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Jahresbericht 2007 - FGE - RWTH Aachen University

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KURZBERICHTE keit

KURZBERICHTE keit gegeben, ein Studium an der Schnittstelle zwischen Technik und Wirtschaft zu absolvieren. Die in Zusammenarbeit zwischen dem IAEW und der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften neu konzipierte Fachrichtung vermittelt den Studierenden sowohl fundierte ingenieurwissenschaftliche Kenntnisse im Bereich der Elektrischen Energietechnik als auch das erforderliche ökonomische Wissen, um den von der Praxis geforderten Ansprüchen gerecht zu werden. 120 100 80 60 40 20 0 WS 03/04 WS 04/05 WS 05/06 WS 06/07 Neueinschreibungen seit dem Wintersemester 2003/2004 Das Interesse an dem Studiengang steigt in den letzten Jahren stetig und die Zahl der Neueinschreibungen liegt im WS 06/07 bei 121. Damit sind ein Viertel der Erstsemester des Fachbereiches Elektrotechnik und Informationstechnik bereits als Studierende des Wirtschaftsingenieurwesens eingeschrieben. Bisher endet der Studiengang mit dem Abschluss Diplom-Wirtschaftsingenieur. Ab dem kommenden Wintersemester wird die Umstellung des Diplom- Studienganges auf einen konsekutiven Bachelor/Master-Studiengang durchgeführt, so dass die Studierenden zukünftig mit dem Titel Bachelor- bzw. Master of Science (B.Sc./M.Sc.) abschließen werden. Diplom Vordiplom Hauptstudium Grundstudium Master Bachelor Masterstudium Bachelorstudium Bisher Ab WS 07/08 Verlaufsvergleich zwischen Diplom- und Masterstudium 10. Sem. 6. Sem. 4. Sem. Studienbeginn Der Bachelor-Studiengang dauert drei Jahre (sechs Semester) und vermittelt den Studierenden die zur Erfüllung der Anforderungen der Berufswelt erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die sie zu wissenschaftlichem Arbeiten, dem kritischen Einordnen neuer Erkenntnisse und verantwortlichem Handeln befähigen. Der Bachelor-Studiengang entspricht zwar einer berufsbefähigenden Ausbildung, soll allerdings im Wesentlichen auf den anschließenden Master-Studiengang vorbereiten, in dem die im Bachelor-Studium erworbenen Kenntnisse vertieft werden. Es ist ausdrücklich vorgesehen, dass die Studierenden das Bachelor-Studium als Grundlage nutzen, um sich akademisch bis zum Master of Science weiterzubilden. Erst das Ausbildungsniveau des Master-Abschlusses entspricht dem des früheren Diploms. Im Bachelor-Studiengang werden in verschiedenen Lehrformen wie Vorlesungen, Übungen und Praktika die Grundlagen für mathematisch-naturwissenschaftlichtechnisches sowie wirtschaftliches Verständnis gelegt und in weiterführenden Veranstaltungen vertieft. Das Studium gliedert sich in einen Pflichtbereich, der fest vorgegeben ist, einen Wahlpflichtbereich und einen Integrationsbereich. Der Wahlpflichtbereich bietet den Studierenden die Möglichkeit, ihre ingenieurwissenschaftlichen Kenntnisse durch energietechnische Fachvorlesungen zu erweitern. Im Integrationsbereich werden fachübergreifende Inhalte aus dem Bereich der Wirtschaftsinformatik und –statistik vermittelt. In einem 12-wöchigen Industriepraktikum sollen die Studierenden erste praktische Erfahrungen in der Wirtschaft sammeln. Abgeschlossen wird der Bachelor- Studiengang mit der Bachelorarbeit. In dieser ersten wissenschaftlichen Arbeit sollen die Studierenden nachweisen, dass sie in der Lage sind, ein Problem aus dem Bereich des Wirtschaftsingenieurwesens in einer vorgegebenen Frist selbständig in wissenschaftlichem Arbeitsstil zu bearbeiten. Bereits im Bachelor-Studiengang stehen die Studierenden frühzeitig in engem Kontakt zum IAEW. Dies ist einerseits durch die am IAEW ansässige Fachstudienberatung für Studierende des Wirtschaftsingenieurwesens Elektrische Energietechnik bedingt. Andererseits bietet die fachliche Ausrichtung des IAEW den Studierenden die Möglichkeit, bereits während ihres Studiums die erworbenen Kenntnisse zur Beantwortung praxisorientierter Fragestellungen anzuwenden, z. B. im Rahmen einer hilfswissenschaftlichen Tätigkeit. So bekommen die Studierenden weitere Einblicke in mögliche Aufgabenfelder, die bei der späteren konkreten Berufsentscheidung eine wichtige Hilfestellung sind. 128 IAEW – FGE – JAHRESBERICHT 2007

