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„Sissi“- Trilogie - Das Romy Schneider Archiv

„Sissi“- Trilogie - Das Romy Schneider Archiv

2 Ernst Marischkas Stil

2 Ernst Marischkas Stil innerhalb der „Sissi“- Trilogie Ernst Marischkas Stil (= besondere, unverwechselbare Grundmuster, die das Kunstschaffen von Völkern bzw. kulturellen Regionen, historischer Zeitabschnitte, einzelnen Künstlern und die Ausprägungsformen bestimmter Werktypen oder einzelner Kunstprodukte kennzeichnen) 38 in der „Sissi“-Trilogie wird bestimmt von der Wahl der Motive (Bildkomposition) und der Art und Weise ihrer Inszenierung (Filmregie). Die Bildkomposition wird in Punkt 2.1 analysiert. Die Merkmale von Ernst Marischkas Regie (= Leitung einer Inszenierung in Schauspiel, Oper, Film, Fernsehen und Hörspiel) 39 werden im Folgepunkt 2.2 untersucht. 2.1 Bildkomposition Ein Film kann, unabhängig von der Handlung, als Folge von Einzelbildern verstanden werden. Jedes einzelne Bild wird mit Hilfe einer Bildkomposition (= Anordnung von Personen und Objekte in diesem Bild) aufgebaut. Um den formalen Aufbau eines Standbildes decodieren zu können, wird in der vorliegenden Diplomarbeit zwischen den folgenden Elementen unterschieden: • Kompositionsebenen Es gibt drei Arten von Kompositionsebenen, um eine Bildkomposition aufzubauen: die Horizontebene, die Bildebene und die Tiefenebene. Alle drei Ebenen sind eng miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig. 40 • Perspektive Von Perspektive (= lat. perspicere: mit Blicken durchdringen, deutlich wahrnehmen) spricht man, wenn eine zweidimensionale Darstellung dreidimensionaler Objekte 38 Mayers Taschenlexikon, Band 21, Mannheim 1995, S. 133. 39 Mayers Taschenlexikon, Band 18, Mannheim 1995, S. 146. 40 James Monaco, Hans Michael Bock (Hrs.), Film verstehen. Kunst, Technik, Sprache, Geschichte und Theorie des Films und der neuen Medien, 9. Auflage, Reinbek bei Hamburg 2007, S. 192. 5

mit Hilfe einer Zentralprojektion dem Betrachter ein „naturgetreues“ Bild des Objekts vermittelt. 41 • Bildfläche Bei der Bildfläche handelt es sich um den tatsächlichen Bildträger, wie zum Beispiel einen Bildschirm, eine Holztafel und eine Leinwand. Die Bildfläche kann unter Umständen mit der Bildebene gleichgesetzt werden. • Farbe/Kontrast Bevor der erste Farbfilm in die deutschsprachigen Kinos kam, wurden nur s/w- Filme produziert. Mit der Farbe konnten ganz neue Eindrücke und Effekte geschaffen werden. In den 1950er Jahren unterschied man zwischen Agfacolor, Technicolor und Eastman-Color. • Licht/Schatten Das Licht kann in natürliche und künstliche Lichtquellen unterteilt werden. Unter den künstlichen Lichtquellen versteht man Kerzenlicht, Scheinwerfer oder Spots, die zur Ausleuchtung des Sets verwendet wurden. 2.1.1 Kompositionsebenen Ein Filmemacher komponiert ein Bild, wie bereits erwähnt, mit Hilfe der Horizontebene, der Bild- und Tiefenebene. Bild 2: Die 3 Kompositionsebenen. 41 Mayers Taschenlexikon, Band 17, Mannheim 1995, S. 37. 42 Monaco, Film verstehen (zit. Anm. 40), S. 190. • Die Horizontebene (H) ist jene Dimension, die sich parallel zum Boden und zum Horizont befindet. • Da das Bild eigentlich zweidimensional ist, liegt die Bildebene (B) im rechten Winkel auf der Horizontebene. • Die Tiefenebene (T) steht senkrecht zur Bildebene und der geographischen Ebene (= Horizontebene). 42 6

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