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Inklusive Leidenschaft. Lesben, Schwule ... - Berlin.de

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15 Begrüßung Grund

15 Begrüßung Grund bestimmter Besonderheiten gesellschaftlich an den Rand gedrängt werden, um sie dann mit großen Anstrengungen wieder „integrieren“ zu wollen. Vielmehr soll die Gesellschaft von vornherein alle Möglichkeiten bereitstellen, damit alle von Anfang an dabei sein können und gleiche Chancen haben. Besonderen Bedürfnissen muss dabei natürlich zum Beispiel durch besondere Unterstützung Rechnung getragen werden. Zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention in Berlin arbeitet seit Juli letzten Jahres eine Facharbeitsgruppe, die demnächst dem Abgeordnetenhaus einen Bericht und Vorschläge für einen Aktionsplan vorlegen wird. Ich finde: Im Hinblick auf den Perspektivwechsel vom Fürsorgegedanken zur vollen gesellschaftlichen Teilhabe ist der Titel dieser Tagung „Inklusive Leidenschaft“ ganz vortrefflich gewählt! Wie gesagt: Es gibt gute rechtliche Voraussetzungen und einen erklärten politischen Willen. Doch wir haben noch einen langen Weg vor uns: • Zwar hat Berlin in Sachen Barrierefreiheit einige Fortschritte gemacht: Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer können jetzt alle BVG-Busse benutzen, die Webseiten auf Berlin.de sind weitgehend so gestaltet, dass sie auch für Sehbehinderte und Blinde durch Sprachausgabe nutzbar sind, die deutsche Gebärdensprache ist als eigenständige Sprache anerkannt, es besteht ein Anspruch auf Kommunikationshilfen im Verwaltungsverfahren. • Und sicher gilt Berlin als weltoffene und tolerante Stadt für „queere“ Menschen – wie sich Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender bisweilen selbst nennen. Doch Tatsache ist, dass das Leben für homo- und transsexuelle Menschen mit sichtbaren und nicht-sichtbaren Behinderungen durch viele Barrieren belastet ist: Ein Coming-out in den Einrichtungen der Behindertenhilfe, in der Familie oder als Mitglied eines Behindertenverbandes kann beschwerlich und oft erst Jahre später möglich sein. Der Zugang zu schwul-lesbischen Einrichtungen und Netzwerken, Freundschafts- und Partnersuche sind auch nicht leicht; denn Vorurteile und Ängste gegenüber Menschen mit Behinderungen gibt es auch hier. Benachteiligungen und Ausgrenzungen gehören durchaus zum Alltag. Das soll sich ändern. Ich will als Berliner Staatssekretär für Soziales gern meinen Teil dazu beitragen. In meinen Verantwortungsbereich fällt sowohl der Bereich

16 Begrüßung „Politik für Menschen mit Behinderung“ als auch die Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung mit dem Fachbereich für gleichgeschlechtliche Lebensweisen. Deshalb habe ich es besonders begrüßt, dass die Landesantidiskriminierungsstelle (LADS) und der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen mit dieser Tagung einen Aspekt der potentiellen Mehrfachdiskriminierung aufgreifen und die besonderen Lebenssituationen von Menschen verschiedener sexueller Identität und mit unterschiedlichen Behinderungen in den Blick nehmen. Dies passt auch gut zu der Initiative für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt, die vom Berliner Abgeordnetenhaus beschlossen und mit finanziellen Mitteln ausgestattet wurde. Schwerpunkte dieser Initiative, die federführend von der LADS umgesetzt wird, sind die Aufklärung im Bildungsbereich und der zivilgesellschaftliche Dialog. Auch in diesem Maßnahmenpaket spielen Aspekte von Mehrfachzugehörigkeit eine Rolle, und wir werden darauf achten, dass die Inklusion von Menschen mit Behinderungen ein selbstverständlicher Standard wird. An dieser Stelle möchte ich allen danken, die sich bereit erklärt haben, als Mitwirkende in der Moderation, mit Vorträgen, Inputs und in der Organisation zum Gelingen der Tagung beizutragen. Mein ganz besonderer Dank gilt den Kooperationspartnern, dem RuT – Rad und Tat – offene Initiative lesbischer Frauen, und der Schwulenberatung Berlin für ihr großes Engagement in der Planung und Vorbereitung dieser Tagung. Ihnen allen wünsche ich zwei spannende Tage mit vielen Begegnungen, Erkenntnissen, Erfahrungsaustausch und Vernetzungsmöglichkeiten. Ich hoffe, dass wir in dem morgigen Podiumsgespräch nächste Schritte zu mehr Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Teilhabe verabreden können! Rainer-Maria Fritsch Staatssekretär für Soziales in der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales Berlin Oranienstr. 106 | 10969 Berlin Telefon (030) 90 28-27 22 Rainer-Maria.Fritsch@senias.berlin.de | www.berlin.de/senias

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