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Beistand erwächst die Verpflichtung, sich für das Anliegen des

Gebetes auch in der Tat einzusetzen.

Dabei können die Texte der Gebete, die wir benutzen, ganz

kurz und einfach sein wie das Gebet des Zöllners: "Gott, sei

mir Sünder gnädig!" (Lk 18,13) Es können aber auch die poetischen

Gebete sein, welche die großen Väter der Kirche uns

hinterlassen haben und die in das gottesdienstliche Leben

Eingang gefunden haben. Vor allem ist an das Gebet des

Herrn zu denken:

"Vater unser im Himmel,

geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Krqft und die

Herrlichkeit,

des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes,

jetzt und immerdar und in alle Ewigkeit. Amen!"

Ob es ein kurzes, vielleicht ein selbstformuliertes Gebet, allein

das Zeichen des Kreuzes, oder ein langes, voller tiefer Gedanken

und Poesie Ist - wichtig ist vor allem, daß das Gebet aus

aufrechtem Herzen kommt, daß die Liebe zu Gott und der

Welt aus ihm spricht. Nicht der Klang vieler Worte macht den

Wert des Gebetes aus, sondern die aufrechte, inständige

Liebe, die es formt und die uns treibt, es zu sprechen. Wenn

unser Tun aus dem Gebet erwächst, wenn wir es in unseren

Gebeten unter Gottes Obhut stellen, dann wird unser ganzes

Leben ein Gebet sein und eine neue Qualität gewinnen. Dies

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