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Inklusive Leidenschaft. Lesben, Schwule ... - Berlin.de

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37 der

37 der Geschlechtsanpassung können sich die Barrieren vervielfachen und unüberwindbar erscheinen. Coming-out Für Menschen mit Behinderung gilt, dass sie in unterschiedlichem Maße auf die Unterstützung durch andere angewiesen sind. Dies bedeutet, dass je nach Art und Umfang der Behinderung andere Personen Einblick in ihre Privat- und Intimsphäre haben. Trans*-Menschen im Coming-out sind ebenso wie Lesben und Schwule mit Behinderung darauf angewiesen, in ihrem Umfeld Personen ihres Vertrauens zu haben, die sie akzeptieren und nicht diskriminieren. Die Angst vor Ablehnung durch Personen, von denen man abhängig ist, hindert viele an einem Coming-out oder lässt sie dieses lange hinausschieben. Transgeschlechtliche Menschen mit Körperbehinderungen Hierzu zähle ich Personen mit neurologischen und körperlichen Beeinträchtigungen, die häufig mit Mobilitätseinschränkungen verbunden sind. Für alle Rollstuhlfahrer / innen und Gehbehinderten ist das deutsche Gesundheitswesen alles andere als barrierefrei. Weder Arzt- noch Psychotherapeutenpraxen sind regelmäßig für Roll-Fahrende zugänglich. Meine Praxis stellt da eher eine Ausnahme dar, da ich selbst rolli-mobil bin. Auch in Kliniken, bei Krankenkassen, medizinischen Diensten und den Treffpunkten der Trans*selbsthilfegruppen ist mit Barrieren zu rechnen. Angesichts der sehr geringen Anzahl der zu diesem Thema qualifizierten Ärztinnen und Ärzte – seien es endokrinologische, gynäkologische, urologische Fachkräfte oder auch trans*-akzeptierende Hausärzt / innen – stellt sich die Möglichkeit, eine optimale medizinische Betreuung zu bekommen, noch schwieriger dar als für nichtbehinderte Transidente. Dieselben Einschränkungen tauchen bei der Suche nach Psychotherapeut / innen und Gutachter / innen auf, und Gutachten sind zwingend gefordert, sowohl für die gerichtliche Anerkennung der Vornamensänderung als auch des Identitätsgeschlechts als auch für die geschlechtsangleichenden medizinischen Maßnahmen. Ob alle Amtsgerichtsgebäude, die Niederlassungen der medizinischen Dienste und Kliniken barrierefrei zugänglich sind, müsste noch überprüft werden. Lebenssituationen von transgeschlechtlichen Menschen mit Behinderung Bei Menschen, die wegen einer neurologischen Erkrankung – zum Beispiel Epilepsie – auf regelmäßige Medikamenteneinnahme angewiesen sind, kann

38 Lebenssituationen von transgeschlechtlichen Menschen mit Behinderung die Hormonbehandlung kontraindiziert sein und zum Beispiel Krankheitsschübe auslösen. So hatte ich einen Patienten (Frau zu Mann), der aus diesem Grunde keine Hormone einnehmen konnte, aber für sein Passing 15 als Mann und das eigene Selbstbild dringend eine Brustamputation anstrebte. Es war nahezu unmöglich, die Krankenkasse davon zu überzeugen, dass dies auch ohne Hormonbehandlung eine richtige und notwendige Maßnahme ist. Trans* mit Sinnesbeeinträchtigungen Blinde und sehbehinderte transidente Menschen sind mit ähnlichen Problemen konfrontiert wie körperbehinderte. Auch für sie sind manche Orte nicht zugänglich und sie sind häufig auf Begleitung und Unterstützung im täglichen Leben angewiesen. Informationen über das Internet sind zwar mit neuen technischen Möglichkeiten zunehmend, aber noch längst nicht flächendeckend zugänglich. Gehörlose Menschen leben in einer sehr überschaubaren Community. Weil nur wenige Hörende die deutsche Gebärdensprache beherrschen, sind Gehörlose sehr stark auf die Kontakte untereinander und die Dienste von Gebärdensprachdolmetscher / innen angewiesen. Für jemanden, der oder die sich mit der Frage der eigenen Transsexualität oder der eines Angehörigen oder Freundes auseinandersetzt, ist es schwer, Informationen, Beratung und Unterstützung zu bekommen, ohne sich gleich innerhalb der Gehörlosen-community zu outen. Informationen über das Internet sind zwar zugänglich, aber für Gehörlose wegen des unterschiedlich komplexen Aufbaus der Gebärdensprache und der deutschen Schriftsprachen häufig schwer verständlich. Es ist sehr lobenswert, dass die Berliner Lesbenberatung inzwischen auch transgeschlechtliche Menschen berät und bei Bedarf Gebärdensprachübersetzung organisiert. Doch dies ist wohl einmalig in Deutschland und eine große Ausnahme. Von den Teilnehmer / innen einer Berliner Fachrunde, dem Runden Tisch Transgender, kannte zum jetzigen Zeitpunkt niemand eine gehörlose oder blinde Trans*person. Das heißt aber nicht, dass es sie nicht gibt, sondern es ist ein Hinweis darauf, dass ein Trans*-Coming-out für sie offensichtlich sehr schwierig ist. 15 Passing: unauffälliges „Durchgehen“ im angestrebten Geschlecht

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