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Psychotherapeutenjournal 3/2013 (.pdf)

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Mitteilungen der

Mitteilungen der PsychotherapeutenkammerVerwaltungsvorschrift Sachverständige in aufenthaltsrechtlichen Fragen geändertDie Kammerversammlung verabschiedeteaktualisierte Kriterien, nach denen Sachverständigein aufenthaltsrechtlichen Fragenin die Liste der PTK NRW aufgenommenwerden.Die Sachverständige Eva van Keuk vomPsychosozialen Zentrum für Flüchtlinge inDüsseldorf berichtete auf der Kammerversammlungüber den aktuellen Erlass desInnenministeriums NRW. Eine Abschiebunghabe danach zu unterbleiben, wennsich dadurch eine psychische Erkrankung(wieder) verschlimmere. Eine Begutachtungam Tag der Abschiebung durch Notfallmedizinersei nicht ausreichend. EineAbklärung müsse vielmehr im Vorfeld erfolgen.Für die Beurteilung, ob eine PTBS die Folgevon Folter sei, sei das Istanbul-Protokollwesentlich. Darin seien von internationalenExpertinnen und Experten unter demDach des UN-Flüchtlingskommissars Normenüber die Dokumentation und Feststellungvon physischen und psychischenFolterspuren vereinbart worden.In NRW werden dringend weitere Sachverständigegebraucht. Die nächste Fortbildungzum Erwerb der Qualifikation alsSachverständige/r in aufenthaltsrechtlichenFragen findet am 15./16. November und13./14. Dezember in Bielefeld, gemeinsammit der Ärztekammer Westfalen-Lippe,statt (siehe: www.ptk-nrw.de/Veranstaltungen).Damit ein Attest anerkannt werde, seienMindeststandards für die Begutachtungeinzuhalten, wie sie das Bundesverfassungsgerichtim Jahr 2007 nenne.Die Verwaltungsvorschrift ist als Einhefterdiesem Heft beigefügt. Sie ist auch auf derHomepage der Kammer in der RubrikRecht unter „Sachverständige aufenthaltsrechtlicheFragen“ veröffentlicht, ebensoEva van Keuk, Psychosoziales Zentrum fürFlüchtlinge in Düsseldorfwie der maßgebliche Erlass des InnenministeriumsNRW.KurzmeldungenNordrhein-WestfalenLandesrechnungshof prüft PTK:Keine BeanstandungDer Landesrechnungshof Nordrhein-Westfalenhat im April/Mai über mehrere Wochendie Haus- und Wirtschaftsführung derPTK NRW geprüft. Die Prüfung endete ohneBeanstandung – eine überzeugendeBestätigung der ordnungsgemäßen undsparsamen Wirtschaftsführung der Kammer.Erste Ergebnisse der BPtK-Angestelltenbefragung für NRWDie angestellten Psychotherapeuten inNRW wurden Anfang des Jahres von unsmit der Bitte angeschrieben, sich an einervon der BPtK organisierten Online-Befragungzu ihrer beruflichen Situation zu beteiligen.Es wurden unter anderem Informationenzur beruflichen Position, zur Rolle in derOrganisation und zu den Arbeitsaufgabenerhoben.Nach den ersten Ergebnissen haben sichvon den rund 3.500 angeschriebenen Angestelltenknapp 1.000 beteiligt, was einerRücklaufquote von fast 30% entspricht.Von diesen knapp 1.000 Antwortendensind 70% als PP, 25% als KJP und 5%doppelt approbiert. 30% (n=272) übenzusätzlich zur Anstellung eine selbstständigeTätigkeit, meist eine ambulante psychotherapeutischeTätigkeit (n=160), aus.Auch die Kombination von angestellterund vertragspsychotherapeutischer Tätigkeitkommt regelmäßig vor (n=43). HäufigsterArbeitsplatz der angestellten Kolleginnenund Kollegen ist das Krankenhaus(40%), gefolgt von einer Vielzahl unterschiedlicherTätigkeitsfelder in der Jugendhilfe,Rehabilitation, Beratungsstellen undAnstellung in einem Medizinischen Versorgungszentrum(MVZ). 50% gehen ihrerangestellten Tätigkeit in Vollzeit (> 35 Std.)nach. Bei den Männern sind ca. 70% vollzeitbeschäftigt,bei den Frauen 40%. TrotzApprobation ist die Mehrheit der angestelltenPsychotherapeuten (56,6%) in ihremGrundberuf, meist als Diplom-Psychologe/-Psychologin eingestellt, bei nur jedemDritten (29,1%) steht die Approbation alsPP oder KJP auch im Arbeitsvertrag. Beiden PP in Vollzeit-Anstellung erzielen rund50% und bei den KJP bei voller Arbeitszeitknapp 15% ein Einkommen von mehr als60.000 Euro. Über 80% der 3,3Kolleginnenund Kollegen stimmen „voll“ oder„eher“ der Aussage zu: „Ich bin mit meinerArbeit zufrieden.“Derzeit werden die Ergebnisse der umfangreichenOnline-Befragung durch dieBPtK ausgewertet. Eine Auswertung aufBundes- und Länderebene soll noch indiesem Jahr zur Verfügung stehen. Eineweitere differenzierte Auswertung bezogenauf NRW ist geplant.Gemeinsamer Workshop vonÄKWL und PTK zur BarrierefreiheitIm Gesundheitswesen existieren für Menschenmit Behinderung noch zu viele Hür-324 Psychotherapeutenjournal 3/2013

