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Chip Magazin Sonderheft WLAN Handbuch 2018

SCHNELLES NETZ |

SCHNELLES NETZ | VODAFONE GIGACUBE VodafoneGigaCube ist ein LTE-Router für dieInternetversorgung via Mobilnetz.Sei es unterwegs, im Ferienhaus oder daheimals DSL-Ersatz LTEstatt DSL Ist das Internet aus der Telefondose zu langsam oder gar nicht verfügbar, bietet sich mobiles Highspeed-Internet als Alternativean. Wir haben ein Angebot vonVodafone in der Praxis getestet VON ANDREAS HENTSCHEL ImWochenendhäuschen, in der Ferienwohnung oder nach einem Umzug im neuen Zuhause: Nicht überall ist schnelles Internet verfügbar. Dank des zuletzt raschen LTE-Ausbaus mausert sich das mobile Netz aber langsam zur Alternative zum herkömmlichen DSL- Anschluss. Vodafone bietet mitdem Giga- Cube nun einen mobilen Router an, der das Zeug haben könnte, das kabelgebundene Internet durch einen 4G-Anschluss zu ersetzen –auch dank eines fairen Tarif-Bundles. Es bleiben jedoch kleine Tücken, wieunser Praxistestgezeigt hat. Im GigaCube steckt ein Huawei-Router mit der schnöden Modellbezeichnung B528. Der unterstützt LTE Cat 6, theoretisch also eine Bandbreite bis 300 MBit/s. Bei 150MBit/sregelt Vodafone ab –das ist aber unerheblich, denn so schnell ist das Netz im Alltag ohnehin kaum einmal. Beeindruckend ist der Upload von50MBit/s, das schaffen sonst nur direkte Fibre-tothe-home-Anschlüsse. Schneller als Glasfaser –teilweise Im Praxiseinsatz freilich hängt die verfügbare Bandbreite vom Einsatzort ab. Die Messungen in unserer ländlichen Testumgebung 50 Kilometer westlich von München zeigten im Download durchweg zwischen 22 und 30 MBit/s. Die von Kabel oder VDSL verwöhnten Kollegen ausder Großstadtbeeindrucktedas zwar nicht,aberdiese Wertetoppendie derzeit auf dem Land üblichen DSL-Geschwindigkeiten um das Drei- bis Vierfache. Grund zum Nörgeln würden allenfalls Hardcore-Gamer finden, denen die Ping- Zeit von durchschnittlich knapp 100 Millisekunden zu lang ist. Beim Meisten, was man heute via Internet macht, stört die Latenz aber nicht. Surfen, Skypen, Streaming –alles funktioniert wie gewohnt. Das Streamen vonVideos sogar besser als am herkömmlichen ländlichen DSL-Anschluss; dank der Bandbreite wären sogar ultrahochaufgelöste Videos drin. Praktisch gibt es dafür aber eine Hürde: Im Normalbetrieb werden Videostreams bei den GigaCube- Tarifen auf480p-Auflösung begrenzt. Das spart Datenmenge –angesichts von monatlich 50 Gigabyte Maximalvolumen sinnvoll. Werdiese Limitierung nicht haben möchte, kann sie via Hotline deaktivieren. Man sollte sich das jedoch gut Foto: Neoseen GmbH/Vodafone 36 2018 | WLAN-Handbuch

