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lobpreisen Heerscharen der Engel, unten lobsingen

Versammlungen von Menschenchören denselben

Preisgesang. Oben jubeln die Seraphim den Dreimalheiliggesang;

unten sendet denselben Gesang die

Menschenmenge empor; eine gemeinsame feierliche

Versammlung der himmlischen und der irdischen Welt

kommt zusammen: eine Eucharistie, ein Frohsinn, ein

Freudenchor!"

Da wir des Heilswerkes Christi gedenken, besonders des

Todes und der Auferstehung, werden wir Teilhaber der großen

Ereignisse des Heilsgeschehens. In ihrer "'Himmelfahrt'

erfährt die eucharistische Gemeinde die Gegenwart des Heils,

an dem die Gesamtschöpfung, Himmel und Erde, die

Lebenden und die Verstorbenen, die Engel und die

vernunftlose Welt, die Fülle des Ausflusses göttlicher Liebe

teilnimmt. Die Kirche ist der Ort der Verwirklichung des

Himmlischen im Irdischen, des Unsichtbaren im Sichtbaren,

des Unendlichen im Endlichen, des Zeitlosen im Zeitlichen,

des gedanklich Unfaßbaren im gnadenhaft Erlebbaren" (Kallis,

Liturgie, S. XIII f.).

Daher tauchen in vielen gottesdienstlichen Gesängen immer

wieder Begriffe wie "heute", "jetzt' oder "nun" auf: nicht ferne

Vergangenheit sind die Geschehnisse des Heils, sondern

lebendige, kraftspendende Gegenwart. Es heißt z.B. im

Gesang zum Großen Einzug der Liturgie der Vorgeweihten

Gaben:

'Nun beten mit uns unsichtbar die himmlischen

Mächte;

denn siehe, es tritt ein der König der Herrlichkeit;

siehe, das vollzogene mystische Opfer wird

begleitet..."

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