Aufrufe
vor 2 Monaten

GRO_Taschenbuch_MUSTER

ne Mutter bin. Aber

ne Mutter bin. Aber dieser Alptraum ist nun vorbei. Manchmal kann ich es selbst noch gar nicht glauben.“ Am Ende hatten sie beschlossen, die Details bei einem Besuch auszutauschen. Dieses Telefonat lag nun über drei Monate zurück. Als sie nebeneinander am Strand entlanggingen, war es warm und so windstill wie sonst fast nie an dieser Küste. Am Himmel standen dichte Wolken. Eine einsame Möwe döste verloren auf der Steinbank vor sich hin. Der Wassersaum war weit draußen sichtbar. „Auch mich hat es erwischt“, sagte Katja und strahlte übers ganze Gesicht. „Endlich wieder.“ Im nächsten Monat wollte sie zum ersten Mal in ihrem Leben mit einer Frau zusammenziehen. „Am Anfang hat sie mich sehr an dich erinnert, Lara“, sagte sie. „Jetzt nicht mehr?“, fragte Lara und lächelte. „Nur noch selten“, meinte Katja. „Dafür ist sie viel zu sehr ein eigener Mensch. Genau wie du.“ Sie grinste. „Nur ihre Augen haben noch immer Ähnlichkeit mit deinen. Sie sind auch grau und grün gleichzeitig.“ Paul hielt sich aus dem Gespräch der beiden Frauen zumeist heraus. Maurice kletterte aus seinem Wagen. Paul und er suchten im Sand nach Muscheln. Während Lara erzählte, ließ sie die beiden nicht aus den Augen. „Die Ärzte nehmen an“, sagte sie, „dass meine Kopfverletzung damals zu der Amnesie geführt hat. Möglich ist aber auch, dass es der Schock der Ereignisse war, vielleicht beides zusammen. Genau lässt sich das nicht mehr klären.“ „Ist aber wohl auch nicht so wichtig, oder?“, wandte Katja ein. „Du hast Recht“, bestätigte Lara, „Wichtig ist, dass nicht ich Bruno getötet habe.“ „Sondern Marlies Schwalm?“, fragte Katja. „Jedenfalls gibt sie inzwischen zu“, sagte Lara, „dass er bei ihrem Gerangel gestürzt ist und dann tot war. Wie es aussieht, hat sie mir damit das Leben gerettet. Aber die Staatsanwaltschaft ermittelt noch immer.“ 258

„Aber wieso hast du damals geglaubt, du hättest ihn getötet?“ Lara schwieg eine Weile. Als müsse sie sich noch einmal ganz neu entschließen, diese Dinge erneut auszusprechen. „Als ich aufwachte“, sagte sie schließlich, „bin ich aus dem Haus gegangen. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich mich an nichts erinnern, was sich bis dahin in dieser Nacht abgespielt hatte, seit ich vom Strand zurück war. Und als ich Bruno fand, vor dem Haus tot in einer Blutlache liegend, da hab ich gedacht …“ „… du wärst es gewesen“, ergänzte Katja. Lara nickte. „Überall im Haus fand ich Spuren eines heftigen Streits“, sagte sie. „Und da ich mich nicht daran erinnern konnte, dass Marlies Schwalm wieder aufgetaucht war, dachte ich, Bruno und ich hätten gestritten.“ Wieder gingen sie eine Weile schweigend nebeneinander her, bevor Lara fortfuhr: „Also beseitigte ich alle Spuren des Streits, bevor ich die Polizei anrief. Auch meine eigene Verletzung und meine Gedächtnislücke verschwieg ich, denn ich dachte, jeder auch nur halbwegs findige Polizist könnte sich dann den Rest zusammenreimen. So haben sie die Geschichte geglaubt, die ich ihnen auftischte: Bruno war nach draußen gegangen, um frische Luft zu schnappen. Dann war er nicht wiedergekommen. Der Rest war klar.“ „Aber du selbst hast deine eigene Geschichte nicht geglaubt?“ „Nein. Ich war sicher, ihn getötet zu haben. Und genauso sicher war ich, dass die Wahrheit irgendwann ans Licht kommen würde. Deshalb fing ich gleich nach Brunos Beerdigung ein neues Leben an. Du weißt ja, dass ich mir eine neue Existenz aufbauen wollte. Zum Glück hat das nicht funktioniert. Dann hätte ich Maurice nicht wiedergefunden. Und Paul nie kennen gelernt.“ Paul und Maurice hatten inzwischen ihre Jackentaschen so prall mit Muscheln gefüllt, dass sie zu platzen drohten. Sie entleerten sie in den Buggy und suchten danach weiter. „Es gibt nur eine Sache, die ich nicht verstehe“, sagte Katja nachdenk- 259

  • Seite 1 und 2:

    1

  • Seite 3 und 4:

    Ole Hansen Das gefundene Kind Roman

  • Seite 5 und 6:

