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Das dynamische Paradigma in der Linguistik - Universität Bremen

Das dynamische Paradigma in der Linguistik - Universität Bremen

Dynam.Paradigma Inhaltsverzeichnis______ ______________ 4 3.6.1 Die globale raum-zeitliche und kulturelle Dynamik von Sprachgemeinschaften 113 3.6.2 Ein synergetisches Modell des Sprachwechsels.............................................116 3.6.3 Ordnung und Chaos in der sozialen und räumlichen Distribution von Sprachvarianten ..............................................................................................................123 3.7 Ausblick..................................................................................................................125 3.8 Nachtrag: Postskriptum 2005 .................................................................................127 4. Bibliographie zu den Postskripten in Kap. 1.6 und 3.7 ..................................................128 4.1 Neuere Arbeiten zur Dynamischen Sprachtheorie nach 1987, die für die Entwicklung nach 1987 wichtig sind (ohne die Arbeiten des Autors)...............................128 4.2 Neuere Arbeiten von Wolfgang Wildgen zur Dynamischen Sprachtheorie (seit 1987) 131 4.2.1 Monographien und herausgegebene Werke (M) ............................................131 4.2.2 Zeitschriften- und Kongressbeiträge ..............................................................131

Dynam.Paradigma Idee und Programm _________________5 1. EINLEITENDE BEMERKUNGEN ZU VORGESCHICHTE, IDEE UND PROGRAMM EINER "DYNAMISCHEN SPRACHTHEORIE" 1.1 Eine Skizze der Vorgeschichte der "dynamischen Sprachtheorie" Die Sprachwissenschaft kann auf eine weit zurückgreifende Problemgeschichte verweisen, und grundlegende Probleme der Sprachtheorie, z.B. die Frage, ob Sprache eher natürlich geformt sei oder lediglich konventionell sei, sind mindestens seit dem Dialog "Kratylos" von PLATON gestellt worden. Die Grammatik, also jenes für die Sprache zentrale Regelgefüge, das jedem, der eine fremde Sprache lernt, schmerzhaft zu Bewußtsein kommt, ist in der Antike, bei den Griechen und Römern und besonders kunstfertig in der altindischen Grammatik von PANINI bereits gut ausgeprägt. Von einer Spracherklärung kann im Falle der Grammatik aber nur sehr bedingt die Rede sein, da sie in ihrer traditionellen Form eher Sprache kodifiziert und normiert und da sie selbst eine Sprachbeschreibung nur implizit enthält. PLATON gibt immerhin zwei Bereiche an, aus denen Sprache erklärbar ist: die Natur, wobei als Hintergrund die Naturphilosophie der Jünger des HERAKLIT und der Anhänger des PYTAGORAS anzunehmen ist, oder aber die Gesellschaft, und in der Hinwendung zur Gesellschaft, zur Ethik bestand ja gerade die Wende des SOKRATES gegenüber seinen Vorgängern 1 . Zwei grundlegende Bereiche, aus denen Sprache erklärbar sei, sind somit ins Licht gerückt: Natur und Gesellschaft, und es braucht uns nicht zu wundern, dass die Sprachwissenschaft noch heute zwischen Naturwissenschaft und Sozialwissenschaft eine Zwischenstellung einnimmt, sowohl bezogen auf ihre Methoden als auch auf ihrer Theoriebildung. Der große Rahmen für konkurrierende Erklärungsansätze ist damit bereits in PLATONs Kratylos umrissen. Sowohl die wissenschaftlichen Erklärungen für Naturphänomene als auch die Theorien der Gesellschaft wandelten sich systematisch im 17. Jh. und frühen 18. Jh. War GALILEI noch bestrebt, die neuen Techniken, Beobachtungen und die daraus sich ergebenden Erklärungsansätze mit der offiziellen Lehre der Kirche, die vom Schularistotelimus geprägt war, in Übereinstimmung zu bringen, so wurde der Graben durch die KEPLERschen Gesetze noch tiefer. Bis ins 18. Jh. finden wir noch vielfache Bemühungen, die Naturphilosophie mit der Theologie in Einklang zu bringen. Im Zusammenhang mit dieser Entwicklung und wesentlich geprägt von der Fortentwicklung der Physik und der Mathematik, entstehen die Kartesianische Methode und ausgelöst durch die Auseinandersetzung mit LOCKEs Erkenntnistheorie, die Arbeiten zur Sprachphilosophie von LEIBNIZ. Wir wollen kurz auf diese beiden Autoren eingehen, da die von ihnen entwickelten Ansätze die Theorienlandschaft in der heutigen Sprachwissenschaft nicht unwesentlich bestimmt haben. In gewisser Weise kann man sagen, dass die Bewegung, welche das 17. Jh. in die Erkenntnis- und Sprachtheorie hineingebracht hat, bis heute "nachzittert" und vielleicht überhaupt die wesentlichste Neuerung seit der Antike darstellt. DESCARTES hat zwei wichtige Entwicklungen ausgelöst, die mit seinem Dualismus Geist (Seele) – Körper (Maschine) zusammenhängen: 1 Eine kurze Historiographie dynamischer Sprach- und Weltauffassungen enthält WILDGEN (1985d): Dynamische Sprach- und Weltauffassungen (von der Antike bis zur Gegenwart). Sie ist vergriffen und wird in einer elektronischen Fassung (mit aktualisierenden Anmerkungen) auf meiner Homepage zugänglich gemacht. Die Spätrenaissance wurde in der Monographie zu Giordano Bruno „Das kosmische Gedächtnis“ (Wildgen, 1998; siehe Zusatzbibliographie) detaillierter behandelt. Auch die Monographien Wildgen (1994) und (1999) enthalten jeweils eine historiographische Einleitung. Siehe auch die neueren Publikationen des Autors in der Rubrik: „Geschichte der Sprachwissenschaft, Sprachphilosophie/Semiotik“ der Zusatzbibliographie.

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