VODAFONE GIGACUBE | SCHNELLES NETZ Bei unseren Messungen schlug der GigaCube mitseinerBandbreite dasamTestort verfügbare(A)DSL um dasDrei- bis Vierfache Über dasVodafone Center bleibt der Datenverbrauch im Blick –und sorgtfür manchenSchweißausbruch lange vorMonatsende Tarifdetails Monatl. Inklusiv-Volumen Max. Bandbreite (Download/Upload) 1) Monatl. Grundpreis 2) Einmalige Bereitstellungsgebühr Vertragslaufzeit VodafoneGigaCube 50 GB 150 MBit/s /50MBit/s 34,99 Euro 39,99 Euro 24 Monate Konditionen unter Kontrolle Die wichtigsten Tarifdetails zum Vodafone GigaCube in der Übersicht Schließen Sie den GigaCube andie FritzBoxan, aktivierenSie unter Zugangsdaten dieOption »Vorhandener Zugang über LAN« Info http://bit.ly/2uehKM9 1) Nach Verbrauch des Inklusivvolumens Drosselung auf 32 KBit/s 2) Vodafone-Kunden mit bestimmten Mobiltarifen zahlen nur 24,99 Euro/Monat überlegen, denn es reicht eine Stunde 4K- Video, um das Monatsvolumen aufzubrauchen. Danach wirdauf 32 KByte/sgedrosselt, was nicht nur für 4K zu wenig ist, sondern den Internetzugang jenseits von E-Mail und Messaging unbrauchbar macht. Man kann zwar Datenvolumen nachbuchen, doch das ist verhältnismäßigteuer –dazugleich mehr. Die Datenverbrauchsgrenze ist eine mittlerweile ungewöhnliche Einschränkung, die sich im Internetalltag auch in ungewöhnlichem Verhalten niederschlägt. Ständig hat man ein Auge auf den Verbrauch und wird nervös, weil Rechner und Smartphones zuHause unerwarteteEigenlebenentwickeln. Sowohl der Mac als auch die diversen PCs laden mal schnell über Nacht fällige Software- Updates runter, in der Summe waren das an einem Abend 10 Gigabyte. Hinsichtlich ihres Datenverbrauchs auch nicht zu vernachlässigen sind neue Fotos, Musik und andere Daten, für die eine längst vergessene Cloud-Synchronisierung wieder eingerichtetwurde. Die Limitierung sorgt also für ein gewisses Datenbewusstsein, führt aber auch zum verzweifelten Versuch, wieder die Kontrolle darüber zu gewinnen, welche Anwendung wann wie viele Daten vom eigenen Rechner ins Internet lädt – oder umgekehrt aus selbigem zieht. Als hilfreich erwies sich das Tool TripMode (Download für PC oder Mac unter tripmode.ch), das bei mobilen Verbindungen gezielt den Internetzugang für Anwendungen freigibt. Unerwünschte Transfers im Hintergrund bleiben aus, bei Datenknappheit am Monatsende kann man also etwa nur noch dem Browser das Internet zugestehen. TripMode kann sieben Tage kostenlos getestet werden, danach kostet dieVollversionknapp acht Euro. Tarif mit fairen Optionen DasGeldhat man schnell wiederdrin: Ist am Ende des Datenvolumens noch reichlich Monat übrig, bietet Vodafone Volumen zum Nachbuchen an: das (schnell verbrauchte) Gigabyte für 2,99 Euro; maximal gibt es 25 Gigabyte für 24,99 Euro. Angesichts des Grundpreises von knapp 35 Euro pro Monat sind diese Nachbuchoptionen recht teuer –immerhin aber eine Hintertür, falls wirklich mehr Internet benötigt wird. Insgesamt sind die von Vodafone veranschlagten knapp 35 Euro für den GigaCube-Tarif in Ordnung –gemessen am Preis pro Gigabyte derzeit sogar konkurrenzlos. Zusammen mit bestimmten Mobilfunktarifen zahlt man sogar nur knapp 25 Euro. Empfehlenswert ist vor allem die Tarifvariante GigaCube Flex, bei der man nur dann zahlt, wenn man den mobilen Router tatsächlich verwendet – also beispielsweise drei oder vier Mal im Jahr, wenn man unterwegsist. Mit dem GigaCube können Sie übrigens nur ins Internet gehen. Er hat zwar auch eine Telefonbuchse, die ist allerdings nicht aktiv. Über den integrierten LAN-Anschluss lässt er sich an den vorhandenen Router anschließen –etwa die FritzBox. Schon wegen der kryptischen Bedienoberflächedes Huawei-Routersist das keine schlechte Idee, außerdem ersparen Sie sich Neukonfigurationen von Netzwerkzugängen oder VPNs. Nureinesnoch: Der GigaCube ist nur für die nomadische Nutzung vorgesehen. Er funktioniert zwar überall, wo Sie verweilen,abernicht,wenn SieetwaimAuto oder Zug unterwegs sind. Da er einen Stromanschluss braucht, ist er jedoch ohnehin nicht sonderlich mobil. WLAN-Handbuch | 2018 37

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