    5 Anzeige

  • Seite 7 und 8:

    Prolog Es war der Abend des vierund

  • Seite 9 und 10:

    jetzt, aber er fand nichts. Dabei s

  • Seite 11 und 12:

    Er selbst konnte nicht mal sagen, o

  • Seite 13 und 14:

    Grund dafür haben. Hab ich ihn nic

  • Seite 15 und 16:

    „Nett!“, rief ich und sprang au

  • Seite 17 und 18:

    len, wie unsere Kinderpläne es erf

  • Seite 19 und 20:

    19

  • Seite 21 und 22:

    „So? Und was, bitte schön, sollt

  • Seite 23 und 24:

    nommen hatte, dachten wir uns anfan

  • Seite 25 und 26:

    ihr lag. „Dr. Bode meint“, sagt

  • Seite 27 und 28:

    Kapitel 4 „Was macht Ihre Frau?

  • Seite 29 und 30:

    29 Anzeige

  • Seite 31 und 32:

    „Ich habe jemanden fliehen sehen

  • Seite 33 und 34:

    entscheiden. Augenblicke, in denen

  • Seite 35 und 36:

    weit, dass sie sich auf den Urlaub

  • Seite 37 und 38:

    37 Anzeige

  • Seite 39 und 40:

    vom anderen zu trennen. Vielleicht

  • Seite 41 und 42:

    Anzeige heulenden Motor eines Autos

  • Seite 43 und 44:

    Hübner hatte ich zu diesem Zeitpun

  • Seite 45 und 46:

    Anzeige die Mutter nicht gefunden w

  • Seite 47 und 48:

    Ich glaubte zunächst, mich verhör

  • Seite 49 und 50:

    49 Anzeige

  • Seite 51 und 52:

    „Es hakt nicht“, behauptete ich

  • Seite 53 und 54:

    sich selbst. Nicht vom Schreiben, s

  • Seite 55 und 56:

    „Mit einer Chemotherapie und mit

  • Seite 57 und 58:

    „Du hättest sie zum Arzt fahren

  • Seite 59 und 60:

    59 Anzeige

  • Seite 61 und 62:

    Anzeige band jetzt schon viel weite

  • Seite 63 und 64:

    Kapitel 10 Jetzt erfuhr ich ihren N

  • Seite 65 und 66:

    Anzeige Irrte ich mich oder klang d

  • Seite 67 und 68:

    67 Anzeige

  • Seite 69 und 70:

    Ich musste zweimal schlucken. Entt

  • Seite 71 und 72:

    herein.“ So viel zusammengestotte

  • Seite 73 und 74:

    unerwartet, gab sie sich einen Ruck

  • Seite 75 und 76:

    „Gute Nacht“, sagte sie förmli

  • Seite 77 und 78:

    77 Anzeige

  • Seite 79 und 80:

    „Ich bin der Vater von Maurice“

  • Seite 81 und 82:

    lag ein kleiner, lebloser Körper.

  • Seite 83 und 84:

    Anzeige … ich … ich kann doch n

  • Seite 85 und 86:

    85 Anzeige

  • Seite 87 und 88:

    „Und warum?“ Plötzlich grinste

  • Seite 89 und 90:

    „Das befürchte ich auch“, sagt

  • Seite 91 und 92:

    91 Anzeige

  • Seite 93 und 94:

    „Sie hat es Ihnen anvertraut“,

  • Seite 95 und 96:

    einer sah sie erstaunt an. „Ich w

  • Seite 97 und 98:

    weißes T-Shirt übergestreift. Der

  • Seite 99 und 100:

    de stärker. Es dauerte nicht lange

  • Seite 101 und 102:

    Lara noch ich hätten es in irgende

  • Seite 103 und 104:

    Anzeige 103

  • Seite 105 und 106:

    ner linken Hand, bevor ich es sah.

  • Seite 107 und 108:

    daraus die Möglichkeit ergab, das

  • Seite 109 und 110:

    109 Anzeige

  • Seite 111 und 112:

    Anzeige Ich war jetzt bei dem runde

  • Seite 113 und 114:

    Anzeige 113 müssen dringend reden.

  • Seite 115 und 116:

    Frank Schulte war ihr Chef. „Nich

  • Seite 117 und 118:

    „Ich weiß“, sagte Nina, und ic

  • Seite 119 und 120:

    Vor Laras Wohnung gab es keinen fre

  • Seite 121 und 122:

    121 Anzeige

  • Seite 123 und 124:

    ne eigentliche Absicht immer mehr i

  • Seite 125 und 126:

    Kapitel 18 Nina verließ unser geme

  • Seite 127 und 128:

    „Was ist nur?“, fuhr ich ungedu

  • Seite 129 und 130:

    Anzeige sie offenbar kein besonders

  • Seite 131 und 132:

    „Nicht nötig“, sagte ich. „L

  • Seite 133 und 134:

    sen wirkten von hier oben angenehme

  • Seite 135 und 136:

    135 Anzeige

  • Seite 137 und 138:

    Anzeige „Wieder ja“, sagte sie.

