Aufrufe
vor 6 Monaten

Chip Magazin Sonderheft WLAN Handbuch 2018

PRAXIS | HEIMNETZGRUPPEN

PRAXIS | HEIMNETZGRUPPEN Heimnetzgruppenund Freigaben Sie haben IhreWindows-Geräte bereits in Ihr WLAN oder LAN integriert? In diesem Beitrag zeigen wir,wie Sie Daten komfortabel gemeinsam nutzen VON THORSTEN FRANKE-HAVERKAMP Bisher haben Sie sich noch nie mit Netzwerken beschäftigt, weil Ihnen die Technik dahinter zukompliziert erschien? Vielleicht ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, Ihre Meinung zu ändern. Windows macht es Ihnen nämlich wirklich sehr leicht, ein eigenes Heimnetz einzurichten, in dem alle Teilnehmer problemlos auf freigegebene Daten zugreifen können. Das hilft nicht nur bei der Büroarbeit, sondern erleichtert auch den Zugriff auf Ihre Film-, Musikund Fotosammlung. Wie Sie ein solches Heimnetz anlegen und wie Sie anschließend gemeinsame Freigaben nutzen, erfahren Sie in den Workshops indiesem Artikel. Doch auch wenn Sie zuHause bereits über ein kleinesNetzwerkverfügen, es aber vielleicht beim Dateiaustausch noch etwas hakt, finden Sie hier einige gute Tipps und grundlegende Informationen. Übrigens: Heimnetzgruppen lassen sich nicht nur mit Windows 10 anlegen, sondern auch mit Windows 7(außer Windows 7Starter) sowie Windows 8und 8.1. Beachten Sie jedoch, dass Sie bei den RT- Versionen von Windows 8keine Heimnetzgruppen aufbauen, sondern ihnen nur beitreten können. Es lässt sich sogar ein „gemischtes Netzwerk“errichten, also ein Netzwerk ausRechnernmit verschiedenen Windows-Versionen. Hinweis: In diesem Workshop gehen wir davon aus, dass auf allen Ihren Geräten bereits Windows 10 läuft. Voraussetzungen für eine Gruppe Eine Voraussetzung –übrigens bei allen genanntenWindows-Versionen –ist, dass SieIhr Netzwerk zumprivatenNetzwerk machen. Dasklingt logisch, denn schließlich wollen Sie vermutlich nicht mit Fremden gemeinsam aufIhreDateien zugreifen. Windows unterscheidet daher zwischen einem öffentlichen und einem privaten Netzwerk. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass Sie sich mit Ihrem Rechner –zum Beispiel Ihrem Notebook –mal in einem privaten, mal in einem öffentlichen Netzwerk befinden. Windows 10 hatdas clever gelöst:Sobald Sie sich zum ersten Mal mit einem Netzwerk verbinden, werden Sie gefragt, ob Sie den Zugriff anderer zulassen möchten oder nicht.Das würden Sieetwa in einem Café ablehnen, beisichzuHause aber zulassen. Natürlich lässt sich diese Einstellungauchnachträglich ändern. So Foto:Nikolaus Schäffler 100 2018 | WLAN-Handbuch

