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Inklusive Leidenschaft. Lesben, Schwule ... - Berlin.de

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119 auch über mein

119 auch über mein Äußeres zu definieren. Durch den Tod meines Lebenspartners überlegte ich, dass ich meinem Leben noch mehr Inhalt geben wollte, studierte Psychologie, machte eine Therapieausbildung und bin seit 1999 als Psychologe im betreuten Wohnen (TWG und BEW) der Schwulenberatung mit Schwerpunkt Psychiatrie tätig. Im Jahr 2001 bekam ich dann eine Gleichgewichtsstörung unbekannter Genese und erkrankte 2006 an einer aggressiven Form von Krebs. Seitdem bin ich auf eine Gehhilfe, meinen „ständigen Begleiter“, einen Rollator angewiesen. Schöne schwule Welt Plenumsbeitrag: Ulli Pollack Als nächstes möchte ich gerne einige Thesen zur Diskussion stellen. Die „Schwulenszene“ definiert sich durch Äußerlichkeiten. Sehr viele Schwule gewinnen ihren Selbstwert über das Äußere und (häufig eng miteinander verbunden) über Sex. Zählen innere Werte in der Szene? Jedenfalls sind sie nicht auf den ersten Blick erkennbar. Gibt „man(n)“ sich Mühe, hinter die Fassade zu schauen? Ist der Blick dahinter überhaupt erwünscht? Macht er nicht eher Angst? Muss man(n) nicht fürchten, einen Imageverlust zu erleiden? Ist es nicht einfacher, sich hinter seinem Sixpack 41 zu verstecken? An dieser Stelle möchte ich von einem für mich absolut unschmeichelhaften Erlebnis berichten. Vor etlichen Jahren war ich auf einer Erotik-Party und befand 41 Englischer Begriff für durchtrainierte Bauchmuskeln, insbesondere bei Männern; gilt als attraktiv.

120 Schöne schwule Welt mich in einem äußerst angeregten Gespräch mit einem sympathischen jungen Mann. Als dieser dann aufstand, um uns ein paar Drinks zu besorgen, sah ich, dass er aufgrund einer einseitigen Beinverkürzung erheblich hinkte. Sofort ging bei mir eine Klappe runter, und mein Interesse an ihm war mit einem Schlag verschwunden. Ich erwähne das, weil ich deshalb gut verstehen kann, wie man(n) heute auf meine wesentlich auffälligere Behinderung reagiert. Ich kann niemandem böse sein, schließlich war ich selbst ganz genau so. Behinderung als Chance: Persönlich konnte ich feststellen, dass ich durch meine Behinderung mehr Ruhe und Gelassenheit gewonnen habe. Vorbei sind die Zeiten, da ich an jedem Wochenende von Darkroom zu Darkroom und von Kneipe zu Kneipe wanderte, um „Mr. Right“ zu begegnen. Die Zeiten sind notgedrungen vorbei, sicherlich. Trotzdem empfinde ich dabei eine Erleichterung. Hierbei darf nicht vergessen werden, dass ich meine „schöne schwule Welt“ vor der Behinderung vollends genossen und ausgekostet habe. Wer von Geburt an eine Behinderung hat, wird dies sicherlich anders sehen. Ich habe mich umorientiert und auf andere Werte als bisher fokussiert. Ich habe andere Ressourcen an mir festgestellt (Feedback von außerhalb war hier hilfreich) und so ein stärkeres Selbstwertgefühl gewonnen. Ich möchte hier nicht vergessen, darauf zu verweisen, dass meine Religion für mich besonders im Falle der Behinderung eine große Ressource darstellt. Aber das Thema „Homosexualität und Religion“ ist ein weites Feld, das hier nicht beackert werden soll! Wenn man also Behinderung als Chance sieht, wie wäre es also mit: „jedem seine Behinderung, sein Handicap“? Die „schwule Szene“ sähe gewiss anders aus. Barrierefreiheit: Berlin ist in dieser Hinsicht meiner Meinung nach auf einem sehr guten Weg: abgesenkte Bordsteine, Rampen, Aufzüge. Auch die Hilfsbereitschaft ist enorm hoch. Obgleich diese nicht immer erwünscht ist, da es um einen größtmöglichen Erhalt der Autonomie geht, tut das Wissen darum doch gut. Wie sieht es aber mit der Barrierefreiheit in der Szene aus? Toiletten im Keller, Stufen am Eingang, ganz zu schweigen von den sicherlich nicht barrierefrei zugänglichen Darkrooms (hier ist es sicherlich auch ohne Rollator nicht möglich, niemanden anzurempeln. Jetzt stelle man sich das Ganze mit einem Vorbau auf vier Rädern vor...). Aber ist denn Barrierefreiheit in der Szene überhaupt ein Ziel? Holt man sich damit nicht nur „die Behinderten“ herein, die man aufgrund von Äußerlichkeiten, Berührungsängsten oder der eigenen Angst, irgendwann

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