bheben bei den örang Bönüa. Die örang ßönüa nahmen in der Folge ihren Weg westlich die Strasse von Djohor entlang, und stiessen auf einen Stamm der Örang Laut, schlössen Freundschaft mit ihnen und heiratheten untereinander. Aus der Vermischung mit ihnen sollen als physisches Merkmal ') die hervorstehenden Zähne stammen, welche man bei so vielen Orang Benüa bemerkt. Durch die örang Benua vermittelt tritt dies Merkmal auch bei den Örang Mentera von Malaka auf Die Orang Bfinüa auf der Westseite der Halbinsel gehören ebensogut dem Volke der „Blandass" an, wie alle Stammesglieder zwischen Djohor und Kßdah. Auf der Ostseite ist freihch der Typus des Volkes ausgeprägter und die Stämme sind weniger verschieden von einander. Die Berichte der örang BSnüa sind sehr dürftig, stimmen aber mit der gewöhnlichen Geschichte der örang „Blandass" überein. Der Stamm der sogenannten Orang Kentboi war weit weggewandert von den örang „Blandass" von Süngei Üdjong, als er sich in seinem Marsche aufgehalten sah durch den Kgnaboi- Fluss, einem der Zuflüsse der Quellströme des Pahang. Sie fanden die Gegend geeignet und Hessen sich am Kenaboi nieder (der „MSngiri"-Fluss, wo der beste Bambus zu den Sumpitan's wächst, ist nicht weit davon): dieser Umstand war massgebend tUr die Wahl der Niederlassung, für lange Zeit, und drangen gelegentlich weiter den Pahang hinunter bis zum „Pekoi" oder wie die örang Malayu als sie ihn erreichten, ihn nannten, „Sinnoi"-Fluss. Diese beiden Ansiedlungen gingen bei der Invasion der Batak und der „Rowar" zu Grunde; ihre Bewohner wurden zerstreut und verbanden sich in der Folge mit anderen Stämmen. Von Klang aus war eine grosse Rotte der örang „Blandass" (einschHessHch derjenigen, welche sich nach dem Angriff auf Pöngkalan Tampüi ihren Gefährten angeschlossen hatten), nach einem Orte östlich von Süngei Üdjong gezogen, welche sie „Kring" ') nannten, als erste Ansiedelung; später breiteten sie sich aber nach Norden und Osten aus. In Folge der Angriffe der Batak musste dieser Theil des Volkes — lediglich unter dem Namen örang „Blandass" bekannt — weiter nach Norden ausweichen. Als aber die örang K6naboi unter Batin Pgrah die Batak zurückgeschlagen hatten, kehrte der grössere Theil der nun sogenannten örang Bgrsisi zurück. Aber in einzelne Familiengruppen zerrissen, bildeten sie in der Folgezeit kein selbständiges 'l Dies sind wahrscheinlich die örang Säkei von SSkudei, nach Mr. Lister's Information. *) „These Drang Laut cerlainly have a most prognathous jaw in such few as I have seen, but I have not investigated the tribe." ') Die alten von den örang „Blandass" gegebenen Namen der Ortschaften (Flüsse u. s. w.) sind, nachdem die örang „Blandass" sie verlassen hatten, in vielen Fällen durch malaiische ersetzt worden.

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