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Psychotherapeutenjournal 3/2013 (.pdf)

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Mitteilungen der

Mitteilungen der Psychotherapeutenkammerdurchringen. Es gibt also in den verschiedenenKrankenhäusern und Kliniken, Beratungsstellen,Heimen und anderen Arbeitsfeldernangestellter KollegInnen nochviel zur Verbesserung der Position unseresHeilberufes und zur Anerkennung der Notwendigkeitunserer psychotherapeutischenLeistungen im Rahmen des biopsycho-sozial-ökologischenKrankheitsmodellszu tun.Karl-Wilhelm Höffler(Mitglied des Vorstands)Kammeraktivitäten zu Landtags- und BundestagswahlHessenDie beiden Wahlen am 22. September2013 waren Anlass für die Kammer, mitvielfältigen Aktivitäten ihre gesundheitspolitischenAnliegen in die politische Debattezu tragen.Wie vor vier Jahren wurde das Gesprächmit zahlreichen Bundestagsabgeordnetenund aussichtsreichen Kandidatinnen undKandidaten gesucht. Da nur ein Mitglieddes Gesundheitsausschusses aus Hessenstammt, waren die meisten Gesprächspartnereher fachfremd. In diesen Gesprächenwurde besonderer Wert darauf gelegt,Basisinformationen zu vermitteln.Es wurden insgesamt 15 Bundespolitikerinnenund -politiker (CDU und SPD je vier,GRÜNE drei, FDP und Linke je zwei) angefragt,von den Gesprächen kamen nur dreinicht zustande. Geführt wurden die Gesprächevon Mitgliedern des Vorstands, aberauch die Delegierten Manfred Burkart undMichael Ruh beteiligten sich. Bei jedem derGespräche wurden die BPtK-Broschüre „10Tatsachen zur Psychotherapie“ sowie eineInformation zur Versorgungssituation inHessen, eine DPT-Resolution zur Honorargerechtigkeitfür Vertragspsychotherapeutenund die DPT-Resolution „Versorgung beipsychischen Erkrankungen verbessern –Forderungen an die Politik im Wahljahr2013“ überreicht. Zentraler Gesprächspunktwar die Versorgungssituation/Bedarfsplanungin Hessen, dazu kamen weitere Themenje nach Gesprächssituation und denInteressen der Gesprächspartner. In vielenGesprächen mit Politikern war hilfreich,dass deren Söhne, Töchter oder Partnerpsychotherapeutisch tätig oder in psychotherapeutischerAusbildung sind.darfsplanung bei psychischen Erkrankungen,Novellierung hessisches Freiheitsentziehungsgesetz,Berücksichtigung von Psychologischenund Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutenim HessischenLandeskrankenhausgesetz, Behandlungsvollzugpsychisch auffälliger Straftäter, Bereitstellungvon Studienplätzen für akademischeHeilberufe, Vergütungsregelung fürPsychotherapeuten in Ausbildung und Präventionpsychischer Erkrankungen. Ziel war,Anstöße für die parteiinterne Programmdiskussionzu geben.Vor der Sommerpause wurden Wahlprüfsteineformuliert und die Landtagsparteienum Beantwortung gebeten. Dabei beteiligtesich die Kammer an einer gemeinsamenAktion aller Heilberufekammern, diejeweils zwei Prüfsteine beitrugen. UnsereForderungen an die Politik bezogen sicheinerseits auf die Verbesserung der Versorgungund andererseits auf die Notwendigkeit,bei der Weiterentwicklung fachlicherStandards für Erziehungsberatung und derenFinanzierung das Land wieder in diePflicht zu nehmen. Die Antworten der Parteienwurden in einer Pressekonferenz vonden Heilberufekammern vorgestellt. ÖffentlicheResonanz fand dann leider vorwiegenddas duale Krankenversicherungssystem,das nicht zu unseren gesundheitspolitischenAnliegen gehört.Ergänzend hat der Vorstand weitere Wahlprüfsteineentwickelt. Die Antworten derParteien auf die Fragen wurden auf derHomepage