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SPORTaktiv April 2019

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Fotos: iStock, Dr. Fritz<br />

blockieren. „Kaffee und schwarzer Tee<br />

sind zum Beispiel Eisenräuber. Der Espresso<br />

direkt nach einem Steak kann die<br />

Eisenaufnahme deutlich blockieren.“<br />

Einen ausgeprägten Mangel kann man<br />

nur mit Nahrung ohnehin nicht kompensieren.<br />

Dazu braucht es Präparate.<br />

„Das Eisen hat aber einen schlechten<br />

Ruf, weil es oft schlecht vertragen wird“,<br />

sagt der Experte. „Es gibt heute aber<br />

welche, die in Aminosäuren verpackt<br />

sind. Die wird dann vom Magen aufgenommen,<br />

das Eisen erst in der Leber<br />

aufgespalten. Dadurch sind diese Präparate<br />

sehr gut verträglich.“ Wenn der<br />

Mangel eklatant ist und der Leidensdruck<br />

hoch, bleibt die Infusionstherapie.<br />

„Das wäre die eigentlich richtige Eisentherapie.<br />

Aber: Da kann es allergische<br />

Reaktionen auf das Eisen geben. Die<br />

sind sehr selten, aber es gibt sie. Und ein<br />

Risiko gehe ich nur ein, wenn es sein<br />

muss.“ Wie bei einer Anämie und großem<br />

Eisenmangel. Da haben Tabletten<br />

keinen Sinn mehr.“<br />

Sehr oft bleibt der Mangel aber noch<br />

unentdeckt. Ein stressiger Job, private<br />

Probleme und wenig Schlaf sind genauso<br />

Gründe für Müdigkeit. „Und du hast<br />

dann gleich für alles eine Ausrede: Klar<br />

geht es mir nicht gut, der Chef ist nicht<br />

nett, ich hab ewig keinen Urlaub gehabt,<br />

und, und, und. An einen Eisenmangel<br />

denkt erst einmal keiner.“<br />

Jetzt könnte man doch einfach prophylaktisch<br />

Eisen einnehmen, damit<br />

man erst gar nicht in den Mangel<br />

rutscht. „Das geht aber nicht“, warnt<br />

Fritz. Denn Eisen kann der Körper nicht<br />

ausscheiden. Und es gibt eine Krankheit,<br />

die Hämochromatose, bei der das überschüssige<br />

Eisen nicht verarbeitet werden<br />

kann. Der Überschuss kann dann zu<br />

Organschäden führen.“<br />

EIN STRESSIGER JOB<br />

UND WENIG SCHLAF<br />

SIND GENAUSO GRÜNDE<br />

FÜR MÜDIGKEIT. AN<br />

EINEN MÖGLICHEN<br />

EISEN MANGEL DENKT<br />

ERST EINMAL KEINER<br />

Mit dem Schwermetall ist also nicht<br />

zu spaßen. Denn unabhängig von der<br />

Leistung schlägt es auch auf die Psyche.<br />

„Bei einem Mangel wird dann keine<br />

Zelle im Körper ausreichend mit<br />

Sauerstoff versorgt. Das wirkt sich also<br />

weitreichend aus und kann bis zur<br />

Depression führen.“<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

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