  • Seite 139 und 140:

    139 hatte, da Laras Vorliebe für M

  • Seite 141 und 142:

    Anzeige letzten Grappa, den ich in

  • Seite 143 und 144:

    143 Anzeige

  • Seite 145 und 146:

    Anzeige „Und melde dich hier ja n

  • Seite 147 und 148:

    Anzeige wohl sie der Mensch war, be

  • Seite 149 und 150:

    entfernt. Und meine angeblich neuen

  • Seite 151 und 152:

    Am übernächsten Tag tauchte plöt

  • Seite 153 und 154:

    überzahlt hat. Er bekommt noch Gel

  • Seite 155 und 156:

    155 Anzeige

  • Seite 157 und 158:

    Anzeige nern einen Schalter dafür.

  • Seite 159 und 160:

    Anzeige Er muss die Veränderung ge

  • Seite 161 und 162:

    Mein Kaffee wurde kalt, ich rührte

  • Seite 163 und 164:

    Anzeige „Nichts da.“ Charlottes

  • Seite 165 und 166:

    „Die Hilfe, die Sie brauchen“,

  • Seite 167 und 168:

    167 Anzeige

  • Seite 169 und 170:

    Anzeige Maurice war die ganze Zeit

  • Seite 171 und 172:

    Anzeige rennen. Was sonst sollte ic

  • Seite 173 und 174:

    173 Anzeige

  • Seite 175 und 176:

    Anzeige 175 Ich setzte mich in der

  • Seite 177 und 178:

    Kapitel 25 Auf der Hamburger Stadta

  • Seite 179 und 180:

    179 Anzeige

  • Seite 181 und 182:

    „Nun, was halten Sie davon, Frau

  • Seite 183 und 184:

    183 Anzeige

  • Seite 185 und 186:

    Anzeige Als sie erkannte, dass ich

  • Seite 187 und 188:

    Anzeige „Und in dieser wohlmeinen

  • Seite 189 und 190:

    Paul, hab dein Auto zufällig entde

  • Seite 191 und 192:

    Ich betrachtete Möwen, Tauben, Ska

  • Seite 193 und 194:

    hen. „Nein“, sagte ich und zog

  • Seite 195 und 196:

    kann.“ „Holst du uns ein Glas C

  • Seite 197 und 198:

    schon im Bad. Ich hörte die Dusche

  • Seite 199 und 200:

    199 Anzeige

  • Seite 201 und 202:

    Anzeige Ich dachte auch nichts. Jed

  • Seite 203 und 204:

    Anzeige Katja schüttelte den Kopf,

  • Seite 205 und 206:

    sagen. Lara hatte ihr, vielleicht u

  • Seite 207 und 208: „… bei denen sie selbst nicht b
  • Seite 209 und 210: Ich lächelte verkrampft. Mit herun
  • Seite 211 und 212: 211 Anzeige
  • Seite 213 und 214: ein einziges Mal zu mir um. Das Hau
  • Seite 215 und 216: lassen. „Wir haben nicht denselbe
  • Seite 217 und 218: Anzeige pas, ist. Und da reden Sie
  • Seite 219 und 220: Sie holte mich ein und hielt mich a
  • Seite 221 und 222: 221 Anzeige
  • Seite 223 und 224: Kälte nicht mehr. Ich hab keine An
  • Seite 225 und 226: Anzeige „Hallo?!“, ruft sie ver
  • Seite 227 und 228: „Was machen Sie hier? Ich denke,
  • Seite 229 und 230: „Bruno ist genauso überrascht“
  • Seite 231 und 232: Anzeige Wir hatten beschlossen, die
  • Seite 233 und 234: „Wären Ihnen Rindsrouladen recht
  • Seite 235 und 236: Anzeige lösen“, meinte er unbest
  • Seite 237 und 238: anderes. Bis an mein Lebensende hä
  • Seite 239 und 240: Kapitel 31 Fast im Vorübergehen ha
  • Seite 241 und 242: 241 Anzeige
  • Seite 243 und 244: Anzeige dass wir auf diesem Weg ein
  • Seite 245 und 246: ere, aber Lara schien unschlüssig.
  • Seite 247 und 248: end sie mit den Berliner Eltern im
  • Seite 249 und 250: Anzeige Kleiderschrank klagte von d
  • Seite 251 und 252: die Lehne des Sofas, zog ihre Schuh
  • Seite 253 und 254: zu kommen. Bruno kommt ebenfalls ho
  • Seite 255 und 256: den. Ich setze mich neben sie, nehm
  • Seite 257: 257 Anzeige
  • Seite 261 und 262: Nachtrag von Paul Thailer: Später
  • Seite 263 und 264: 263 Anzeige
  • Seite 265 und 266: 265
  • Seite 267 und 268: 267