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Perspektiven2018Stahl

Dass dieser

Dass dieser Multiplikator so hoch ist, liegt zum einen an der hohen Vorleistungsquote des Bereichs. Zum anderen spielt auch die hohe intrasektorale Arbeitsteilung entlang der Route von der Roheisenerzeugung bis hin zum gewalzten Stahl eine Rolle. Aufgrund dieser intensiven intrasektoralen Arbeitsteilung ist es auch sinnvoll, bei der Beurteilung der Verflechtungen auf der Verwendungsseite sich nicht allein auf die Stahlerzeugung zu konzentrieren, sondern die nachgelagerten Verarbeitungsstufen einzubeziehen. Stahl geht nämlich in den seltensten Fällen unverarbeitet in Endprodukte ein. Nachfolgendes Schaubild verdeutlicht den Anteil des Stahls an der Vorleistung der nachgelagerten Branchen: Bedeutung des Werkstoffs Stahl im Bau und im Verarbeitenden Gewerbe, 2015 1) 1) Quelle: WV Stahl Die wirtschaftlichen Perspektiven für die bedeutendsten stahlverarbeitenden Branchen werden nachfolgend betrachtet. Kurz- und mittelfristige Perspektiven für das Stahlgeschäft | Seite 62

3.3.4.2 Konjunkturelle Perspektiven für 2018 und darüber hinaus Die deutsche Industrie partizipiert in großem Maße an der konjunkturellen Aufwärtsentwicklung in Europa, die stark exportorientierten Industriezweige profitieren darüber hinaus von der Belebung des Welthandels. Zu den wichtigsten stahlverarbeitenden Branchen im Einzelnen: 3.3.4.2.1 Gießereiindustrie - Bei den deutschen Gießereien ist die Stimmungslage deutlich positiver als im Jahr davor. In Teilbereichen, wie dem Werkzeugmaschinenbau und der Hydraulik, verläuft die Entwicklung dynamisch. Bei Hauptkunden, wie dem Straßenfahrzeugbau, bewegt sich die Nachfrage weiter auf hohem Niveau. Hier noch spürbar zuzulegen, dürfte schwierig werden. 3.3.4.2.2 Baugewerbe Die Unternehmen des Baugewerbes bewerten die aktuelle Geschäftslage wie auch die Geschäftserwartungen als gut, wobei das Motiv der Kapazitätserweiterung zunehmend an Bedeutung gewinnt. So erwarten die Bauverbände in den beiden kommenden Jahren auf Basis der vorläufigen Indikatoren und der positiven gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingen ein weiterhin stabiles Wachstum. Wachstumsmotor war in den letzten Jahren der Wohnungsneubau, der auch in 2018 und 2019 zulegen wird. Danach allerdings dürften, lt. DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) die Bestandsmaßnahmen schneller wachsen als der Neubau: Kurz- und mittelfristige Perspektiven für das Stahlgeschäft | Seite 63