HEIMNETZGRUPPEN | PRAXIS Verklickt? Auch nachträglich lassen sich dieBerechtigungenfür dieHeimnetzgruppeändern DieKennzeichnung als privates Netzwerk ist Voraussetzung fürdie Nutzung vonHeimnetzgruppen Wenn Sie Ihre Medienbibliothekfreigeben, könnenauch Fernseher und WLAN-Boxen darauf zugreifen kann man aus einem öffentlichen Netzwerk ein privates machen und umgekehrt. Klicken Siedazuauf dasNetzwerksymbol rechts unten in der Taskleiste und wählen Sie »Netzwerk- und Interneteinstellungen«. Im Bereich »Status« klicken Sie auf den Hyperlink »Verbindungseigenschaften ändern«. Aufder folgenden Seite sehen Sie, ob das Netzwerk, das mit dem der Computer verbunden ist, als „Öffentlich“oder „Privat“ ausgewiesen ist. Wie esdie Beschreibung aussagt, ist nur imprivaten Modus die Suche nach PCs, Geräten und Inhalten in diesem Netzwerk gestattet. Um auf Bibliotheken eines anderen Rechnerszuzugreifen, ist es zudem erforderlich, dass dieser Computer auch angeschaltet ist. Dies mag trivial klingen, sorgt aber immer wieder für Probleme. Denn sobald ein Rechner auch nurinden Ruhemodus wechselt, verschwindet er ausder Heimnetzgruppe. Freigaben für alle HabenSie dieStandardvorgabenfür eine Heimnetzgruppe verwendet, erhalten alle anderen Mitglieder Zugriff auf Ihre Musik, Filme und Fotos. Das bedeutet jedoch nur, dass die anderen Nutzer Ihre Dateien lesen (oder gegebenenfalls ausführen)dürfen –einen Schreibzugriff habensie nicht.Auf diese Weise verhindern Sie, dass jemandanderes etwa versehentlich Ihre Bilder löscht. Falls Sie einen gemeinsamen Ordner mit Schreibrechten für alle wünschen, müssen Sieihn manuell anlegen und dafür Berechtigungen vergeben. Wie das geht, erfahren Sie im Workshop auf der nächsten Doppelseite. So können Siebeispielsweise auch individuell festlegen, wer nur Leserechte bekommen soll und wervolleSchreibrechte für alle Dateienerhält. Vorgaben anpassen Natürlich haben Sie aber auch die Möglichkeit, die Standardvorgaben für Ihre Heimnetzgruppenachträglich zu ändern. Rufen Sie dazu die »Einstellungen« auf und gehen Sie auf »Netzwerk und Internet |Status |Heimnetzgruppe«. Klicken Sie auf »Für die Heimnetzgruppe freigegebene Elemente ändern«. So können Sie beispielsweise festlegen, dass nurdie Musiksammlung freigegebenwirdund sonst nichts.NachKlicksauf »Weiter«und »Fertigstellen« und kurzer Wartezeit sind alle Änderungen im Netz wirksam. Neben anderen Rechnern gibt es jedoch oft jede Menge weiterer Geräte, die auf Freigaben im Netzwerk zugreifen können. Besitzen Sie einen aktuellen Fernseher, ist dieser meist „smart“ –Sie können ihn also ans Heimnetzund damit auch ans Internet anbinden. Wollen Sie Ihrem TV-Gerät den Zugriff auf Ihre Medienbibliothek erleichtern, gibt es hierfür unter Windows ebenfalls eine spezielle Methode: Gehen Sie auf »Einstellungen | Netzwerk und Internet |Status |Heimnetzgruppe« und klicken Sieauf »Für alle Geräte indiesem Netzwerk...«. Vergeben Sie nun einen aussagekräftigen Namen für Ihre Medienbibliothek. Sie könnten anschließend die Freigabeberechtigten separatauswählen, wir empfehlen jedoch einen Klick auf die Schaltfläche »Alle zulassen«. Bestätigen Sie die Einstellung und wählen Sieanschließend aus, welche Bibliotheken Sie freigeben wollen. Windows blendet zum Schluss noch einmal dasHeimnetzgruppenkennwort ein. Eine direkte Funktion zum Löschen einer einmal angelegten Heimnetzgruppe gibt es übrigens nicht. Ebenso wenig hat Microsoft vorgesehen, dass eine zweite oder gar dritte Heimnetzgruppe innerhalb eines Netzwerks angelegt wird. Sie können aber eine Heimnetzgruppe verlassen, und zwar über »Einstellungen | Netzwerk und Internet |Status |Heimnetzgruppe« und einen Klick auf »Heimnetzgruppe verlassen«. Hat jeder Teilnehmer im Netz dieGruppeverlassen, ist siequasi gelöscht. → WLAN-Handbuch | 2018 101

Handbuch FRITZ!WLAN Repeater N/G - M-net
Handbuch für WLAN HotspotRouter Inhaltsverzeichnis - Hotsplots