veröffentlicht und über denelektronischen Newsletter der Kammer inder Mitgliedschaft bekannt gemacht. Themenwaren: Versorgung von Patientinnenund Patienten mit psychischen Erkrankungen,Beteiligung der Landespsychotherapeutenkammeran versorgungsrelevantenGremien, das Hessische Landeskrankenhausgesetz,Zwangsunterbringung undZwangsbehandlung, Prävention inkl. Förderungder Erziehungsberatungsstellenund die Reform der Psychotherapeutenausbildung.Dr. Heike Winter (Vizepräsidentin),Alfred Krieger (Präsident),Johann Rautschka-Rücker(Geschäftsführer)Auf Landesebene hatte der Vorstand bereitsim Januar die Spitzen aller im Landtag vertretenenParteien sowie die gesundheitspolitischenSprecher und Sprecherinnen angeschriebenund seine Vorstellungen zu denfolgenden Themenfeldern dargelegt: Be-Alfred Krieger (Präsident LPPKJP Hessen), Dr. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach(Präsident Landesärztekammer Hessen), Dr. Ingo Stammberger (Präsident LandestierärztekammerHessen), Dr. Michael Frank (Präsident Landeszahnärztekammer Hessen) auf einergemeinsamen Pressekonferenz der Hessischen Heilberufekammern am 26. Juni 2013 imCafé Maldaner in Wiesbaden.314 Psychotherapeutenjournal 3/2013

HessenGeht die Psychotherapie ins (Inter-)Netz?Schon seit geraumer Zeit tauchen in deröffentlichen und in der Fachpresse immerwieder Meldungen und Artikel auf, welchedie teils sehr gute Wirksamkeit von Psychotherapieper Internet herausstellen.Nicht selten bleibt aber etwa unklar, ob essich um Selbsthilfe oder Psychotherapiehandelt. Denn die Berufsordnung derKammern definiert, was Psychotherapiesein kann – und was eben auch nicht. DerVorstand der PsychotherapeutenkammerHessen möchte im Rahmen einer Fachveranstaltung,die am 9. November 2013 inder Zeit von 9.30 bis 17.00 Uhr an der JohannWolfgang Goethe-Universität, Frankfurtam Main, Casinogebäude, stattfindenwird, die Mitglieder dazu einladen, sichdem Gegenstandsbereich zu nähern, indemselbiger aus verschiedenen Blickwinkelnbeleuchtet wird.Prof. Dr. Thomas Berger (Universität Bern)wird zunächst einen Überblick geben zum„state of the art“, was internetbasierte Interventionenbei Angststörungen und Depressionbetrifft. Anschließend wird Dr. BjörnMeyer von der Firma GAIA (Hamburg) das„Geht die Psychotherapie ins Netz?Projekte – Erfahrungen –Realisierbarkeiten“Fachtagung der LPPKJP Hessenam Samstag, 9. November 2013 in FFMVorträgeProf. Dr. Thomas Berger(Einführung in das Thema)Dr. Björn Meyer(deprexis)Barbara Evangelou(Erfahrungen mit Online-Beratung)Prof. Dr. Ulrich Müller(Haftungs- und Berufsrecht, QS)Jürgen Hardt(kulturwissenschaftliche Aspekte)Podiums- und PlenumsdiskussionMedizinprodukt „deprexis“, ein internetbasiertesPatientenprogramm, vorstellen unddazu vorliegende Forschungsergebnissemitteilen. Barbara Evangelou, tätig in derErziehungsberatung in Frankfurt am Main,wird in die virtuelle Beratungsstelle der Bundeskonferenzfür Erziehungsberatung (bke)einführen und über Erfahrungen damit berichten.Prof. Dr. Ulrich Müller, Vorstandder LPPKJP Hessen und Lehrender an derHochschule Hannover, wird über HaftungsundBerufsrecht sowie Qualitätssicherungim Kontext des Gegenstandsbereichs referieren.Jürgen Hardt, Gründungspräsidentder LPPKJP Hessen, wird mit seinem Vortragmit dem auf Martin Heidegger bezugnehmendenTitel „Psychotherapie unter derHerrschaft des Man – Subjekt und Beziehungin der Internettherapie“ kulturwissenschaftlicheAspekte beisteuern. Eine abschließendePodiums- und Plenumsdiskussionmit den Referentinnen