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Band41

50 Gesamtschwimmart

50 Gesamtschwimmart (GSA)+Flossen Armeschwimmen mit Pullbuoy (Pb) spezif. spezif. KA oder SA KA oder SA allgemein lokal ? Keine Angaben 78,2% VO 2 max von GSA (OGITA, 1996) Gleicher Metabolismus bei höherer Geschwindigkeit im maximalem Schwimmen (DeMATOS,2014) Besondere Bedeutung für Vortrieb in GSA, Wassergefühl↑(NACHTI GAHL, 2001,9) Intensivierung durch Paddles Schwimmen mit Paddles Schwimmen mit Fallschirm Angebundenes Schwimmen (tethered) Power Rack/e-Rack/ Gummiseil spezif. spezif. spezif. KA oder SA KA oder SA KA oder SA allgemein allgemein allgemein Wie VO 2max in GSA submaximal und maximal (OGITA,1999) Keine Angaben Keine Angaben FQ↓, Zuglänge↑ (ONGUN, 2013), Veränderte Armkoordination (SIDNEY,2001) Handgeschwindigkeit↓ Zuglänge↓ Frequenz↓ (LLOP et al.,2006), Arme-Beine Koordination in Schmetterling↑(TELLES et al.,2015) Zugmuster verändert,FQ↓Zuglänge↓ Unterstütztes Schwimmen: FQ↑Zuglänge↓ Handgeschw.= (Maglischo(1985) Effektivität tethered↑ (GIROLD,2006&2007), 6s- Kraul-Sprint↑ (HOHMANN,2010), PAP↑(HANCOCK,2012 ) Kombination von aerobem Training und Krafttraining In der Trainingspraxis werden Kraft- und Ausdauertraining zumeist direkt hintereinander absolviert, Kraft- und Ausdauerfähigkeiten sollen innerhalb der Trainingszyklen parallel zueinander entwickelt werden. Es ist zu vermuten, dass die (Kraft-)Trainingsreize und die Trainingsreize der aeroben schwimmerischen Belastung in Beziehung zueinander stehen. TANAKA et al. (1993) fanden keine signifikanten Unterschiede der Schwimmleistung zwischen einer Trainingsgruppe, die ausschließlich Wassertraining absolvierte und einer Vergleichsgruppe, die zusätzlich Krafttraining absolvierte, obwohl die Kraftwerte bei der Krafttrainingsgruppe deutlich stiegen. Die Kräfte konnten technisch nicht ins Wasser umgesetzt werden. RAGLIN et al. (1996) empfehlen nach einem Krafttraining nicht mehr als 5.000 m Schwimmtraining am Tag, um den Effekt des Krafttrainings nicht entscheidend zu mindern. ASPENES et al. (2009) stellten einen positiven Zusammenhang zwischen maximalem Krafttraining und der 400 m Freistilzeit her. Sie konnten somit zumindest einen negativen Zusammenhang zwischen der gewählten, aus Krafttraining an Land und Ausdauertraining im Schwimmen kombinierten, Trainingsform zur Ausdauerleistung ausschließen. WARNATZSCH lehnt dennoch ein Mischtraining ab und bevorzugt die in Tabelle 5 aufgeführten Schwerpunkte in der Trainingsgestaltung. Er sieht folgende, miteinander harmonisierende Trainingsbereiche: Seite 48

48 51 Tab 5: Miteinander harmonisierende Trainingsbereiche (WARNATZSCH, 2014) Weitere Hinweise auf miteinander kombinierbare Trainingsformen gibt FUHRMANN (2015), der durch Hinweise in der Literatur ebenfalls eine Konzentration auf eine begrenzte Anzahl trainingswirksamer Reize empfiehlt (vgl. Tabelle 6). Tab. 6: Kompatible Trainingsreize (FUHRMANN, 2015) Zusammenfassung und Ausblick Die Arbeit hat sich vor allem mit der Fragestellung beschäftigt, wo Leistungsreserven bezüglich des Einsatzes von widerstandsorientierten Trainingsmitteln im Grundlagenausdauertraining liegen. Anhand der Analyse der Leistungsstruktur wurde deutlich, dass Kraft und Ausdauer eine wesentliche Funktion für eine erfolgreiche schwimmerische Wettkampfleistung erfüllen, eine Verbesserung der Kraft- und Ausdauerwerte aber nicht zwingend zu einer verbesserten Wettkampfleitung führt (vgl. Kap. 2). Im Folgenden konnte gezeigt werden, dass die Grundlagen für entsprechende Trainingsformen zum Kraft- und Ausdauertraining in der Literatur ausreichend beschrieben sind und bereits seit vielen Jahren Anwendung im schwimmsportlichen Spitzentraining finden. Die Leistungsdiagnostik hinsichtlich der Kraft- und Ausdauerfähigkeiten sollte, auch im Rahmen der KLD des DSV, weiterentwickelt werden (vgl. Kap. 3). Es ist darauf zu achten, dass eine maximale Ausbildung der Kraftfähigkeiten nicht unbedingt zu höheren Schwimmgeschwindigkeiten führt. Vergrößerte Kraftwerte müssen erst „mittels Schwimmtechnik in das Wasser“ umgesetzt werden. (RUDOLPH, 2014, S.113). Ausdauerfähigkeiten sollten in Abhängigkeit zum Anforderungsprofil der jeweiligen Zielstrecke optimal und nicht zwingend maximal ausgeprägt werden. Die geschwommenen Kilometer in einer Trainingsphase können daher nicht als alleiniges Kriterium geltend gemacht werden, wenn es darum geht „die Ausdauer“ zu trainieren. Vielmehr sollte man zukünftig versuchen, den umfassenden Begriff der Ausdauer (Grundlagenausdauer) besser messbar zu machen, so scheint die Nutzung neuer Messinstrumente und Messmethoden (z.B. Nachatmungsmethode) im Spitzenbereich sinnvoll. Insbesondere deshalb, da die Sauerstoffaufnahme Hinweise zur Vortriebsökonomie (Technik) liefern kann (vgl. Seite 49