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Band41

16 zu erhalten (Troup et

16 zu erhalten (Troup et al., 1991). Es resultiert eine weniger effektive Muskelarbeitsweise, da die Aktivierungsrate bei sinkendem Output steigt. Somit kommt es also zu einer zusätzlichen Aktivierung der antriebswirksamen Muskulatur und es wird nötig, dass auch die Muskeln, die dafür sorgen sollen, dass der subakromiale Spalt nicht verengt wird (vgl. 2.1.1), stärker arbeiten sollen. Somit begünstigt eine nicht ausreichende Kraftausdauer, sowohl der antriebswirksamen Muskulatur als auch der Muskulatur, die für die Balance im Schultergelenk zuständig ist, die Entwicklung des Impingement-Syndroms. Weitere Faktoren stellen aus den eben genannten Gründen auch Muskelschwäche, muskuläre Dysbalancen (stärker entwickelte antriebswirksame Muskulatur) und fehlende Beweglichkeit dar. So wiesen McMaster, Long und Caiozzo (1992) ein gesteigertes Verhältnis von Adduktion zu Abduktion (p

14 17 benötigte Arbeit der Rotatorenmanschette. Das kann zu ihrer Überforderung führen, was das Risiko einer Entzündung erhöht. Als weitere intrinsische Faktoren lassen sich schließlich noch konstitutionelle Gegebenheiten des Sportlers betrachten, insbesondere Hebelverhältnisse, Beweglichkeit und muskuläre Ermüdbarkeit. Die letzten beiden Faktoren wurden bereits ausgeführt und sind bedingt durch den Trainingszustand, aber auch abhängig von den konstitutionellen Voraussetzungen (z. B. Muskelfaserstruktur). Neu sind die Hebelverhältnisse, welche aus der Extremitätenlänge resultieren. In unserem Fall interessiert vor allem die Länge der Arme. Je länger der Hebel, desto größer das Drehmoment und somit die Beanspruchung im Schultergelenk. So kommt es beispielsweise während des Längenwachstumsschubs in der Pubertät, allein durch das Körperwachstum, zu gesteigerter Beanspruchung der Schulter (vgl. Abb. 6). Abb. 6: Wachstumsabschnitte (Grosser, Starischka, & Zimmermann, 2008, S. 178) Zeitgleich erfolgt zumeist in dieser Phase eine Erhöhung des Belastungsumfangs durch Zeit und geschwommene Kilometer (vgl. Abb. 7). Abb. 7: Vorgaben Trainingsumfang maximale Variante des DSV, modifiziert nach (Rudolph, 2015, S. 13) Dementsprechend kann es bei unzureichender Vorbereitung auf diese Belastungen gerade in dieser Entwicklungsphase zu Überlastungserscheinungen kommen.