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Perspektiven2018Stahl

Preisbildung Im Bereich

Preisbildung Im Bereich der Preisbildung der Edelbaustähle, Werkzeugstähle und rostfreien Stähle kommen zumeist monatlich berechnete Legierungs- und Schrottzuschläge zur Anwendung, durch die die teilweise stark schwankenden Kosten für die jeweiligen Einsatzstoffe abgedeckt werden sollen. Die Preisberechnung unterscheidet insofern - Basispreis, - Legierungszuschläge (LZ), - Schrottzuschläge. Die Zusammensetzung des Stahlpreises bei den entsprechenden Stahlsorten ist nachfolgend dargestellt: Kurz- und mittelfristige Perspektiven für das Stahlgeschäft | Seite 106

Zusammensetzung des Stahlpreises bei Edelbaustahl, Werkzeugstahl und RSH-Stählen 1) Im Gegensatz zu dem starren Preis-Indexsystem gem. Industrie-Standard mit Preisberechnungen auf Monatsdurchschnitt bieten die dargestellten Preisfindungssysteme flexiblere Gestaltungsmöglichkeiten, da Legierungszuschläge nicht mehr nur auf monatlicher, sondern auch auf täglicher Basis oder in verschiedenen Mischformen angeboten werden. Aus Herstellersicht liegt ein positiver Effekt darin, dass Wettbewerbsnachteile zu asiatischen Herstellern, die sich bisher oft schneller an Legierungspreise anpassen konnten, reduziert werden. Ob die Volatilität z.B. am Rostfrei-Markt mit einem Legierungszuschlag auf Tagesbasis wirklich nachhaltig eingedämmt wird, ist fraglich, Starke Preisbewegungen auf der Rohstoffseite werden immer das Bestellverhalten für das davon betroffene Endprodukt beeinflussen. Ein täglicher Zuschlag kann den Effekt möglicherweise dämpfen, aber nicht ganz ausschalten. 3) 1) SCHMOLZ + BICKENBACH, 2015 2) z.B. Orientierung am Nickel-Preisindex, unabhängig vom tatsächlichen Einkaufspreis des Produzenten 3) Beispiel: „Daily Alloy Surcharge-Modell“, Outokumpu Kurz- und mittelfristige Perspektiven für das Stahlgeschäft | Seite 107