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6. Ö/D WARENLEHRE-SYMPOSIUM, LAMBRECHT 53

Stefan D. Seidel

(PUMA AG, Herzogenaurach, Environmental and Social Affairs)

FORUM WARE 32 (2004) NR. 1 - 4

Das PUMA - S.A.F.E - System

Das S.A.F.E.- Konzept der PUMA AG steht für Social Accountability and Fundamental Environmental

Standards und umfasst die Einführung, Durchsetzung und Überwachung von detaillierten Standards in den

Bereichen Umweltschutz (produkt- und produktionsbezogen), Arbeitssicherheit und Soziales.

Als weltweit agierendes Unternehmen sieht sich die PUMA AG wiederholt mit Vorwürfen konfrontiert, bei

der Produktion in so genannten „weniger entwickelten Ländern“ würden finanzielle Vorteile auf Kosten der

Umwelt oder der Mitarbeiter bei unseren Produktionspartnern erwirtschaftet.

Die PUMA AG hat bereits 1993 mit der Einführung eines Verhaltenskodex ein klares Statement gegen solche

Geschäftspraktiken gesetzt. In der Folge wurde ein S.A.F.E.-Handbuch erstellt (dessen Einhaltung integraler

Bestandteil der Verträge zwischen PUMA und unseren Lieferanten darstellt), ein Team aus S.A.F.E.-

Auditoren zusammengestellt und weltweit alle direkten Hersteller der PUMA AG auditiert. Im Anschluss an

diese Audits werden, falls notwendig, Korrekturpläne erstellt deren Umsetzung wiederum von PUMA

überwacht wird.

Dabei versteht sich das S.A.F.E.-Konzept und –Team aber keinesfalls nur als Überwachungsorgan

vorgegebener Standards. Vielmehr sollen die Hersteller der PUMA AG, die idealerweise in langfristigen

strategischen Partnerschaften and das Unternehmen gebunden werden, in ihren Bemühungen unterstützt

werden, eigene Managementsysteme für die Bereich Umweltschutz, Arbeitssicherheit und Soziales zu

entwickeln.

Herausragendes Merkmal unseres Konzeptes, dass von den fünf „Säulen“ Transparenz, Dialogbereitschaft,

Sozialverantwortung, Nachhaltigkeit und Evaluation getragen wird, ist die Anwendung auf die gesamte

Produktpalette sowie den gesamten Lieferantenpool der PUMA AG. Während Umweltschutz oder soziales

Handeln von Unternehmerseite sich oftmals auf einige wenige philanthropische Vorzeigeprojekte erstreckt

oder für einen Nischenprodukt betrieben wird, versucht die PUMA AG damit die hinter dem „Code of

Conduct“ stehende Philosophie in den Kernbereich der Beschaffungskette zu integrieren.

Auf diesem Weg zur Nachhaltigen Entwicklung ist die PUMA AG zwar noch nicht vollständig am Ziel

angelangt; durch intensive Zusammenarbeit mit allen interessierten „Stakeholdern“ wird aber weiterhin

versucht potentielle Schwachstellen zu analysieren sowie für diese, auch in Zusammenarbeit mit dem

Wettbewerb, systematische Lösungen zu realisieren.

Kontakt:

Stefan Seidel, c/o PUMA AG, Würzburgerstrasse 13 , 91074 Herzogenaurach, stefan.seidel@puma.com

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