Ein Rückblick auf die noch kurze Geschichte des neuen Studienganges Wirtschaftsingenieurwesen Elektrische Energietechnik an der RWTH zeigt, dass dieser anspruchsvolle, interdisziplinäre Studiengang sowohl den neuen Anforderungen des Arbeitsmarktes als auch den Erwartungen der Studierenden gerecht wird. Projektarbeiten für Studierende am IAEW Dipl.-Ing. Tobias Mirbach Für den Studiengang Elektrotechnik/Informationstechnik bietet das IAEW Studierenden semesterbegleitende Projektthemen an. Ziel dieser Projekte ist es, den Studierenden über praxisnahe Fragestellungen einen Einblick in energiewirtschaftliche Themenbereiche zu geben. Dazu müssen sich die Studierenden in das jeweilige Projektthema einarbeiten und gegebene Fragestellungen im Team selbstständig bearbeiten. Die Untersuchungen erfolgen unter Nutzung von rechnergestützten und praxisbewährten (Optimierungs-)Verfahren der Bereiche Zuverlässigkeitsbewertung, Netz- sowie Kraftwerkseinsatz- und Handelsplanung, die am IAEW entwickelt wurden. Die erzielten Ergebnisse werden im Anschluss in Form eines Vortrages aufbereitet und den Mitarbeitern des IAEW sowie Gästen aus der Energiewirtschaft im Rahmen einer Vortragsveranstaltung mit anschließender Diskussionsrunde präsentiert. Im Sommersemester 2006 nahmen 19 Studierende, aufgeteilt in sechs Gruppen, im Wintersemester 2006 / 2007 acht Studenten, aufgeteilt in drei Gruppen, an dem Studentenprojekt teil. Dabei wurden die folgenden Projektthemen angeboten und bearbeitet: • Zuverlässigkeitsbewertung eines 110/20-kV-Netzes im Ist-Zustand und bei Anschluss eines Industriekunden • Der Weg zum langfristig optimalen Hochspannungsnetz • Einsatz von Wasserkraftwerken im Strommarkt Aufgabe des Projektes „Zuverlässigkeitsbewertung eines 110/20-kV-Netzes im Ist-Zustand und bei Anschluss eines Industriekunden“ ist es, zunächst ein real existierendes Netz hinsichtlich Kosten und Versorgungszuverlässigkeit quantitativ zu bewerten. Dabei werden die üblichen Verfahren der Zuverlässigkeitsbewertung angewendet. Darauf aufbauend soll der Anschluss eines Industriekunden an das zuvor betrachtete Netz untersucht werden. Hierzu werden die Kosten verschiedener Anschlussvarianten unter Berücksichtigung aller technischen Kriterien wie (n-1)-Sicherheit und vorgegebene Zuverlässigkeitskenngrößen bestimmt und vergleichend bewertet. Die Berechnungen der KURZBERICHTE Zuverlässigkeit werden händisch und unter Zuhilfenahme moderner rechnergestützter Netzanalyseverfahren durchgeführt. Die Projektgruppe „Der Weg zum langfristig optimalen Hochspannungsnetz“ bei der Ergebnispräsentation Das Projekt „Der Weg zum langfristig optimalen Hochspannungsnetz“ hat die Ermittlung eines wirtschaftlich sinnvollen Ausbauplanes für ein bestehendes reales 110-kV-Netz hin zu einem kostenoptimalen 110kV-Netz sowie die Quantifizierung des dadurch entstehenden Einsparpotenzials zum Ziel. Zur Bestimmung der einzelnen Übergangszustände ist es notwendig, neben den Zu- und Abbaukosten die Altersstruktur der bestehenden Betriebsmittel in die Betrachtung mit einzubeziehen. Alle Zwischenzustände müssen den technischen Sicherheitskriterien genügen. Für diese Überprüfung wird ein am IAEW entwickeltes Programmpaket zur Netzzustandsanalyse eingesetzt. Im Rahmen des Projektes „Einsatz von Wasserkraftwerken im Strommarkt“ soll für eine reale Wasserkraftwerksgruppe im Alpenraum der optimale Einsatz – orientiert an Marktpreisen – ermittelt werden. Dabei sind bspw. die sich im Zeithorizont der Planungsrechnungen ändernden Zuflüsse zu den Speicherbecken sowie die unsicheren Marktpreise für elektrische Energie durch Varianten abzubilden und zu bewerten. Zusätzlich können eventuelle Ausbauvarianten der bestehenden Kraftwerksgruppe mit in die Untersuchung einbezogen und ihre Auswirkung auf den zu erzielenden Deckungsbeitrag analysiert sowie Aussagen über die Rentabilität der Investition getroffen werden. Für diese Analyse wird zunächst aus öffentlich zugänglichen Quellen ein Datenmodell der Wasserkraftwerksgruppe abgeleitet sowie Zufluss- und Marktpreisvarianten generiert. Die Quantifizierung des Wertes erfolgt anschließend unter Nutzung eines am IAEW entwickelten, praxisbewährten Optimierungsverfahrens. IAEW – FGE – JAHRESBERICHT 2007 129

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