Nordrhein-Westfalenden. Am 3. Juli 2013 diskutierten rund 20Expertinnen und Experten der PTK NRWund der Ärztekammer Westfalen-Lippe, wiesich psychotherapeutische und psychiatrischeVersorgung barrierefrei gestalten lassen.Psychotherapeuten und Psychiater ausNiederlassung und Einrichtungen berietengemeinsam mit Vertretern der Behinderten-Selbsthilfe NRW, welche Barrieren den Zugangvon Menschen mit psychischen undphysischen Behinderungen und einer psychischenErkrankung den Zugang zu einerangemessenen Behandlung erschwerenbzw. unmöglich machen. Auf dem Workshopin der Bodelschwinghschen StiftungBethel in Bielefeld wurde insbesondere derWunsch nach einem Ausbau der Aus-, FortundWeiterbildungsangebote zu behinderungsspezifischenAspekten sowie nach einerbesseren Kooperation der Akteure vorOrt untereinander geäußert. TeilhabeorientierteBehandlungsstrukturen könnten sichjedoch nur dann nachhaltig weiterentwickeln,wenn auch die Vergütungsstrukturenentsprechend angepasst würden. Die Ergebnisseder gemeinsamen Arbeit sollenals Impulse in die laufenden Überlegungenzu den notwendigen Veränderungen in derGesundheitsversorgung des Landes NRWeingebracht werden.Fortbildung: Berufsrecht fürAngestellteAm Samstag, dem 16. November 2013,findet in Essen die Fortbildung „BerufsundArbeitsrecht für angestellte PsychotherapeutInnenin Krankenhäusernund Rehabilitationseinrichtungen“statt. Referent: Dr. jur. Martin Liebig,Gebühr: 80,– Euro, fünf Fortbildungspunkte.GeschäftsstelleWillstätterstr. 1040549 DüsseldorfTel. 0211 / 52 28 47-0Fax 0211 / 52 28 47-15info@ptk-nrw.dewww.ptk-nrw.deNordrhein-WestfalenPsychotherapeutenjournal 3/2013325

ptj_2014-3
sportINSIDER 3/2013 PDF - Freizeitalpin
Ausgabe 3-2013 - IGZ
Trendreport 3/2013 als PDF zum Download - FORBA
TVAktuell 2013-3.pdf - TV Arbergen
3|2013 - Prisma-Online
Kinder & Co 3/2013