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Perspektiven2018Stahl

1.4

1.4 Konjunkturentwicklung in Österreich Gemäß Schätzung der „WIFO“ wuchs die österreichische Wirtschaft in 2017, getragen von der starken Investitions- und Konsumgüternachfrage, real um 3,0 Prozent. Auch zu Jahresbeginn 2018 ist die österreichische Wirtschaft auf breiter Basis gewachsen, wobei die Investitionstätigkeit weiterhin kräftig blieb, die heimischen Unternehmen ihre Nachfrage nach Bau- und Ausrüstungsinvestitionen steigern konnten und die öffentlichen sowie die privaten Konsumausgaben zunahmen. Die Exporte und Importe wurden in 2017 ausgeweitet, so dass der Außenhandel ebenfalls einen positiven Wachstumsbeitrag lieferte. Die österreichische Industrie konnte den Schwung aus den letzten Monaten des Vorjahres mitnehmen, was bedeutet, dass sich der dynamische Wachstumskurs ungebrochen fortgesetzt hat. Der UniCredit Bank Austria Einkaufsmanager erreichte im Jänner 2018 insgesamt 61,3 Punkte und signalisierte eine sehr starke Performance der heimischen Industrie (der Einkaufsmanagerindex für den Euroraum lag im gleichen Zeitraum bei 59,6 Punkten und für Deutschland bei 61,2 Punkten). Festzustellen ist aber auch, dass die Lieferketten aufgrund der guten Industriekonjunktur mit weiter zunehmender Nachfrage unter Druck kamen mit der Folge einer Preisanhebung insbesondere bei Rohstoffen und Metallen. Hier spielt hinein, dass der Ausbau der vorhandenen Kapazitäten seit geraumer Zeit hinter der Zunahme der Aufträge hinterher hinkt, so dass die Nachfrage heimischer Betriebe nicht vollständig erfüllt werden kann. Für 2018 und 2019 rechnet das österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) mit folgender Entwicklung: Kurz- und mittelfristige Perspektiven für das Stahlgeschäft | Seite 12

Wirtschaftsentwicklung in Österreich Wirtschaftswachstum (Veränderung des realen BIP, in %) 2015 2016 2017 2018 2019 Investitionstätigkeit, real Veränderung in % 2017 2018 2019 - Bau-Investitionen + 3,0 + 1,5 + 1,4 - Ausrüstungsinvestitionen + 8,5 + 5,0 + 3,3 Sachgütererzeugung - Wertschöpfung + 6,4 + 6,8 + 3,4 Außenhandel - Warenexporte + 5,8 + 5,5 + 4,5 - Warenimporte + 5,2 + 4,5 + 3,9 Quelle: Statistik Austria, WIFO Kurz- und mittelfristige Perspektiven für das Stahlgeschäft | Seite 13