und Referentensowie mit Dr. Renate Frank (VorsitzendeAusschuss „Wissenschaft & Forschung“ derLPPKJP Hessen) und Jörg Wollstadt, derden Ausschuss „Qualitätssicherung“ derLPPKJP Hessen vertreten wird, soll die Veranstaltungabrunden und den Mitgliedernermöglichen, sich aktiv an der wichtigenund notwendigen Diskussion zum Themazu beteiligen.Dr. Matthias Ochs(wissenschaftlicher Referent)HessenEin Pionier der universitären Psychotherapieausbildung:Nachruf auf Prof. Dr. Wolf Lauterbach (*14.7.1941 † 11.7.2013)Prof. Dr. Wolf Lauterbach(*14.7.1941, † 11.7.2013)Psychotherapeutenjournal 3/2013Unser MitgliedProf. Dr. WolfLauterbach, Inhaberder Professurfür KlinischePsychologieund PsychotherapieamFachbereichPsychologieund Sportwissenschaftender Goethe- Universität Frankfurtvon 1979 bis 2006, ist gestorben.Wolf Lauterbach war ein vielseitig interessierterPsychotherapeut, Lehrer und klinischerForscher. Das spiegelte sich auch inseinen Forschungsschwerpunkten wider,die von der Bedeutung psychischer Konfliktebei der Entstehung und Aufrechterhaltungvon psychischen Störungen, derKonfliktdiagnostik und hier insbesonderedie Entwicklung und Validierung eines Systemszur Messung intrapsychischer Konflikte,über Veränderungsstadien in derPsychotherapie, der Psychotherapie inRussland bis hin zu Zwangserkrankungenund Sozialer Phobie reichten.Er war ein begeisterter kognitiver Verhaltenstherapeutmit breiter psychotherapeutischerErfahrung, der bereits in den sechzigerJahren bei Victor Meyer und Hans-JürgenEysenck seine Ausbildung in Verhaltenstherapieerhalten hatte. Seine Erfahrungenals klinischer Forscher und als Psychotherapeutbildeten das Fundament für seinEngagement bei der Etablierung einer universitärenPsychotherapieausbildung. Alsganz besonderes Verdienst Wolf Lauterbachsmuss die Einrichtung eines Weiterbildungsstudiumsfür Psychotherapie an derUniversität Frankfurt gewertet werden. Bereits1993 begann die erste Gruppe vonDiplom-Psychologinnen und -Psychologenihre Weiterbildung in Psychologie/Psychotherapiemit dem Schwerpunkt Verhaltenstherapie,die von DGPs und BDP zertifiziertwar, an der Goethe-Universität. Dies geschahzu einem Zeitpunkt, an dem es ankaum einer anderen deutschen Universitätein solches praxisnahes Weiterbildungsangebotfür Psychotherapie gab. Wolf Lauterbachverfolgte damit die praktische Umsetzungdes Scientist/Practioner-Modells, indem eine enge Vernetzung von Psychotherapieforschungund -praxis stattfindenkonnte. Das von ihm gegründete Weiterbildungsprogrammwurde 1999 durch dasHessische Landesprüfungs- und Untersuchungsamtim Gesundheitswesen als Ausbildungsinstitutfür Psychologische Psychotherapiestaatlich anerkannt. Im selben Jahrerfolgte auch die Ermächtigung der Ausbildungsambulanzund der Hochschulambulanzdurch den Zulassungsausschuss der315

Psychotherapeutenjournal 2/2006 (.pdf) - medhochzwei Verlag GmbH
Psychologische/n Psychotherapeut - Psychotherapeutenjournal
journal Psychotherapeuten - Psychotherapeutenkammer NRW
Gemeinsame Weiterbildung FL-VE/2013 (PDF, 3 MB)
sportINSIDER 3/2013 PDF - Freizeitalpin
Ausgabe 2013-3 als PDF herunterladen - BKK Rieker . Ricosta ...
Zeitschrift Familie, Ausgabe Dezember 2013 PDF 3 - Familienbund
"Auf den Punkt"-Ausgabe 3-2013 - Kassenärztliche Vereinigung ...
Ärzteblatt Baden-Württemberg 11-2013 [PDF] - Landesärztekammer ...
Ausgabe 3-2013 - IGZ
Trendreport 3/2013 als PDF zum Download - FORBA
TVAktuell 2013-3.pdf - TV Arbergen
Evergislusbote 3/2013 als PDF zum Herunterladen - Sankt Evergislus