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68 | SMART BUILDING &

68 | SMART BUILDING & SMART CITIES Werkschau 2013 bis 2016 HARD FACTS PROJEKT „ANIF – WOHNBAU(M)“: Ein Entwurf der sich in die ländliche Umgebung einfügt und zugleich viel Platz für die BewohnerInnen bietet, und das bei höchstem Wohnkomfort. STUDIERENDE: Patrick Fasshuber Jaqueline Weikl Die Form der beiden Baukörper ergab sich aus der Grundstücksform, sowie der Idee, zwei kleinere Baukörper zu realisieren, welche sich in die Umgebung der Wohnsiedlung integrieren. Der nördliche Baukörper zur Straße wurde dreistöckig ausgeführt und erzeugt so einen natürlichen Schallschutz. Die Gebäudehöhe wurde im Süden reduziert, um die solare Einstrahlung auch für dahinterliegende Gebäude zu gewährleisten. Trotz einer optimalen Ausnutzung der Bebauungsfläche blieb noch genügend Platz für Gemeinschaftsflächen und Gärten für die Hausbewohner. Zur Wärmeerzeugung werden ausschließlich regenerative Energiequellen (Solarthermie und Wasser-Wasser Wärmepumpe) genutzt. Die elektrische Energie wird von Photovoltaik- Modulen (35 m² Kollektorfläche pro Gebäude) und dem öffentlichen Netz geliefert. Visualisierung Entwurf „Anif – Wohnbau(m)“ Skizze 3D-Schnitt „Anif – Wohnbau(m)“ Energieschema Grundriss der beiden Baukörper

Lehre | 69 HARD FACTS PROJEKT „5081“: Die Gebäude dieses Entwurfes weisen eine negative CO 2 -Bilanz auf. Das heißt, es wird mehr Kohlendioxid im Gebäude gespeichert, als bei der Herstellung seiner Baumaterialien emittiert wurde. STUDIERENDE: Robert Holztrattner Markus Wieder Neben der negativen CO 2 -Bilanz ist eine weitere Besonderheit dieses Entwurfs die Tatsache, dass jede der 15 Wohnungen in den insgesamt drei Gebäuden über eine eigene südlich erschlossene Freiraumfläche verfügt. Für die Dämmung des Daches sowie der Außenwand wurde ausschließlich regional verfügbare Hanffaser verwendet. Die Innenräume sind mit Lehm verputzt, welcher ein angenehmes Raumklima verspricht und selbständig den Feuchtehaushalt im Innenraum regulieren kann. Die Errichtung von Carports war eine bewusste Entscheidung gegen eine Tiefgarage. Somit kann ein großer Teil des für eine Tiefgarage benötigten Primärenergiebedarfes reduziert werden. Zusätzlich werden Kohlendioxidemissionen vermieden. Das Mobilitätskonzept verspricht „Fahrradfreundliches Wohnen“, mit E-Ladestationen zur Förderung der Elektromobilität. Die 42 m² große Solarthermie-Anlage auf jedem Gebäude liefert genug Wärme um den Heizwärmebedarf sowie den Warmwasserwärmebedarf zu 100 % zu decken. Fotorealistische Darstellung mit Blick auf den Untersberg Die Wohnungen bieten privaten Raum im Freien Energiekonzept Lage auf dem Baugrundstück