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80 | SMART BUILDING &

80 | SMART BUILDING & SMART CITIES Werkschau 2013 bis 2016 AbGEFAHREN UND ABgehoben Exklusive Einblicke bekamen die Studentinnen und Studenten des ersten Smart-Building- JAHRGANGS auf Ihrer Exkursion nach München im Frühjahr 2014. Sie führte zum Münchner Flughafen, in die BMW-Welt und zu den High Light Towers. Zur Abrundung gab es nach dem Großstadtfeeling noch einen lokalen Zwischenstopp in der Smart- Grid-Gemeinde Köstendorf. > > High Light Towers Die Türme (126 m und 113 m Firsthöhe) wurden in Stahlbau und Stahl- Verbundbau realisiert. Die integrierte Gebäudetechnik umfasst umfangreichen Brand- und Einbruchsschutz, Zutrittskontrolle, Videoüberwachung, Rettungswegtechnik und die in der Tiefgarage installierten Schrankenund Abrechnungssysteme. Die Frischluft wird je Geschoß dezentral durch zwei Geräte über je ein Edelstahlelement in der Fassade angesaugt, erwärmt oder gekühlt. Im Doppelboden wird sie in einen Kanal über fassadennahe, mit Heizkonvektoren kombinierte Quellluftauslässe in den Raum eingebracht. Die Grundklimatisierung erfolgt über eine Bauteilkühlung in der Geschoßdecke. > > BMW-Welt München Die BMW-Welt, entworfen von „Coop Himmelblau“, wurde nach vier Jahren Bauzeit im Oktober 2007 eröffnet. Imposante 4.000 t Stahl wurden in der spektakulären Dachkonstruktion verbaut, welche circa 8.000 m² Photovoltaikmodulen Platz bietet. Die 75.000 m² auf sieben Ebenen bieten genügend Raum für Ausstellungsfläche und Auslieferungsbereich, den die Smart-Building-StudentInnen bei einer informativen Führung erkunden durften. > > Flughafen München Der Flughafen München spielt eine Vorreiterrolle was Klimaschutz und nachhaltiges Bauen betrifft. Modernste und innovative Technologien sorgen für einen optimalen Einsatz aller Ressourcen. Dazu zählen unter anderem: > > Energie- und CO 2 -Management > > Fernwärme-Bezug aus Biomasse > > Vermeiden, verwerten, beseitigen > > Recycling von Enteisungsmitteln > > Köstendorf Das Modellprojekt trägt den Namen: „Smart Grid im Dorf – Waschen bei Sonnenschein“. Es wurde im März 2013 von der Salzburg AG in Zusammenarbeit mit den Partnern Salzburg Wohnbau und Siemens gestartet. Das Projekt umfasst 43 PV-Anlagen (insgesamt 192 kWp), 36 Elektroautos und einen regelbaren Ortsnetztrafo. Weitere Bausteine des Projektes sind ein neu entwickelter Spannungsregler, intelligente Wechselrichter, sowie Ladestationen für die Elektroautos. Insgesamt sind 90 Gebäude in das Projekt integriert. Auf jedem zweiten Haus wurde eine PV-Anlage installiert. Es ist europaweit das erste Projekt, in dem eine umfassende Smart-Grid- Lösung im Niederspannungsnetz realisiert wurde und im Echtbetrieb getestet wird.

Lehre | 81 Der Blick aus der BMW-Welt auf den „BMW-Vierzylinder“ Der Münchner Flughafen wurde von den Studenten aus nächster Nähe begutachtet Die „Zwillingstürme“ von München