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Perspektiven2018Stahl

3.3.1 Stahlerzeugung

3.3.1 Stahlerzeugung Deutschland ist mit einer jährlichen Produktion von rd. 43,5 Mill. to (2017) Rohstahl der siebtgrößte Hersteller weltweit sowie der größte in der Europäischen Union (EU-28). Auf Deutschland entfallen rund 2,6 Prozent der Welterzeugung bzw. mehr als ein Viertel des Rohstahlaustosses in der EU. Rund 70 Prozent des Stahls werden in Deutschland in integrierten Hüttenwerken (Hochofen, Stahl- und Walzwerk) erschmolzen, die verbleibenden 30 Prozent über die Elektrostahlroute hergestellt. 34 Prozent der Erzeugung entfallen auf Langmaterial, der Schwerpunkt liegt mit einem Anteil von ca. 66 Prozent allerdings bei den Flacherzeugnissen (2017). Nichtrostende und legierte Stähle haben in Deutschland mit über 50 Prozent Anteil an der Gesamtproduktion einen höheren Stellenwert als im internationalen Vergleich (ca. 30 Prozent )1). Nahezu allen Schlüsselindustrien in Deutschland dient Stahl als der wichtigste Basiswerkstoff für die Produktion. Die Stahlindustrie ist dabei eng in die Wertschöpfungsketten dieser Industrien integriert. Die eng verzahnten Wertschöpfungsketten bieten Robustheit gegenüber externen Störungen und machen die Stahlindustrie zu einer Schlüsselindustrie für das produzierende Gewerbe in Deutschland. Nachfolgend sind die bedeutendsten Stahl-Standorte in Deutschland aufgelistet 2) : 1),2) WV Stahl, stahl-online.de Kurz- und mittelfristige Perspektiven für das Stahlgeschäft | Seite 50

Die bedeutendsten Standorte der Stahlerzeugung in Deutschland (Stand: Januar 2017) Quelle: WV Stahl, Branchenreport Metallerzeugung und – bearbeitung in Deutschland, Commerzbank 2017 mit folgenden Erzeugungsrouten: Kurz- und mittelfristige Perspektiven für das Stahlgeschäft | Seite 51